Der "neue" Explorer: Mit dem Ford Ranger auf Tour ...

Der Beginn einer wundervollen Freundschaft!?


Ein Gefühl von Freiheit

"Mit seinem kraftvollen 4x4-Antrieb meistert der neue Ford Ranger selbst härteste Herausforderungen. Der Pick-up überzeugt durch seine Agilität und außerordentlichen Komfort. Mit den drei verschiedenen Kabinentypen stehen Ihnen alle Wege offen. ... Die muskulöse Linienführung macht auf den ersten Blick deutlich, dass es sich beim neuen Ford Ranger um mehr als bloß ein modernes und zweckmäßiges Multitalent handelt. ..."

Der "Neue" in Innsbruck-Kranebitten: Bergsonnwend ´07 ...Wer sich bei dieser Ford-Werbung an unsere Geschichte und den Prospekt vom Explorer II erinnert fühlt, hat recht: Auch wir dachten im Jahr 2007 dabei zuerst an unsere Satire.

Dabei war es diesmal aber alles andere als lustig: Wie wir berichtet hatten, war unser guter alter Nissan King Cab MD 21 den Weg alles Irdischen gegangen und wir mussten notgedrungen handeln. Und die Auswahl des "Neuen" war nicht einfach gewesen!

Wie dort bereits gesagt, war uns nur noch die Wahl zwischen Mazda BT-50 und Ford Ranger als sinnvoll erschienen, denn ein weiterer Nissan hatte sich aufgrund des völligen Durchrostens vom Rahmen des MD 21 einfach nicht empfohlen - ganz egal, wie gut oder schlecht die "Anderen" in diesem Punkt auch sein mögen - das Erlebnis sitzt tief und hat echte Langzeitnachwirkungen: "So etwas" sollte man eigentlich nicht durch Neukauf belohnen ..!

Zuerst die schlechten Nachrichten

Nun haben wir also den "Neuen" und wie zu erwarten war, gibt es gute und schlechte Nachrichten zu diesem Thema. Aber zuerst die schlechten!

Nur den letzteren unserer beiden verbliebenen Kandidaten, den Ford Ranger also, gab es in grün - genauer gesagt, im so genannten "veridiangrün". Was wir aber zum Zeitpunkt der Entscheidung noch nicht wussten, war, dass ausgerechnet dieses "grün" zum Ärgernis werden sollte, und das gleich aus mehreren Gründen! 

Zum einen stellte sich bereits kurz nach dem Kauf des Fahrzeugs heraus, dass diese Farbe hierzulande beim Fordhändler einfach nicht erhältlich ist: Weder als Tupf- noch als Sprühfarbe und auch nicht als Mischtabellen - kurzum, während der ersten Monate nach Erscheinen des Fahrzeugs wäre ein Unfall mit erforderlicher Neulackierung ganz einfach "unmöglich" gewesen - Ford scheint auch auf diese Weise für die Sicherheit zu sorgen ...

Mittlerweile (Redaktionsschluss August ´07) haben die Fordwerkstätten wenigstens die Mischtabellen, um sich die Farbe für "Ganzlackierungen" anrühren zu können - von Tupf- und Sprühfarbe für den Endverbraucher dagegen ist nach wie vor keine Rede!

Doch das "veridiangrün" überraschte auch noch auf ganz andere Weise: Fällt die Sonne direkt auf den Lack, verwandelt sich das "Grün" ganz unmittelbar in sattes Blau: Schön für Farbenblinde, weniger schön für solche Käufer, die ein grünes Fahrzeug auch weiter in grün sehen wollen. Nun gut, ein zusätzliches Motiv sicherlich für den überzeugten Schattenparker und auch ein Vorteil natürlich: Je nach Lichtverhältnissen fährt man mit ganz unterschiedlichen Fahrzeugen, ohne ein anderes kaufen zu müssen ...

