Freitag,
14.08. - Barcelona und die Sagrada
Hochschrecken im Dunkeln: Draußen vor dem Balkonfenster blitzen Lichter
auf, ziehen beleuchtete Metallgerüste vorbei in gelben oder blauen Farben,
Scheppern und Qietschen ist von außen zu hören. Was ist da los? Dann
wird schnell klar: Es ist noch deutlich vor 0600, unserem geplanten
Anlegezeitpunkt in der spanischen Stadt Barcelona - und wir
rangieren noch im Dunkeln bereits wieder rückwärts vorbei an Ladebrücken
und Hafenkränen dieser Stadt in Anfahrt auf den Anleger. Es muss
Kapitän Möller wirklich Spaß machen, im Dunkeln mit seinem Riesenkahn
rückwarts durch so einen Hafen zu schippern, und dabei vielleicht gerade
wieder (zentimetergenau!) mit seinem winzig kleinen Steuerknüppel zu
navigieren ..?
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Barcelona:
Heute werden wir also die berühmte spanische Stadt wieder einmal besuchen,
es ist inzwischen das vierte Mal. Den Anfang machte tatsächlich auch
die erste AIDA-Tour mit unserem "Einsteiger-Schiff" AIDAmar.
Damals waren wir recht intensiv unterwegs in dieser
Stadt, unser Bericht über den Besuch
der Markthallen war nur ein Teil davon. Unser heutiges Hauptziel,
die Sagrada Familia, erreichten wir seinerzeit zu Fuß, bestaunten den
Bau dabei nur von außen und erstanden auch ein Souvenir für die
AIDA-Kellertour .
Das zweite Mal sah uns Barcelona zwei Jahre später, als wir 2015 dort unsere Weintour Languedoc-Roussillon starteten. Vier weitere Jahre dauerte es dann, bis wir zum dritten Mal dort auftauchten: Ebenfalls eine Weintour, diesmal ins Priorat, verschaffte uns sogar bei einem Streik die Gelegenheit, im privaten "Vorprogramm" in Barcelona u.a. auch die Umgebung der Stadt mit einem Montserrat-Besuch näher kennenzulernen.
Nun also das vierte Mal hier, und wieder haben wir ein gutes Gefühl, was diese großartige Stadt betrifft: Mit Sicherheit ein Ziel, das immer wieder einen Besuch lohnt, selbst wenn der nur bei einer Kreuzfahrt erfolgt!
Nach dem Frühstück machen wir uns wie gewohnt auf den Weg: Die großen
Kreuzfahrtschiffe legen in Barcelona am Hauptkai "Moll Adossat"
an, der nur rund drei Kilometer entfernt ist vom Stadtzentrum, zu dem
auch Port Vell
gehört, der alte Hafen von Barcelona. Die Shuttlebusse fahren für wenige
EUR hin und zurück von unserem Hauptkai direkt zu ihrer Endhaltestelle
am alten Hafen, ganz in der Nähe des
Kolumbus-Denkmals und des
World
Trade Center am unteren Ende der
La Rambla. Diese Haltestelle ist ebenfalls in der Nähe vom
Torre Jaume I,
dem markanten 107 Meter hohen Stahlturm, zu dem man immer wieder gern
hochblickt, um die über ihn verlaufende historische Hafen-Seilbahn mitsamt
der Passagiere zu beobachten. Mit dieser Seilbahn wollten wir eigentlich
schon seit Jahren immer mal fahren, daraus ist allerdings bis heute
nie etwas geworden und auch beim diesjährigen Besuch wird der Wunsch
wohl unerfüllt bleiben ... ![]()
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Was haben wir dann vor? Nun, auch heute soll ein eher bescheidenes
Program folgen: Zum einen soll diesmal der Besuch der Sagrada Familia
im Mittelpukt stehen, ein Event, das man vorausplanen sollte. Aufgrund
der endlosen Schlangen am Einlass tut man gut daran, einen Besuch bereits
vorab zu buchen, der unsrige ist für 12:45 Uhr festgelegt. Außerdem
soll auch ein Besuch im Turm des Gebäudes erfolgen, der ebenfalls gebucht
werden muss. Der ist heute für 13:15 Uhr angesetzt, eine halbe Stunde
nach Einlass in die Kirche. Enthalten ist dabei eine Fahrt mit dem Aufzug
hinauf, den Weg hinab muss man dann zu Fuß über eine endlose Wendeltreppe
selbst bewältigen ...
