Dienstag, 11.08.: Noch mehr Rundgänge
in La Spezia, Italien
Das planmäßige Ablegen in Ajaccio war gestern für 17:30 Uhr angesagt, die Ankunft in Italiens La Spezia für den heutigen Morgen um 06:30 Uhr - wieder eine ziemlich lange Nachtfahrt Richtung Nordost, aber eigentlich doch nur ein Mittelmeer-Katzensprung, oder?
Nun, die
Entfernung beträgt rund 260 km Luftlinie, aber da Korsika noch
nördlich umrundet werden muss, ist es
auf See natürlich schon eine längere Strecke, aber trotzdem: Braucht
man da etwa eine "Schleichfahrt"? Die "wirtschaftliche
Reisegeschwindigkeit" der AIDAcosma beträgt rund 32 km/h
bei maximal etwa 40 km/h, die natürlich normalerweise nicht gefahren
werden. Also kann man sehr "wirtschaftlich" vermutlich schon die
rund 13 Stunden unterwegs sein, die hier angesagt sind, also auch
irgendwie erklärlich selbst für Autofahrer ..!
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Wir sind also heute in der Hafenstadt La Spezia, der
Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in der italienischen Region Ligurien.
Zwar findet sich unser Frühaufsteher heute morgen bereits "angelegt"
an der Pier, aber ein Manöver interessiert nun besonders: Das
nahe Anlegemanöver eines wahrhaft "grandiosen" Kreuzfahrers, der mit dem
Heck zuerst in Richtung der cosma fährt und schließlich vor
deren Bug festmacht - eigentlich genau in "unserem" Infinity Pool,
wenn man´s genau nimmt und die Beweisfotos studiert ...
Die in der Tat beeindruckende MSC GRANDIOSA wird von uns genauer beobachtet, als es ums Anlegen und Festmachen geht: Zwar wissen wir zu diesem Zeitpunkt noch nichts von der unkontrollierten Irrfahrt der AIDAperla im stürmischen Hafen von Le Havre (siehe Nachtrag v. 10.09.26), was zur verspäteten Ankunft in Hamburg führt, aber eines ist auch heute morgen schon sicher: Die ordnungsgemäße Vertäuung dieser Riesendampfer ist von erheblicher Bedeutung!
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Wir halten in Bildern fest, wie die einzelnen Heckleinen nacheinander von Bord an Land gezogen werden, wofür Arbeiter mit Pickup an der Hafenmole zuständig sind. Inzwischen hat auch der Lotse angelegt und es geht weiter mit dem Transport in Richtung Bugleine - sehr interessant zu verfolgen!
Nun aber richtet sich der Blick auf die sonnenbeschienenen Höhen von La Spezia und auch ein entferntes Hafenbecken vor unseren Augen, dem man sofort ansieht: Die Hafenstadt ist ein wichtiger Marinestützpunkt in Italien und dort liegen "Exponate" vor Anker, nämlich außer Dienst gestellte Marineschiffe im "Museo Tecnico Navale" (Technisches Marinemuseum). Dies ist das bedeutendste Marinemuseum Italiens, das sich am Haupteingang des historischen Marinearsenals befindet und wegen dem wir überlegt hatten, es vielleicht zu besuchen.
Direkt von unserem Kabinenbalkon aus können wir bereits noch vor dem (wieder angenehmen!) Frühstück den geschäftigen Hafenbetrieb breobachten mit unaufhörlichen Be- und Entladevorgängen von dort in Containern gestapelten Gütern. Ebenfalls vor uns liegen einige Container, denen man ansieht, wie sie aussehen können, wenn hier mal was schief läuft. Genau gegenüber im benachbarten Hafenbecken liegt das Containerschiff MSC RADIANT III, das man im VesselFinder problemlos lokalisieren kann und tatsächlich: Er findet dieses Schiff aktuell genau hier im Hafen vor uns!
Mittlerweile hat man auch auf der GRANDIOSA begonnen, die Passagiere "auszuschiffen", wie sich vom Kabinenbalkon aus bequem verfolgen lässt. Man kann jetzt schon ahnen, wie auch wir uns wohl in Kürze busmäßig verfrachten lassen müssen, um aus dem Hafen hinaus zu kommen - für einen auch heute nur geplanten Rundgang in Hafennähe ...