Ranger Frontpartie nur mit EU-Marderschutzbügel ...War das "Grün" als Farben-Zubehör noch das erste Manko, folgte doch das nächste sogleich: Auch ein Hardtop für unseren 1,5 Kabiner gab es bis zum Redaktionsschluss bei Ford noch nicht - nur für den Doppelkabiner, aber wer will den schon ..?

Weiteres Zubehör war beim Hersteller ebenfalls nicht erhältlich, so z.B. ein so genannter "EU-Personenschutzbügel" oder ein Nachrüstsatz für Nebelscheinwerfer - beides bei Mazda derzeit kein Problem. Aufgrund der abweichenden Frontpartie, die uns allerdings beim Ranger besser gefällt als beim BT-50, kann weder der Frontbügel noch der Nebelscheinwerfer-Einbausatz vom Mazda verwendet werden.

Reizthema "EU-Personenschutzbügel": Die EU- und sonstigen Bürokraten haben es auf Kosten der Steuerzahler (Das sind wir! ) endlich geschafft, mit riesigem Aufwand eine Gefahr zu beseitigen, die nie wirklich nennenswert vorhanden war: Der frühere "Bullenfänger", heute zum "EU-Personen-Wellnessbügel" mutiert und eben "EU-Personenschutzbügel" genannt, ist seit Mai 2007 nun Vorschrift geworden.

Der Bürger, der vor ein solches Teil läuft, soll sich wohlfühlen, und so muss man künftig befürchten, dass wellness-süchtige Zeitgenossen sich nun reihenweise vor ein derart ausgerüstetes Auto werfen ...

Deshalb haben wir bis zum Redaktionsschluss nur eine Frontpartie mit "EU-Marderschutzbügel" und unseren zusätzlich montierten bisherigen Fernscheinwerfern, wie man auf dem Bild erkennen kann. Ein Ärgernis in diesem Zusammenhang auch das Verhalten mancher Zulieferer, die trotz nicht vorhandener Crash-Tests und entsprechender Gutachten zunächst angaben, derartige Bügel liefern zu können.

Leider leere Versprechungen ...Negativbeispiele hierfür Anbieter wie carryboy, die dies zunächst auf ihrer Webseite behaupteten und später im Telefonat einen Rückzieher machten oder aber auch GWTec, wo man uns per Email mitteilte: "Den Bügel können wir Sofort liefern.". Dass es sich hierbei nur um leere Versprechungen handelte, wurde spätestens dann ersichtlich, als es schließlich auf genauere Rückfragen keine Antwort mehr gab - schwaches Bild! 

Auch die Versprechungen der RoadRanger Anzeige in der OffRoad 9/07 hielten einer näheren Überprüfung nicht stand: Bis zum Redaktionsschluss im August ´07 gab es einfach kein "Metallprogramm" für "alle Marken" wie behauptet. Der Webseite konnte man nur entnehmen, dass man einen EU-Personenschutzbügel genau so wenig liefern konnte wie alle anderen. Auf Email-Anfrage erhielten wir die Auskunft, die man sinngemäß von allen möglichen Lieferanten bereits seit Anfang des Jahres 2007 (!) regelmäßig hört: "Momentan liegen uns leider noch keine Bilder zu diesem Produkt vor, da sich dieses im Endstadium der Entwicklung befindet. Wir hoffen Ihnen in den nächsten 2 bis 3 Wochen ein detailliertes Angebot unterbreiten zu können. ..."

Nun - kein Zubehör, kein Hardtop, kein Frontbügel, keine Farbe "veridiangrün" - und diese merkwürdige Farbe wirkt dann auch noch bei direkter Sonneneinstrahlung wie blau - hätte man da vielleicht besser gleich einen "andamenblauen" Mazda BT-50 nehmen sollen?

Zubehör, das ein Ford-Fahrer braucht ..?Nach Meinung eines Mitarbeiters vom Autohaus, wo wir unseren Ranger gekauft hatten und der für uns die Beschaffungsmöglichkeiten diversen Zubehörs klären sollte, vermutlich ja, denn wie meinte der gute Mann mit Blick auf den dort ebenfalls verkauften Mazda BT-50: "Sie haben wahrscheinlich das falsche Auto gekauft"! Auf unseren Hinweis, das solle er mal lieber seinem Verkäufer erzählen, war dann Schweigen - bei uns nicht ganz!