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Die An- und Abfahrten werden wir per "Barcelona BusTuristic" machen, eine großartige Gelegenheit zu einer bequemen Rundreise fast in der gesamten Stadt. Ein ausführlicher Fahrplan mit Schaubildern, an welcher Haltestelle welches Touristenziel bequem erreicht werden kann - warum gibt es derartige hervorragende Übersichtspläne eigentlich nicht auch in anderen Städten? Hat man so etwas z.B. in München jemals gesehen, wo bis vor einiger Zeit völlig hanebüchene Automaten im Bus nur zu Schwarzfahrten verführten? Eine Bildungsreise nach Barcelona könnte man manchen Verkehrsbetrieben in deutschen Städten nur empfehlen ...
Nach dem Besuch der Sagrada wollen wir dann die Rundreise vervollständigen,
die wieder am alten Hafen endet und mit dem Shuttle-Bus zurück zur
cosma führt. Die soll heute um 18:00 Uhr in Barcelona ablegen,
für 19:00 Uhr ist dann zur Erholung an Bord für uns die dritte und letzte
Massage angesetzt - wie wird das wohl dann mit dem Trinkgeld enden ..?
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Unser Tourbus startet direkt am Punkt 13 "World Trade Center" und bietet bereits eine hervorragende Möglichkeit, interessante Punkte Barcelonas bequem vom Busfenster aus zu betrachten, wobei über eine App auch Erläuterungen zu den Sehenswürdigkeiten in vielen Sprachen erfolgen.
Wir fahren vorbei am Schifffahrtsmuseum, das wir bereits 2019 bei unserer "Jagd auf die Ictineo II" besucht hatten. Es folgt das markante Hauptpostamt, danach die auffälligen Wohntürme "Illa de la Llum", die über Fassaden mit beweglichen Paneelen an den Balkonen verfügen, mit denen man Schatten, Sonneneinstrahlung und Belüftung individuell regulieren kann. Am Straßenrand versteckte Zelt-Gebilde von Migranten zwischen Bäumen und Hecken werden hier offensichtlich toleriert, wie man erkennen kann. Zwei prägnante Wolkenkratzer fallen beim Vorbeifahren ebenfalls auf, die mit wellenförmigen "organischen Glasfassaden" ausgestattet sind, die je nach Sonnenstand für ein dynamisches Lichtspiel sorgen sollen. Jede Etage verfügt über großzügige Balkone mit Glasbrüstungen, was den Bewohnern einen Panoramablick auf das Meer und die Skyline von Barcelona ermöglicht.
Unsere Fahrt führt auch durch das Viertel Poblenou, mittlerweile eines der größten Stadterneuerungsprojekte Europas. Das Viertel war im 19. und frühen 20. Jahrhundert industrielles Herz der Region mit der höchsten Fabrikdichte des Landes mit Textilfabriken, Druckereien und Metallwerkstätten. Alte denkmalgeschützte Backsteinfabriken und markante Schornsteine wurden dabei nicht abgerissen, sondern aufwendig saniert. Wir fahren vorbei an einem imposanten Backstein-Wasserturm, der einst diese Fabriken mit dem kostbaren Nass versorgte. Kurz vor der Ankunft bei der Sagrada Família stößt man noch auf ein weiteres Prachtstück der katalanischen Industriegeschichte, nämlich die historische Estrella-Damm Brauerei.