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Und genau das wird bereits wenig später nicht unbedingt bequem und erfreulich sein: Nach dem Auschecken von Bord ist kein einfacher Landgang möglich, sondern man muss zunächst neben dem Schiff ziemlich lang in eine Richtung vorgehen, dann von einem Kehrpunkt aus ähnlich wie an einem Flughafen die selbe Strecke wieder genau parallel zurück, bis man endlich am Bus angekommen ist. Der soll einen nun hier wegbringen, aber wieder nur zur Eingangshalle des Hafengeländes: Eine ziemlich große Menge drückt sich dann vorbei in dieser Eingangshalle vom La Spezia Cruise Terminal endlich hinaus in die Stadt ...
Da man dabei (natürlich!
) auch an einem Souvenir Kiosk vorbeigeführt wird, kaufen wir bei
dieser Gelegenheit gleich mal den "Souvenir Magneten" für heute "LA
SPEZIA" (siehe oben). Doch wohin nun?
Nach wenigen Minuten steht man bereits gegenüber am Europa Park, dem Untergrundparkplatz im Stadtzentrum von La Spezia. Und dort fällt sofort das Straßenschild von der "Piazza Bayreuth" auf, wo man sich natürlich fragt, woher bitte sehr dieser Name denn wohl kommen mag? Man erfährt, dass der Grund hierfür eine langjährige Städtepartnerschaft mit der deutschen "Richard-Wagner-Stadt" Bayreuth ist. Denn der Komponist besuchte La Spezia im Jahr 1853, ein Sachverhalt, auf den wir hier auch später noch einmal stoßen werden ...
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Von diesem Platz aus geht es vorbei am Rathaus der Stadt (Palazzo Civic) und der Provinzverwaltung (Palazzo della Provincia) in Richtung eines etwas höher liegenden, recht auffälligen Rundbaus, der sich als eine berühmte "Kathedrale" des Ortes erweist.
Im Verlauf unserer Reise werden wir noch ein ein weiteres Mal zu klären haben, was eigentlich eine "Kathedrale" ist und eine "Basilika" im Gegensatz zu einer normalen "Kirche"? Aber heute geht es erst einmal um eine ungewohnte Art "Kathedrale", wenn man sich darunter bisher immer nur solche gewaltigen gotischen Bauwerke vorgestellt hat wie z.B. den Kölner Dom, Notre-Dame in Paris oder eine Kathedrale in Tours. Aber auch das hier in La Spezia ist eine solche, und zwar die offenbar berühmte Kathedrale von Cristo Re (Christkönig-Kathedrale), ein eher ungewöhnliches Bauwerk.
Da wollen wir natürlich hin, jedoch müssen wir vorher noch eine Hauptstraße überqueren und danach noch etlichen Treppen hinaufsteigen, bis wir vor dem Gebäude stehen, von dem aus man einen guten Ausblick auf die Stadt und den Hafen hat.
Das Innere dieser "Kathedrale" verblüfft einen "christlichen Laien" komplett, denn nie hätte man so etwas im Inneren erwartet: Der kolossale Rundbau verschlägte einem zunächst den Atem und auch die Stimme, als man bemerkt, dass hier jedes laute Geräusch ein merkwürdiges Echo erzeugt, ganz zu schweigen von einem Hustenanfall. Wie kann man hier eine Predigt halten? Die Architektur erscheint ziemlich einzigartig für eine Kirche zu sein und deshalb soll an dieser Stelle lediglich auf einen weiterführenden Link dazu verwiesen werden.
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Nach einem ausführlichen Rundgang durch dieses Gebäude machen wir
uns auf den weiteren Fußweg: Den Besuch des Marinemuseums haben wir
abgehakt, zum einen lädt weder die drückende Hitze zu weiten
Fußwegen ein, noch die kriegstreiberischen Machenschaften der
aktuellen Politkaste "daheim" und in der EU, die auch hier noch die
Stimmung für Militärisches nachhaltig beseitigen kann. Also wollen
wir stattdessen zu Fuß nur bis zum relativ nahen
Castello San Giorgio gehen, selbst wenn auch das eine alte
militärische Anlage ist: Eine Burg mit archäologischem Museum und
Artefakten aus der Vorgeschichte bis zum Mittelalter - aber vor
allem soll man von hier aus einen herrlichen Ausblick haben!
