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Wieder mal ein Aufbruch ...
Mit dem neu gewarteten Womo LERRY mache ich mich im Herbst 2025
wieder auf den Weg: Auch meine Ärzte waren mit mir sehr
zufrieden, ich kann gefahrlos wieder auf meine Mitmenschen
losgelassen werden ...
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Bevor wir aber wieder so richtig weit weg fahren, haben LERRY und ich in Deutschland noch einige Einladungen zu erledigen: Durch die inzwischen über 60 "Abenteuer", von denen auch im Explorer Magazin etliche veröffentlicht wurden, haben sich in verschiedenen Ländern viele Leser und dadurch auch Freunde gefunden. Die Geschichten sind nicht zu lang und erzählen etwas aus dem echten Leben dieser Orte. Etwas, das man in den Reiseführern nicht findet, dem Leser aber einen kurzen und offenbar interessanten Einblick verschafft. Wenn ich derzeit unterwegs bin, ergeben sich deshalb immer wieder solche Einladungen, auch in den betreffenden Ländern selbst. Im Folgenden einmal ein kurzer Überblick, wie so etwas ablaufen kann ...
Die erste Station ist immer bei der Autoversicherung des Womos: Heute ist der 24. September 2025, ich muss hier auch eine Krankenzusatzversicherung für mich abschließen, die ich regelmäßig für längere Aufenthalte außerhalb Deutschlands brauche. Da ich immer das selbe Büro des Autoversicherers aufsuche, sind meine Reisen auch hier nicht mehr unbekannt.
Bereits am folgenden Tag erreiche ich Marsberg: Ein Ehepaar
verfolgt hier schon lange meine Fahrten, natürlich werden dann auch Bilder gezeigt und
es wird viel erzählt.
Ihr Hund Arko hat eine ganz spezielle Art, mich zu begrüßen ...
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Zwei Tage später bin ich in der Nähe der Stadt Frankfurt zu Besuch: Hier bleibe
ich etwas länger und lege eine Pause ein
vom vielen Fahren. Ich will nun auch bald Deutschland verlassen,
davor folgt aber Anfang Oktober noch ein letzter Besuch bei Lesern in der Stadt
Mainz. Die Nacht über bleibe ich mit dem LERRY in deren Straße
stehen. Die Anwohner wissen bereits, dass ich hier etwa zwei Mal im
Jahr vorbeikomme. Eine Nachbarin hatte sich einmal ein
Buch mit meinen Geschichten kurz ausgeliehen, mittlerweile ist sie
voller Begeisterung und hat keine Sorge mehr, dass der LERRY hier für
lange Zeit einen Parkplatz blockieren könnte ...
Am 4. Oktober erreiche ich bereits Frankreich, und zwar den kleinen Ort Chaource, wo ich bereits früher schon einmal die Geschichte vom "Mittelalten Käse" gefunden hatte. Am nächsten Tag bin ich dann bereits in St.-Martin-de-Fress, wir sind nun etwas schneller unterwegs, da das Wetter für Frankreich viel schlechter werden soll.
Hier in diesem Ort finde ich einen interessanten Baum, den man
in Form eines Blumenstraußes wachsen lässt. Da ist sicher
interessant, wie der Baum in 100 Jahren aussehen wird! Jeder Ort hat sein
Mairie, sein Rathaus. Das von St.-Martin-de-Fress ist
ein kleines Schmuckstück. Leider hatte das einzige Cafè dieses
kleinen Ortes geschlossen, schade ..!
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Während ich mich Spanien und Portugal nähere, sind dort bereits wieder schwere Waldbrände ausgebrochen. Trockenes Gras und Laub entzündet sich selbst bei etwa 250°C. Da es diese Temperatur nicht gewesen sein kann, verursacht also der Mensch wieder mit Unachtsamkeit und Vorsatz schlimme Schäden an Natur und Umwelt. Und natürlich verlieren auch Menschen wieder alles: Hier erfolgen Straftaten!
Mein weiterer Weg nach
Süden führt mich wie vor fast genau
einem Jahr wieder nach Mugron: Das liegt bereits in Südfrankreich,
hier steht vor einem Supermarkt eine wunderbare Waschmaschine,
die alles wieder schön sauber macht. Es ist nicht ratsam, die
Wäsche wie gewohnt getrennt zu waschen, das wird nämlich richtig teuer. So
kann ich besser auf weiße Kleidung verzichten!