Wir werden über die Bus-Info aufgefordert sitzen zu bleiben, als wir uns der Sagrada nähern: Offenbar gibt es hier ansonsten ein derartiges Gedränge im Bus, dass man solche Ansagen ins Programm einbauen musste. So bleiben wir ganz entspannt sitzen, bis wir angekommen sind an unserem Zielpunkt 23 "Sagrada Familia" im Stadtteil Eixample: Das gewaltige Bauwerk befindet sich direkt gegenüber!
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Die Menschenmassen rund um dieses berühmte Touristenziel sind wie erwartet gewaltig, und noch können wir erst aus der Entfernung einige Blicke auf das auch von hier aus alles überragende Bauwerk werfen. Wir müssen noch mehr als eine halbe Stunde verbringen bis zu unserem gebuchten Einlasstermin und so wollen wir uns noch ein wenig die Füße vertreten vor der Besichtigung. So spazieren wir noch entlang der als "bezaubernde diagonale Allee" bezeichneten Avinguda de Gaudi, welche die Sagrada mit dem Hospital de Sant Paul verbindet, dem ältesten Krankenhaus Spaniens.
Leider können wir aus Zeitgründen vom vielfältigen gastronomischen Angebot auf dieser Allee keinen Gebrauch machen, allerdings ist noch Zeit für den Kauf vom Souvenir Magneten des heutigen Tages (Bild oben rechts): Barcelona, allerdings mit Parc Guell, zuletzt von uns besucht beim 2019er-Trip. Noch haben wir Zeit für einen Sprung ins historische Krankenhaus: Auch hier finden sich wieder viele Besucher ein, die besichtigen wollen, was im Jahr 1997 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt wurde. Der berühmte Sagrada-Architekt Antoni Gaudí wurde im Jahr 1926 von einer Straßenbahn angefahren und verstarb im Vorgänger-Krankenhaus dieses Hospitals, das wiederum ein Jahrzehnt später im Spanischen Bürgerkrieg der 1930er Jahre besondere Bedeutung erlangte.
Unsere Einlasszeit in die Sagrada ist gekommen und wir machen uns auf den trotz des Andrangs an diesem Eingang nur kurzen Weg durch die Sicherheits- und Taschenkontrollen, die wiederum denen am Schiff ähneln, als einwöchiger Kreuzfahrer hat man sich mittlerweile schon fast daran gewöhnt - Safety first ..! Aber dann endlich sind wir drin: In der Sagrada Familia!
Für diejenigen, die weder Wikipedia noch andere Infos langwierig studieren wollen, nur ganz kurz einige Infos:
Diese römisch-katholische Basilika mit ihren 18 (!) Türmen gilt als das Hauptwerk des katalanischen Baumeisters Gaudí. 1882 wurde mit der Krypta ein Bau begonnen, der bis in die Gegenwart andauert. Das Jahr 2035 wird aktuell als endgültiges Fertigstellungsjahr genannt. Mit Errichtung des Spitzenkreuzes überragt der 172,50 Meter hohe Torre de Jesuchrist (Christusturm) seit Februar 2026 alle anderen Kirchtürme der Welt. Aus Respekt vor der Natur sollte er allerdings auf keinen Fall den Montjuïc, den Hausberg Barcelonas mit seinen 173 Metern überragen. Am 10. Juni 2026, dem 100. Todestag Gaudís, wurde dieser Turm von Papst Leo XIV. eingeweiht. Die UNESCO nahm bereits 2005 die Geburtsfassade und die Krypta der Sagrada als Erweiterung des Weltkulturerbedenkmals Antoni Gaudí auf. Im Jahr 2010 schließlich weihte Papst Benedikt XVI. die Kirche und erhob sie zugleich zu einer "Basilica minor", ein Ehrentitel, den die Päpste seit dem 18. Jahrhundert an bedeutende römisch-katholische Kirchengebäude verleihen.
