Was will man zum (Rot-)weinland Frankreich noch groß sagen? Der französische Wein - er stammt ganz einfach aus einem, nein vielleicht dem Mittelpunkt der Weinwelt. Die Vielfalt der französischen Weine ist Legende, und ganz gleich, ob wir den 5-Liter-Weinschlauch zum täglichen Zapfen im Keller betrachten oder die ganz normale Flasche mit dem Roten: Wir sind zumeist immer begeistert, wenn er denn richtig ausgesucht wurde.
Das hohe Ansehen Frankreichs als Weinerzeuger der Spitzenklasse beruht
selbstverständlich auf der Klasse seiner vielfältigen Tropfen: Sowohl der
Bordeaux als auch der Burgunder sind schlechthin Inbegriff für die höchsten
Weihen der Weinwelt. Frankreich ist nicht nur das Land mit den am genausten
bestimmten Weingebieten, es wurde auch für viele Gegenden der Welt zum Vorbild.
Sowohl die geologische als auch die klimatische Vielfalt macht Frankreich zu
einer der interessantesten Weinregionen weltweit.
Alle international bedeutenden Rebsorten stammen aus Frankreich oder wurden zumindest dort zum Vorbild für Weinstile, die in vielen Ländern der Welt Nachahmer fanden - neben Italien und Spanien ist Frankreich trotz aller aktuellen Probleme, die durch den Rückgang des heimischen und auswärtigen Absatzes bedingt sind (Stand 2004), nach wie vor die Großmacht im Weinanbau überhaupt.
Der Rückgang des Absatzes hat vor allem einen Grund: Die Weine sind den Konsumenten zu teuer, wobei manchmal auch Preis und Qualität in keinem vernünftigen Verhältnis stehen. Die Grand Crus aus den Spitzenlagen des Bordelais und des Burgunds erfreuen sich zwar nach wie vor der Wertschätzung bei allen Weinkennern, doch bei der Masse der normalen Qualitäts- und Landweine sieht dies schon zum Teil anders aus: Diese können in Bezug auf Preis und Qualität manchmal nicht mehr mithalten mit der Konkurrenz aus Übersee.
Erwogen werden mittlerweile verschiedene Maßnahmen, die von der
Stilllegung von Rebflächen bis hin zur Neuordnung der
AOC-Gebiete reichen
könnten (siehe unten). Auch die bisher nicht übliche bzw. erlaubte Angabe der
Rebsorte auf der Flasche wird möglicherweise demnächst den internationalen
Gepflogenheiten weichen: Dann könnten wir vielleicht endlich auch bei
französischen Rotweinen auf langwierige Recherchen verzichten, um deren
Rebsorten festzustellen!
Zur Auswahl der Region die farblich markierte Fläche anklicken!
Frankreich hat wie auch die anderen EU-Länder ein Klassifikationssystem, das mit zunehmend höherer Stufe auch zunehmende Einschränkungen bezüglich Herkunftsort, Rebsorten und Anbaumethoden vorsieht. Eine Qualitätsgarantie sollte man damit allerdings nicht verbinden, besagt doch die höchste Einstufung AOC lediglich, dass der Wein aus dem Bereich stammt, der auf dem Etikett angegeben ist und entsprechend den gesetzlichen Vorschriften hergestellt wurde.
Auch bei der französischen Klassifizierung werden 4 Gruppen unterschieden:
AOC, AC: Die oberste Stufe der Klassifikation unterliegt eng gefassten Vorschriften, nach denen im betreffenden Bereich nur bestimmte Rebsorten angebaut und vorgeschriebene Maximalerträge erzielt werden dürfen (Appellation d´Origine Controlée).
VDQS: Etwas reduzierte Abwandlung der AOC-Klassifikation, die allerdings nur einen verschwindend kleinen Anteil an der französischen Gesamtproduktion hat (Vin Délimité de Qualité Supérieure).
Vin de Pays: Landweine recht weit gesteckter Regionen, die typisch sein sollen für den Charakter derselben. Wie auch in anderen Ländern bevorzugte Kategorie innovativer Weinmacher.
Vin de Table: Der einfachste Wein, bei dem auf dem Etikett keine Region genannt wird und der häufig aus allen möglichen Erzeugnissen des Landes zusammengemischt wird.
Frankreich und seine Regionen werden uns als (Rot-)Weintrinker mit Sicherheit auf die Probe stellen!
Vorgestellte Regionen:
Bordeaux (November 11)
Burgund (Januar 09)
Elsass (März 09)
Korsika (März 11)
Languedoc-Roussillon (November 04)
Loire (März 09)
Rhône / Provence (Januar 11)
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