Im Vergleich zu Mazda hat Ford also noch jede Menge Hausaufgaben zu machen (siehe hierzu auch unseren Beitrag von 2012: Feel the difference ..?), das gilt selbst für Punkte wie das Benutzerhandbuch des Fahrzeugs: Der bei Händlern und Werkstätten weitgehend unbekannte Ranger verfügt schließlich über eine  mysteriöse Taste, deren Funktion niemand erklären konnte und über die sich auch das Benutzerhandbuch ausschwieg, genau wie über die entsprechende Warnleuchte: Im Handbuch des Mazda BT-50 dagegen war der "Abgasumschalter" und auch die "Störung im elektrischen System des Motors" bzw. die "Störung in der Abgasreinigungsanlage" erläutert.

Dafür gibt es aber einen Zubehör-Katalog in der "Ford-Boutique": Neben einer Thermos Flasche (Abwarten und Tee trinken ..?), einer Maglite, einem Wenger-Taschenmesser (Soll einem das in der Tasche aufgehen ..?), einer Sonnenbrille und einer Regenjacke (Falls man im Regen stehen gelassen wird ..?) finden wir bis zum Redaktionsschluss nur wenig wirklich Brauchbares für uns ...

Und nun die guten Nachrichten

Sind die oben erwähnten Punkte wesentlich genug, die positiven Seiten unseres "Neuen" in den Schatten zu stellen? Nun, zunächst einmal zum Explorer, der mittlerweile wieder auf der Ladefläche sitzt: Obwohl diese deutlich kürzer ist als die des seligen MD 21, sind wir noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen.

Zwar haben wir nun erstmals auch so einen berüchtigten "Überhang", aber der ist mit gut 10 cm kaum auffällig und wir haben uns bereits daran gewöhnt. Außerdem erfordert er keine Zusatzbeleuchtung, da die Rückleuchten gemäß geltender EU-Vorschrift von hinten aus einem Winkel von 45° eingesehen werden können - Schwein gehabt! 

Angehoben werden musste der Explorer allerdings aufgrund der höheren Ranger-Bordwände: Drei Leisten aus 17 mm Betoplan-Siebdruckplatten wurden unter die vorhandenen Leisten geklebt/geschraubt, was die Kabine ausreichend anhob. Zusätzlich war noch ca. ein halber Zentimeter an den unteren Kanten der Sandblechhalterungen abzuflexen, da diese andernfalls auf der umlaufenden Reling an den Bordwandkanten aufgesetzt hätten.

Befestigt wurde die Kabine wie schon vorher 10 Jahre lang pistenbewährt und erfolgreich auf dem Nissan: Mit lediglich drei Bohrungen auf der Ladefläche des Rangers. Mit Blick auf´s Blechle wurde dieses Mal etwas variiert: Eine neue Bohrung im Kabinenboden ermöglichte die Montage einer hinten quer unter der gesamten Ladeflächenbreite montierten Metallschiene, welche die beiden hinteren Befestigungen der Kabine aufnimmt - sicher ist sicher ..!

Erstmals unterwegs mit "Überhang" ...

Eine Fahrt nach Innsbruck-Kranebitten zur BergSonnwend ´07 (Bild oben) zeigte alles Positive, das dieses Fahrzeug nun zu bieten hat: Es ist mit einem Common-Rail Diesel 2,5 l Duratorq-TDCi ausgerüstet und mit 105 kW (143 PS) ordentlich motorisiert, man merkt ihm die Explorer Kabine im Fahrbetrieb nicht an - abgesehen von einem kleinen "Turboloch" ist der Fahrspaß ungetrübt.

Bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 3.070 kg und einem Leergewicht von 1.830 kg (Ford Ranger Prospekt, Superkabine, Stand Juni ´08) bleibt beim 1,5 Kabiner eine Zuladung von angabegemäß 1.165 kg. Mit einer maximalen Achslast von 1.430 kg vorne (deutlich mehr als selbst bei einer aktuellen 3,5 t Nissan "Portugaler"-Einheitsversion! ) und 1.850 kg hinten ergeben sich auch bessere Werte als bei unserem guten alten MD21.

Dazu passend die von uns nachgerüsteten Reifen General Grabber AT2 245/70 R16 mit einem Load Index von 107 (975 kg). Auch die Felgen von CW Fahrzeugtechnik mit Teilegutachten für den KW-Bereich bis 105 und ebenfalls einem Lastindex von 107 runden das Bild ab. Offensichtlich Reserven genug für eine Kabine wie den Explorer - ein Bild, das sich mittlerweile auf der Waage auch bestätigte .... 

Ach ja, noch etwas: Niemals zuvor hatten wir bei einem Pickup eine offizielle Wattiefe von 75 cm (!), Furten offensichtlich nun auch ohne Snorkel leicht gemacht ..?

Grandioser Zugang zum Cockpit ... Die neue Waeco im "Neuen": CF-35 überzeugt ...

Dennoch haben wir unserem Ranger in guter Tradition wieder ein Zusatzfederblatt spendiert und auch Roadmaster-Federn sind wie früher wieder eingebaut - alles in allem eine bisher perfekte Abstimmung, mit der auch beim Kabinentransport deutliches PKW-Feeling aufkommt. Das im kommenden Herbst nach erfolgter Rhino-Linings Ladeflächenbeschichtung zu montierende Belding-Hardtop in Wagenfarbe "veridiangrün" (siehe Nachtrag unten!) wird wie üblich für genügend Hinterachslast sorgen (wie schon sehr zufriedenstellend 10 Jahre lang beim Vorgänger). Und auch mit unseren Zusatzfedern erwarten wir damit bei entsprechender Fahrweise keine wesentlichen Probleme im Fahrbetrieb ohne Kabine ...

Nicht nur während der Fahrt macht der Ranger Spaß: Seine Innenausstattung überzeugt ebenso wie sein geräumiges Cockpit (einen Vorteil muss die Länge von über 5 Metern ja haben! ). Die Flügeltüren beim 1,5 Kabiner sind unendlich bequem zum Beladen des Fahrzeugs: Unsere Transportkisten hinten, die anstelle der entfernten Rückbänke mitfahren und natürlich vor allem die Kühlbox sind nun problemlos im Zugriff.

Komfort: Fantastische "veridiangrüne" Flügeltüren im Sonnenlicht ... Ein sehr angenehmes Lenkrad, eine Mittelarmlehne mit zwei hochklappbaren Staufächern und die in Anbetracht von wohl auch künftig zu erwartenden "Explorer Suntours" nun vorhandene Klimaanlage machen zusätzlich das Fahren zum Vergnügen.

Kein Chromzeug sollte den Eindruck stören, weshalb die XL-Version des Rangers für uns zwingend war. Bei der gibt es dann auch die solide schwarze Rohrstoßstange und kein anderer verchromter Schnickschnack stört den Puristen.

Ein weiterer Vorteil dieser Version ist der Verzicht auf die unnötigen Instrumente, die nur den Platz wegnehmen würden auf der Konsole für unseren Zumo 550.

Dafür gibt es unseren eigenen Zusatzkompass und eine kleine simple, aber äußerst wirkungsvolle Wasserwaage als Neigungsmesser für Längs- und Querachse, die aufgrund der Krückstockhandbremse nun gemeinsam am Platz des fehlenden Handbremshebels sitzen können. Dies erwies sich auch als der einzige Platz im Cockpit, wo die Anzeige unseres traditionellen Airguide Kompasses, der uns nun schon seit Beginn aller Explorer-Touren begleitet, fehlerlos und ohne Ablenkung funktioniert.