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Wenn man sich als kirchlicher Laie diesem gewaltigen Koloss nähert,
denkt man sicher oft: Was für eine großartige Kathedrale! Nun, wie wir
spätestens seit unserem Besuch bei einem ungewöhnlichen Rundbau wissen,
nämlich der Christkönig-Kathedrale von La Specia,
ist für diesen Begriff nur entscheidend, ob dort auch ein Bischofssitz
ist. Und genau das ist hier in Barcelona nicht der Fall, weshalb es
sich bei der berühmten Sagrada wie oben erwähnt "nur" um eine
Basilika
handelt, ein Begriff, der in diesem Zusammenhang wohl für "langgestreckte
Bauten mit hohem Mittelschiff und niedrigen Seitenschiffen" verwendet
wird. Und was für ein hohes Mittelschiff uns hier erwartet!
Um uns herum drängen sich die Hunderte von Besuchern, die man um
diese Zeit gleichzeitig ins Bauwerk lässt und die deshalb wohl auch
gefühlt noch einigermaßen erträglich versammelt sind. Überall steht
und staunt man nach oben, zur Seite, nach links und rechts oder nach
unten, das Auge schweift von einem Blickfang zum nächsten in allen Dimensionen.
Ob es nun gewundene Treppen, Säulen, Figuren, Verzierungen oder sonstwas
ist, man staunt: Verschwindet die eine oder andere Treppe irgendwo im
Dach, kommt da ein Jesus als Fallschirmspringer herunter oder doch eher
als Paraglider angeflogen?
Während man sich noch ungäubig umschaut, wird allerdings schon eines immer klarer: Es ist zwar hochgradig beeindruckend, was man hier sieht, aber wirkliche Ähnlichkeit und mit dem Gefühl im Inneren einer gewaltigen gotischen Kathedrale hat das hier eigentlich nichts zu tun. All diese irgendwie kunststoffähnlichen verdrehten Säulen und Figuren, die z.T. nicht von Gaudi selbst, sondern auch von anderen Künstlern nach seinem Tod geschaffen wurden, haben etwas gemein und man traut es sich fast nicht zu sagen: Es wirkt auf den Chronisten alles insgesamt wie Kitsch, und zwar wie "Kitsch as Kitsch can"! Ein Rummelplatz? Eine Ansammlung von Ungewöhnlichem? Verzeihung, viele Kunst- und Gaudi-Fans mögen entsetzt sein, wenn sich hier beim Betrachter während des Besuchs zunehmend ein Begriff festigt: Der eines Absurditätenkabinetts! Bevor viele Künstler Gaudi an diesem Bauwerk nachfolgten, hatte sich der Meister selbst zu Lebzeiten noch um eine Vielzahl unüblicher oder gar kurioser Ausstattungsgegenstände bemüht, die hier in der Basilika gezeigt werden: Man sieht Gegenstände vom Kerzenhalter bis zur Sitzbank, die alle irgendwelche Besonderheiten aufweisen - eine ganz eigene Welt von kirchlichen Kunstgegenständen ...
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Bevor es eine halbe Stunde nach Einlass wieder in die Warteschlange zum Aufzug nach oben geht, führt der Weg noch einmal kurz nach außen durch die wirklich beeindruckenden Tore der Basilika, wo Ordner den Fußgängerverkehr im Griff behalten. Dann heißt es sich anstellen und schon bald geht es mit Fahrstuhlführerin nach oben: Wer hier angekommen ist, sollte fit sein für die lange enge Wendeltreppe über zig Stockwerke nach unten.
Doch auf diesem Weg heißt es dann Haltmachen an allen möglichen Aussichtspunkten,
wo man die Wendeltreppe verlassen kann für einen weiten Blick nach außen
über viele Stadtteile Barcelonas und bis hinunter zun Hafen. Auch
der nähere Blick auf das gewaltige Bauwerk von Innen beeindruckt, selbst
wenn sich auch nun wieder beim Anblick der gewaltigen Verzierungen an
der Fassade, z.B. den "Turmfrüchtedekorationen", inspiriert
von "Natur und religiöser Symbolik", ein wenig die zuvor geschilderten "Kunst-Gefühle"
regen ...