Der Fußweg durch enge Straßen, vorbei an vielen sehenswerten alten Gebäuden und mit immer wieder großartigen Ausblicken rundherum lohnt sich in jeder Hinsicht, auch wenn die Vorbeifahrt einer bis auf den letzten Platz gefüllten touristischen Bimmelbahn verdeutlicht, dass man das alles vielleicht auch bei dieser Hitze noch bequemer haben könnte ...
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Wir erreichen das Kastell und stellen fest, dass hier offenbar für verschiedene Ecken der Anlage auch verschiedene Eintrittsgebühren fällig sind - also nehmen wir nur ein Ticket für die Plattform mit dem Ausblick, zu mehr fehlt heute der Wille. Der Aufstieg über etliche Stufen lohnt sich auf alle Fälle: Neben verschiedenen alten Wachtürmen bietet dieser Ort tatsächlich einen fantastischen Ausblick auf die Umgebung der Hafenstadt. Neben den stillgelegten Schiffen im Hafenbecken des Marinemuseums, einer Art militärischen "Geisterflotte", gibt es auch jede Menge anderer Kähne, die sich an diesem Stützpunkt zu stapeln scheinen. Eines der vielen Exemplare vor der Kamera ist die F 599 Emilio Bianchi, eine moderne Lenkwaffen-Fregatte, die erst im Vorjahr in Dienst gestellt wurde ...
Interessanter der Blick dagegen ins Zivile: Von hier aus ist mit
Teleobjektiv natürlich "unser" AIDA-Dampfer ein lohnenswertes Ziel im
Hafen: Tatächlich kann man von hier aus erkennen, dass offensichtlich
viele Passagiere
an Bord geblieben sind. Pool-Bereiche und auch "unsere" Lanai Bar auf
Achterdeck 7 scheinen noch gut besucht zu sein!
Mit dem Fahrstuhl nach unten verlassen wir den Aussichtsbereich, ein
Mitarbeiter, der einen weiteren Aufzug gerade repariert, kommt
aufgeregt herausgeeilt mit dem Hinweis "keine Fotos" - weiß der
Henker oder er und sein Auftraggeber, warum auch immer ...
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Wir wollen nun in die Innenstadt, auf dem Weg nach unten passiert man ein weiteres "historisches" Gelände, den "Parco delle Clarisse": Eine öffentliche Grünanlage, in der sich die Überreste eines ehemaligen Klarissenklosters befinden, das im Zweiten Weltkrieg durch alliierte Bombenangriffe wegen naher Militäranlagen zerstört worden war. Dieser Bereich wurde nun wieder aufgebaut, um der Stadt einen "Ort der Begegnung und Kultur" zurückzugeben ....
Wir steigen über verschiedene Treppen wieder hinab in die Stadtmitte
und kommen zu zwei sehr markanten Punkten auf der Piazza
Sant'Agostino: Der erste
ist eine Bronzeskulptur, die den bereits oben wegen der
Städtepartnerschaft mit Bayreuth erwähnten Komponisten Richard
Wagner hier sitzend zeigt.
Er hat das rechte Bein über das linke geschlagen, die Hose ist dort zerrissen und der glänzende nackte Kniebereich des übergeschlagenen Beins scheint schon von unendlich vielen Händen betatscht worden zu sein. Wie man erfährt, soll diese Darstellung die Armut, Erschöpfung und harte Entbehrungen symbolisieren, die Wagner während seiner Reise im Spätsommer 1853 erlebte.
Vielleicht nicht zufällig sehen wir in der Nähe dieser Skuptur ein
weiteres Denkmal, das sich dem unbedarften Betrachter nicht wirklich
erschließt: Abgebildet wird hier ein weiblicher Oberkörper, der sich
einen Gegenstand mit einem großen runden Loch neben den Kopf hält.
Die Geschichte dazu wird allerdings immer interessanter, je mehr man sich damit befasst: Zu sehen ist hier Virginia Oldoini, besser bekannt als die Contessa di Castiglione, die auch in La Spezia aufwuchs. Dass sie gelegentlich im selben Kontext wie Richard Wagner auftaucht, liegt an gewissen historischen sowie kulturellen Überschneidungen im 19. Jahrhundert. Beide hielten sich in den 1850er und 1860er Jahren im Umfeld des Hofes von Kaiser Napoleon III. in Paris auf. Virginia Oldoini war Mätresse des Kaisers und galt als "diplomatische Agentin", Wagner versuchte zu der Zeit seine Opern beim Pariser Publikum und am kaiserlichen Hof zu etablieren.