Ansonsten ziert das puristische Cockpit zwar ein MP3-fähiges Radio mit inzwischen nachgerüstetem Außenthermometer, dafür haben wir aber vorne keine sichtbaren Antennen mehr: Eine Scheibenantenne genügt, die die ausziehbare Dachantenne ersetzt, die aufgrund des Explorer Alkovens nicht mehr ausgefahren werden kann. Eine fest eingebaute CB-Funk Antenne gibt es nicht mehr: Wenn CB-Funk zu einem Anlass tatsächlich wieder einmal angesagt sein sollte, sind bei Bedarf neben einer Magnetfußantenne jederzeit sowohl eine Dipol- als auch eine Langdrahtantenne mit respektablem Sendemast vorhanden ...

Angenehm zu bedienen: MP3-Radiokonsole ... Hier zeigt er richtig an: Kompass neben der Wasserwaage ...

Ach ja, trotz entsprechender Vorgeschichte haben wir nun auch wieder eine Waeco Kompressorkühlbox an Bord - die CF-35 berücksichtigt alles, was uns die Vorgängerin FA-30 einst vermieste: Neben einem niedrigeren Stromverbrauch hat sie eine Elektronik, die den Anlaufstrombedarf mindert und darüber hinaus auch noch einen einstellbaren Batteriewächter hat - insgesamt ein Gerät, das inzwischen selbst unsere Bordelektrik überzeugt.

Und noch ein paar Spielereien ...

Ebenfalls neu ist der selbstgefertigte Sonnenschutz, der (maßgeschneidert von der Drachenwerkstatt) aus dem Ranger-Cockpit die inzwischen auch in unseren Breiten dominierende Wüstensonne abhält: An der Innenseite von den insgesamt 5 Scheiben können sie problemlos derart befestigt werden, dass dennoch die sensationellen Flügeltüren zugänglich sind und unbehindert geöffnet werden können.

Wenn schon kein Chrom und kein Edelstahl das Auto "verunzieren" soll, dann kann man sich dennoch eine kleine Kleinigkeit in dieser Richtung erlauben: Die im Zigarettenanzünder nun immer mitfahrende 12V LED-Lampe im spritzwassergeschützten Edelstahl-Gehäuse, die für einen hellen Lichtkegel bis zu einer Entfernung von deutlich mehr als 5 Metern sorgt, hat nicht nur den "iF product design award 2007" gewonnen, sondern schafft mit ihrem blauen Ladelicht während der Fahrt auch innen die passende Farbgebung zum Fahrzeug ...

Endlich maßgeschneiderter Sonnenschutz ... Immer dabei: Archos 204 und 12V-Lampe ...

Nicht zuletzt sollte noch ein anderer "Neuer" erwähnt werden, der nun "hinten" im Explorer mitfährt: Für musikalische Unterhaltung sorgt der hervorragende MP3-Player Archos 204, der mit seinen 20 GigaBytes Platz für das gesamte Musikarchiv bietet. Über Sender oder Kassettenadapter an die Bordanlage angeschlossen muss nun auch künftig nicht mehr auf die jeweils angemessene Musikuntermalung verzichtet werden - wenigstens irgend etwas muss die Explorer Touren doch verschönern, wenn schon das Laptop-TV fast nie genutzt wird und auch keine Dusche an Bord ist ...

Erstes Fazit:

Der Ford Ranger hat sich als Nachfolger unseres legendären MD 21 bislang gut bewährt und hat derzeit alle Chancen, sich weiter nur beliebt zu machen. Er kann schließlich nichts dafür, wenn seine "Macher" ihn bislang nur unzureichend promoten sowie ungenügend mit Zubehör ausstatten und ihn damit zu einem Fahrzeug machen, das nach Einschätzung von Roadmaster der "vielleicht derzeit am meisten unterschätzte Pickup" ist.