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Wir verlassen nach der ausführlichen Besichtigung der Basilika das gewaltige Bauwerk und begeben uns wieder in die Führung der "Barcelona BusTuristic". Da wegen der nachmittäglichen Hitze nur wenige Fahrgäste oben "von der Sonne verwöhnt" auf dem offenen Oberdeck des Busses sitzen wollen, ist es unten im Bus so voll, dass sich der Chronist leider das Sonnenbad oben nicht entgehen lassen kann. Aber was soll´s, man sieht von hier aus tatsächlich besonders viel, versucht den Fahrtwind zu genießen und verzieht sich an der zentralen Haltestelle Placa de Catalunya, wo viele Fahrgäste den Bus verlassen, schleunigst wieder nach unten.
Und zu sehen gibt´s auch auf unserer Fahrt zurück wieder eine ganze Menge, selbst ein kleiner Ausschnitt gibt ein Gefühl davon, wie viele Anlässe man eigentlich hätte für einen weitaus intensiveren Barcelona Besuch als wir ihn hier bei unserer Schiffstour im Schnelldurchgang absolvieren ...
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Wir passieren den Nationalpalast am Fuße des bereits erwähnten Hausbergs Barcelonas. Im Palast ist heutzutage das Museu Nacional d'Art de Catalunya (MNAC) untergebracht. Das Gebäude wurde für die Weltausstellung im Jahr 1929 (EXPO) in Barcelona errichtet. Schon bald erreichen wir die Plaça d’Espanya mit einem Schmuckbrunnen in der Mitte und dem runden Einkaufszentrum Arenas de Barcelona, bei dem es sich um eine ehemalige Stierkampfarena handelt, die später in ein modernes Einkaufszentrum mit Aussichtsplattform auf dem Dach umgewandelt wurde.
Am Straßenrand kurz darauf das CaixaForum Barcelona, ein Museum, das ursprünglich Anfang des 20. Jahrhunderts noch als Textilfabrik diente und seit 2002 auch als dynamisches Kunst-, Ausstellungs- und Kulturzentrum genutzt wird.
Eine weitere Haltestelle: Der Haupteingag des Poble Espanyol (Spanisches Dorf) liegt ebenfalls an der Busroute, auffällig hier die Nachbildung der Torres de Ávila, der Stadtmauer von Ávila. Das Spanische Dorf wurde ebenfalls 1929 für die Weltausstellung erbaut. Heute handelt es sich hier um ein architektonisches Freilichtmuseum, das aus Nachbauten typischer Plätze, Gassen und Häuser aus verschiedenen Regionen Spaniens besteht, auf dem Gelände befinden sich Handwerksbetriebe (wie Glasbläser und Töpfer), Restaurants, ein Theater und das zeitgenössische Kunstmuseum.
Die Fahrt führt auch vorbei an einem Parkgelände, hinter dem sich der weithin sichtbare Funkturm Torre de Comunicacions de Montjuïc (auch Torre Telefónica) erhebt, der zwischen 1989 und 1992 für die TV-Übertragungen während der Olympischen Sommerspiele 1992 in Barcelona erbaut wurde. Die markante weiße Stahlkonstruktion misst mehr als 130 Meter und ist so geformt, dass sie einen Athleten darstellen soll, der die olympische Fackel hält ...
So könnte man noch lange weitermachen, aber irgendwann kommen wir
wieder an unserem Startplatz an, dem Punkt 13 "World
Trade Center", wo schon der Stahlturm der Hafenseilbahn signalisiert,
dass wir nun bald wieder an Bord sein werden. Und so ist es auch, der
Shuttle-Bus wartet praktisch schon auf uns, die kurze Fahrt zum Hafenterminal
und die vertrauten Einlasskontrollen können uns nicht aufhalten. Unser
Kabinenbalkon empfängt uns mit der gewohnten Hitzewallung, nachdem man
kurz das klimatisierte Schiffsinnere genießen konnte ...