Die Platte mit dem Loch stellt ein "Passepartout" dar, einen kleinen
Papprahmen für Fotos, den Oldoini als frühe "Fotografie-Ikone" in der Hand hält. Hintergrund
ist ein
berühmtes Foto, das ihr ganz "persönlicher" Fotograf
Pierre-Louis Pierson aufnahm und das als Vorläufer der
"inszenierten" Fotografie sowie der "Selfie-Kultur" gilt. Einen
gelungenen Eindruck dieser schillernden Dame vermittelt ein
kurzes Instagram-Video, das man sich nicht entgehen lassen sollte ...
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Nun muss aber dringend der heftige Bierdurst gestillt werden, der
inzwischen aufgekommen ist: Man muss nun schauen, wo man ein
geeignetes Plätzchen findet, hilfreich ist dabei die Anzahl der
Gäste unter den diversen Sonnenschirmen bei der herrschenden Hitze:
Wo keine oder nur wenige Leute sitzen, sind die Preise umgekehrt
proportional hoch, wie man feststellen kann. Wir landen
schließlich sogar auf einer Schattenseite dieser Piazza und
können noch für vertretbare "Wiesnpreise" zu Wasser, Wein und Bier
kommen ...
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Nun wird es aber wieder Zeit für uns, zum Schiff zurückzukehren:
Vorbei an sehenswerten Fassaden nähern wir uns dem Hafengelände und
dem Cruise Terminal, wo diesmal eine besonders intensive Kontrolle
beim Einchecken stattfindet: Der Chronist ist vom Donner gerührt,
als plötzlich sein Schweizer Messer in der Hosentasche beanstandet
wird! Es kann doch wohl nicht wahr sein, dass man inzwischen auch
ein Kreuzfahrtschiff nicht mehr mit einem Taschenmesser in der
Hosentasche betreten darf, oder? Sind jetzt auch die Italiener
vollkommen durchgeknallt? Eigentlich hatte man als das bekloppteste
EU-Land eher ein anderes in Erinnerung, aber nun das hier? War
vielleicht diese Crew bisher am Flughafen tätig, oder was? Eine
zweite bärbeißige Gestalt wird zur Prüfung des offenbar
beeindruckenden Schweizer Messers hinzugezogen und als Betroffener beginnt man sich jetzt vorzustellen, wie es wohl wäre,
wenn künftig auf einem Schiff mit zigtausend Passagieren vielleicht
auch die Küchenmesser verboten wären ..?
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Man wäre aber nicht in Italien, wenn die besagte bärbeißige Person,
die offenbar Entscheidungsgewalt über das weitere Vorgehen hat,
nicht auch eine passende italienische Lösung für das "Problem"
finden würde: Mit
gewissem Murmeln wird bedeutet, das Taschenmesser unauffällig in das
mitgeführte Wenger Täschchen zu stecken und dessen Reißverschluss
zuzuziehen. Und man soll wohl nun möglichst zügig mit dem Teil die Kontrolle
verlassen
und an Bord gehen. Gern folgt man einer solchen unausgesprochenen
"Empfehlung" und
begibt sich möglichst normal in die weitere
Eincheckprozedur an Bord - und die klappt! Das Gute an der ganzen
Angelegenheit: Niemand wird verletzt und auch das
Schweizer Messer richtet während der weiteren Seereise keinerlei Schäden
an!
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Zurück an Bord erwartet uns das inzwischen schon gewohnte Treiben und auch die
Vorgänge außerhalb im
Hafen werden weiter vom Kabinenbalkon aus beobachtet: Es stellt sich
heraus, dass das Containerschiff
MSC RADIANT III offenbar gerade nicht be- sondern vielmehr entladen wird
(hatte man aber nicht vorher schon Beladevorgänge
gesehen?). Egal, die werden schon wissen, was sie da in welcher
Reihenfolge und überhaupt machen, oder? Auch einer vom Personal da
drüben wird nun mit Teleobjektiv genauer betrachtet: Sitzt der da nicht
auffällig oft einfach nur rum und wartet an seinem Kran und seinem Container ..?