Ebenfalls nichts kann er für unser Wetter, das in diesen Zeiten oft nur noch zwischen Wüstensonne, Monsunregen und Hagelschauern wechselt: Auf unserer Fahrt zum SCAM/Bremach-Treffen bei Murnau geriet er im Gegensatz zu seinem Vorgänger, dem das in 10 Jahren nie passiert war, bereits zum ersten Mal in einen Hagelschlag. Aber während rund herum Wohnwagen vollständig zerbeult und sogar Windschutzscheiben zertrümmert wurden, ließ sich der Explorer davon erwartungsgemäß überhaupt nicht beeindrucken und auch unseren Ranger zieren nun lediglich zwei oder drei (ganz) kleine Hageldellen auf der Motorhaube: Da sag mal einer was über´s dünne Blechle - oder war´s etwa nur Glück?

Und noch eine Frage bleibt natürlich: Fahren wir jetzt eigentlich doch ´nen "Ami" ..? 


1. Nachtrag, November ´07: Ergänzungen ...

Kaum war der Explorer runter vom Pickup und wieder gut verstaut für den Winter (), konnten wir den Rest erledigen, der vor dem Winter noch ausstand: Zunächst sollte einmal die Ladefläche beschichtet werden, da weder die in den vergangenen Jahren benutzte Gummimatte noch irgendwelche Ladeflächenwannen überzeugen konnten - überall schließlich findet das Wasser seinen gnadenlosen Weg ...

In der Zwischenzeit konnten wir sie nun also machen, die Ladeflächenbeschichtung: Die Rhino Linings Beschichtung überzeugt da eher als die anderen Lösungen und ebenfalls die Firma, die dieses in unserer Nähe erledigte: Die Weinmann Nutzfahrzeuge Vertriebs GmbH in Feldkirchen bei München macht dies zuverlässig innerhalb von 2-3 Tagen je nach Jahreszeit - wir waren sehr zufrieden  mit dem Ergebnis!

Die Rhino-Lining Beschichtung bringt´s ... ... und dazu noch ein Belding Hardtop ...

Und danach konnten wir es endlich montieren: Ein Belding Hardtop, wie wir schon eines zuvor 10 Jahre lang bei unserem Nissan Vorgänger zu unserer Zufriedenheit einsetzen konnten - nun also auf ein Neues bei unserem Ranger! Und Belding schaffte auch, was andere nicht konnten zu dieser Zeit: Neben einer zuverlässigen punktgenauen Lieferung auch ein Hardtop für unseren 1,5 Kabiner herzustellen, und das in der "unmöglichen" Farbe veridiangrün - was will man mehr!

Ach ja, noch was: Auch ohne Kabine und mit Zusatzfedern ist am Fahrkomfort des Rangers mit Hardtop nichts auszusetzen - ganz im Gegenteil: Wenn man mit dem Gaspedal so umgeht, wie es sein sollte, verhält er sich erwartungsgemäß. Und auch bei derzeit knüppelharten Schlaglöchern auf den Pisten rund um die Redaktion ist er durchaus erträglich - wer so etwas nicht aushält, sollte halt Cayenne fahren ...


2. Nachtrag, Mai ´08: Ein "EU-Personenschutzbügel" ist da ...

Nachgerüstet: ARB-Windenstoßstange ...Die Sache hatte uns keine Ruhe gelassen: Wie schon oben geschrieben, ist klar erkennbar, dass mit diesem einst "Bullenfänger" genannten und heute als "Wellnessbügel" umgewidmeten Ausrüstungsgegenstand wieder einmal eine Sau durch die EU-Bürokratendörfer getrieben wurde, die sich (wie so oft) mit Scheinproblemen befasst und in dieser Zeit zumindest die ahnungslose Öffentlichkeit von tatsächlichen Problemen ablenkt, um die sich niemand kümmert.

So geschehen mit dem angeblich in der Schweiz durch einen "Bullenfänger" getöteten Kind, bei dem sich herausgestellt hatte, dass dieses einem Range Rover in den Weg gelaufen war, der eine Schneepflugplatte montiert hatte. Somit ein sehr umstrittener Todesfall auf der einen Seite als Anlass für eine bürokratische Großleistung auf der anderen Seite, und das in Anbetracht von jährlich Tausenden von Verkehrstoten, gegen die man nicht wirklich etwas Ernsthaftes unternimmt.  