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Nach dem Waschtag
fahre ich wie ebenfalls im Vorjahr noch etwa 20 km weiter nach Hagetmau.
Auf einem großen Parkplatz mit Versorgung der Wohnmobile lässt es
sich gut übernachten. Doch Achtung! Dieser Ort bietet
Stromversorgung an, allerdings sind, wie damals bereits erwähnt, die Preise so hoch, dass der
Platz den Ruf hat, seinen Strom auf jeden Fall selbst behalten zu
wollen. Der Stromanschluss kostet hier 3 Euro pro Stunde, also
72 Euro pro Tag. Natürlich hängt auch diesmal niemand an dem Anschluss
..!
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Unsere Reise geht weiter über die schönen französischen
Landstraßen: Immer weiter in südwestlicher Richtung, weg vom
nahenden schlechten Wetter, aber auch näher heran an die Feuer in Spanien
und Portugal. Die Fahrt führt über das nordwestliche Ende der
Pyrenäen, durch Pamplona und weiter bis etwa 10 km westlich von
der spanischen Stadt Burgos. Hier war ich bereits einige
Male, so auch seinerzeit im kleinen Ort Tardajos. Berge sind aber nichts für die
kleine Maschine im LERRYmobil ...
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Auf meiner Fahrt in südwestlicher Richtung nach Portugal komme ich in Spanien bald an den ersten verbrannten Flächen vorbei: Das Feuer ist hier zwar erloschen, von der ehemaligen Vegetation ist aber nur verbrannte Erde übrig geblieben. Die Bäume auf dem Bild oben konnten noch vor dem Verbrennen gerettet werden und stehen nun da mit schwarzen Stämmen und vertrockneten Blättern. Ich fahre heute noch weiter bis nach Galegos de Arganan, also bereits bis kurz vor die portugiesische Grenze.
Ankunft in Portugal
Am 10. Oktober überquere ich schließlich diese Grenze bei herrlichem Wetter, alles geht gut. Das schlechte Wetter ist mittlerweile in Frankreich angekommen, das Land bekommt nun viel Regen ab. Zwei Tage später erreiche ich den Atlantik in Portugal: Es ist immer wieder ein schöner Anblick, wenn es die letzten Höhenmeter abwärts geht und am Horizont der Atlantik mit seinem blauen Wasser auftaucht. Hier in Portugal wartet die nächste Einladung - doch zunächst einmal geht´s zur Küste!

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Am 19. Oktober bin ich erneut im schon bestens bekannten Praia da Vieira angekommen, dem kleinen Dorf an der Atlantikküste, und genieße das Ufer des Atlantiks. Irgendwie mag ich den kleinen Ort, er hat einen wunderbaren kilometerlangen Strand in südlicher und nördlicher Richtung. Barfuß wandern im Sand ist eine unvergessliche Massage. Außerdem gibt es hier im "Cardume" (Fischschwarm) Cafè den leckersten und längsten Thunfischtoast der Welt! Dazu einen "Galao" (Milchkaffee mit Schaum). Im Restaurant "O Leme" (das Steuerrad) wartet mittags eine herrliche Fischsuppe. Zusammen mit gerösteten Brötchen mit Olivenöl. Klein aber sehr fein!
Es ist noch etwas Zeit bis zum Weihnachtsfest. So fahre ich zunächst in das kleine Dorf Alveite Grande, in meinen Berichten ebenfalls seit Jahren bekannt und in dem ich immer wieder Halt mache. Das Dorf liegt nordöstlich von hier in etwa 100 km Entfernung in gut 1.200 m Höhe. Dort bin ich erneut bei Freunden zu einem 80. Geburtstag eingeladen.
Danach geht es wieder zurück an die Küste, in der Stadt Marinha Grande gibt es wie schon im Frühjahr auch diesmal für uns einen Stellplatz mit Stromversorgung. Das ist bei dem zunehmend kalten und feuchten Wetter wichtig. Ich bekomme etwas Zeit, um über meine letzte Exkursion in Deutschland zu schreiben: "Das schwimmende Moor". Nordspanien und Frankreich erleben inzwischen bereits die ersten Winterstürme ...
© 2026 Jürgen Sattler
Portugal
2025 / 2026


