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Und dann ist noch was zum Lachen beim Rumschauen mit dem Tele, aber eigentlich ist Militärisches ausgerechnet heutzutage doch überhaupt nichts zum Lachen, oder? Aber es kommt die Frage auf: Hat Italien eigentlich Flugzeugträger? Nee, ernsthaft, und mal ganz ehrlich: Wer hätte gedacht, dass es die tatsächlich gibt? Nein, die Frage war ernst gemeint und wird nicht ohne Grund gestellt: Beim Tele-Rundumschauen vom Balkon aus fällt nämlich noch so ein Marine-Schaustück ins Auge, und nicht zu glauben: Dabei handelt es sich um einen italienischen Flugzeugträger, mehr noch, die in La Spezia stationierte Trieste (L9890), die auch das aktuelle Flagschiff der Flotte und das größte von zwei aktiven Flugzeugträgern des Landes ist!
Donnerwetter, manchmal kommt man unterwegs aus dem Staunen nicht
mehr raus, was es alles gibt! Die Trieste ist ein "amphibisches
Angriffsschiff" mit einem 230 Meter langen, durchgehenden Flugdeck
und kann somit neben seinen Aufgaben als Hubschrauberträger auch als
Flugzeugträger operieren. Die Indienststellung erfolgte offenbar
erst Ende 2024, fast ein Jahrzehnt nach seiner Bestellung. Wen oder
was mag man damit wohl angreifen wollen ..?
(Nachtrag, 18.09.26: Kaum hat man das hier
geschrieben, gibt es bereits die Antwort darauf: Wie gestern bekannt
wurde, schickt die italienische Regierungschefin Meloni ihre Marine
aktuell in den
Kampf gegen die Huthis im Jemen, weil man nicht auf eine
"Entscheidung der schwerfälligen Bürokratie in Brüssel" warten will!)
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Das Ablegemanöver erfolgt planmäßig gegen 18:30 Uhr und leider kann
man dabei nicht den so gern gehörten Ablegesong genießen, denn zur
selben Zeit ist wieder Termin auf Deck 8: Die zweite Massage bei der schon
bekannten Dame mit den
vielen Trinkgeld-Zetteln wird absolviert und entschädigt natürlich
voll für den entgangenen Musikgenuss beim "in See stechen" ...
Nach Rückkehr in die Kabine bleibt nur der Blick zurück auf die
inzwischen hinter uns liegende italienische Küste ...
Der Abend verläuft wieder mit dem inzwischen schon gewohnten umfangreichen Unterhaltungsprogramm, und auch das Abendessen heute im Markt-Restaurant passt wie gewohnt. Es wird langsam dunkel und spät am Abend wirft man gern noch einen Blick hinaus auf das beleuchtete Außendeck 7 unten und hinaus auf die dunkle See. Es ist fast 23 Uhr, als uns in größerer Entfernung ein anderes Schiff entgegen kommt. Bei weiterer Annäherung kann man es eindeutig als Kreuzfahrtschiff identifizieren, zu auffällig ist die nächtliche Rundum-Beleuchtung, als dass es sich um eine andere Art von Schiff handeln könnte. Einige Teleaufnahmen sind natürlich fällig, so kann man später vielleicht in aller Ruhe klären, wer sich da an uns vorbei geschlichen hat, denn außer dem Rauschen der See dringt kaum ein Laut selbst vom tief unter uns liegenden Deck herauf ...
Noch ist auch nicht abzusehen, dass sich bei der späteren Klärung herausstellen wird, dass uns soeben das größte Kreuzfahrtschiff der Welt passiert hat, nämlich die Legend of the Seas. Und ebenfalls wird sich dabei mal wieder zeigen, wie merkwüdig doch manchmal "Gespräche" mit der KI ablaufen können, wenn man z.B. so etwas wie die Fragen um dieses Schiff betrachtet, die wir anschließend dokumentiert haben (siehe Aufzeichnung).
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Aber heute Nacht ist das alles nicht so wichtig, denn morgen gibt´s ja endlich das Ereignis, weswegen wir und wohl sehr viele Andere eigentlich hier an Bord sind: Die gespannt erwartete totale Sonnenfinsternis im Mittelmeer - am Wetter sollte es dabei nun wirklich nicht mehr scheitern!
Wird fortgesetzt!
© 2026 J. de Haas
Anm. der Red.: Weitere Beiträge von Jürgen de Haas finden sich in unserer Autorenübersicht!






































