Also haben wir uns mit diesem Humbug nicht abgefunden und statt eines Wellnessbügels eben eine Windenstoßstange nachgerüstet: Fritz von Kayser-Offroad-Sachsen (ehemals offroad-academy), den wir auch bei der Abenteuer & Allrad 2008 in Bad Kissingen wieder getroffen haben, montierte dieses gute Stück von ARB für den neuen Ranger geradezu mustergültig und erledigte noch am selben Tag auch die fällige Eintragung - was will man mehr! Und klar, dass wir nun auch wieder eine CB-Funkantenne haben - Platz genug ist dafür jetzt vorhanden ...

Mehr zu unserer ARB-Stoßstange im Bericht vom Testival 2008


3. Nachtrag, Januar ´11: Markterfolg ...

Kaum sind einige Jahre vergangen, schon haben sich die Voraussetzungen von damals verändert!

Inzwischen haben sich viele neue Pickup-Käufer und solche, die es werden wollten, bei uns gemeldet und unsere aktuelle Meinung zum Ford Ranger alias "Redaktionsfahrzeug" angefordert - und sie waren offenbar nicht allzu überrascht, dass wir ihnen immer noch dasselbe sagen konnten wie früher: Wir sind mit diesem Fahrzeug unverändert sehr zufrieden ..!

Ranger im Einsatz: Korsika Herbst 2010 ... Ranger im Einsatz: München Winter 2010/2011 ...

Und auch die Nachfrage nach diesem Pickup hat sich mittlerweile - insbesondere auch bei den Wohnkabinenfahrern - in unsere seinerzeit dargestellte Richtung entwickelt: Zuladung, "Selbstmördertüren", Preis-/Leistungsverhältnis und mehr sprechen eben für die Fahrzeugalternativen Ford Ranger oder Mazda BT50 ...

In diesem Sinne freut es uns natürlich, wenn wir bei der Entscheidung behilflich sein konnten, auch wenn unsere obige Meinung bezüglich des Herstellers ebenfalls unverändert gilt - aber was soll´s, wenn man letztlich zufrieden ist mit seinem Fahrzeug und die Werkstatt so gut wie nie (außer bei der jährlichen Wartung) aufsuchen muss.

Hoffen wir, dass es auch weiterhin so bleibt!


4. Nachtrag, Juni ´15: Der Unterboden macht´s ...

Wir geben es zu: All die Jahre haben wir echt vergessen zu erwähnen, warum es auch heute - im Jahr 2015 (!) - unseren geliebten Ford Ranger als Basisfahrzeug immer noch gibt, der unverändert zuverlässig bei Bedarf seine Explorerkabine transportiert.

Autorostschutz: Bis heute erfolgreich ...Ja, da gibt es ein Geheimnis, ohne das es niemals möglich gewesen wäre, dieses Fahrzeug auch nach 8 harten Münchner Wintern problemlos weiter zu fahren - was unser guter alter Nissan seinerzeit ja schon kurz nach einer ähnlichen Nutzungsdauer kaum noch ermöglicht hätte.

Es war nicht das Problem, dass wir uns kein neues Trägerfahrzeug leisten wollten. Aber wir mögen einfach nicht andauernd neue, wieder mit noch mehr Elektronik vollgestopfte Kisten. Die dann auch noch von Version zu Version zuverlässig und idiotischerweise immer bis zu 10 cm und mehr länger werden. Und die man wieder für einen Kabinentransport herrichten muss.

Nein, wir wollen also das Teil so lange wie möglich nutzen und einen wesentlichen Anteil daran - wenn nicht den größten - hatte der Rostschutz unseres Unterbodens während der letzten Jahre. Ein Thema, das von den mit maximalem Streusalzverbrauch geprägten Münchner Wintern dominiert wird. Genau  deshalb lassen wir den Unterboden nun schon seit 8 Jahren erfolgreich bearbeiten. Und was soll man sagen, es funktioniert! Unsere Empfehlung aus Erfahrung: Autorostschutz Schuster in München macht´s!