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Pünktlich gegen 18:00 Uhr legen wir ab, diesmal ist eher ein "Industrieausblick" angesagt, als wir bei den gewohnten Abschiedsklängen an der Reling stehen. Langsam gleitet der Hafen Barcelonas an uns vorbei, das Mittelmeer wartet. Doch kurz bevor wir endgültig wieder hinaus auf See kommen, müssen wir noch ein gewaltiges Schiff passieren, das schon von Weitem sichtbar ist: Im Tele wird ein bekannter Name erkennbar, der oft mitsamt zugehörigem Schiff in der TV-Werbung für Kreuzfahrten erscheint: Vor uns liegt die MSC WORLD EUROPA, ebenfalls ein Schiffskoloss mit noch größeren Dimensionen als unsere cosma: Zwar ist die ca. 4 Meter länger, aber in den meisten anderen Maßen liegt die EUROPA vorn: Eine erheblich größere Tonnage, sie ist mit 47 Metern noch 5 Meter breiter, hat 2 Decks mehr und kann auch noch mehr Passagiere an Bord nehmen. Nach der Legend of the Seas nun noch dieser Klotz und dazu die cosma: Bei unserer ersten Kreuzfahrt vor nun 13 Jahren wären solche Dimensionen kaum denkbar gewesen!
Als wir uns dem Heck des anderen Kreuzfahrers nähern, bietet das Tele ein irgendwie unglaubliches Bild: Auf dem Freideck am Heck des Schiffes scheint sich ein wahrer Ameisenhaufen zu befinden! Sind das eigentlich noch nur Hunderte Menschen oder schon Tausende? Eine gigantische Ansammlung von Passagieren hat sich tatsächlich am Heck der EUROPA eingefunden, offensichtlich um unsere Vorbeifahrt mitzuerleben: Die ungeheure Menge an Menschen winkt und jubelt uns zu während wir langsam am Nachbarschiff vorbeigleiten. Viele Paxe auf unserer Seite revangieren sich inzwischen und so wird die Begegnung der beiden Kreuzfahrt-Giganten eine regelrechte Jubelorgie - nicht zu fassen!
Langsam wird die EUROPA kleiner, während ihr von der TV-Werbung bekannter Bug ebenfalls einen beeindruckenden Anblick bietet - unglaublich, was hier so herumkreuzt!
Die letzten Piers von Barcelona bleiben zurück und der gewohnte Bordabend nimmt seinen Anfang, gegen 19:00 Uhr beginnend mit den letzten Massagen, anschließendem Abendessen mit ausreichend Rotwein-Begleitung und auch noch kurzen Besuchen der verschiedenen abendlichen Vorstellungen - der Ausklang einer letzten Nacht auf dieser AIDAcosma ...
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Alles hätte eigentlich recht idyllisch enden können, ja wenn nicht
... alles anders geworden wäre durch die letzten Nachrichten! Wir bekommen
den allerersten Flug von mehreren morgen früh nach München zugeteilt,
und sollen offenbar in Anbetracht der frühen Abreise irgendwie unser
gesamtes Gepäck selbst durch das ganze Schiff zum Transferbus schaffen.
So muss man am letzten Abend schließlich noch für Action an der Rezeption
sorgen - und vorab sei schon erwähnt: Es wird noch ein langwieriges
Packen von Koffern heute Nacht, die zu guter (?) Letzt morgen früh bereits
um 0500 zum Abtransport bereitstehen sollen ...
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© 2026 J. de Haas







































































