Frankreich Frankreich: Loire 2017

Schlösser und Wein ...


Auf an die Loire!

Schon seit langem lockt der Jardin de la France (Garten Frankreichs), das wunderschöne Loire-Tal mit seinen Schlössern und Weinen. Die Loire ist nicht nur der längste Fluss Frankreichs, sondern um sie herum befindet sich auch eines der größten Weinanbaugebiete des Landes ...

Die Verlockungen der Loire ...

Seit dem 15. Jhdt. trägt die Region die Spitznamen Jardin de la France bzw. Verger de la France (Obstgarten Frankreichs), was nicht nur die Fruchtbarkeit zum Ausdruck bringen soll, sondern auch das schöne Lebensgefühl in der Region, das sich in den Schlössern und Gärten wiederspiegelt.

... Arbeit für den Winter ..?So kommt es gerade recht, dass Gerhild Burkard - wie schon so oft - gegen Ende Oktober 2017 zu einer Weinreise einlädt: Und da die Region so viel zu bieten hat, machen wir uns wie üblich schon einige Tage zuvor auf den Weg an die Loire ...

Denn es locken nicht nur köstliche regionale Speisen und Weine, sondern auch die unglaublich vielen Schlösser und Burgen (ca. 400), die von Macht und Prunk vergangener Zeiten zeugen. Zwar wurden hier während der Französischen Revolution die Bauten schwer beschädigt und geplündert, aber es wurde auch wieder viel restauriert.

Da wundert es wohl kaum, dass hier wieder allerlei Modellbaubögen eingesammelt werden um den heimischen Modellkeller an langen Winterabenden zu erweitern ...

Doch zunächst geht es wie üblich mit dem Flieger nach Paris: Wir haben mehrere Stunden Aufenthalt und rings um den Bahnhof am Flughafen gibt es wenig, womit man sich die Zeit vertreiben kann. Durch das Gepäck ist man nun auch nicht gerade sehr mobil. So streichen wir nur durch den Flughafen und beobachten andere Reisende. Wir sind froh, die Zugkarten bereits online beschafft zu haben, denn vor den Automaten am Bahnhof sind lange Schlangen, Reisende nach Paris müssen hier ihre Tickets ziehen.

Am Piano, das üblicherweise den Reisenden in französischen Bahnhöfen zur Verfügung steht, klimpern heute nur wenig begabte Pianisten mehr oder weniger lustlos herum ...

Endlose Flure, trostlose Kunst ... Zeitvertreib am Piano und am Ticketschalter ...
Charles de Gaulles - hinaus in die Welt, wir wollen aber zur Loire ...

Die Anzeigetafeln machen deutlich, dass man von hier aus in die ganze Welt reisen kann. Dennoch wirkt hier alles etwas trostlos, die endlosen relativ leeren Flure, die eiligen Passagiere, die leeren zugigen Bahnsteige, wo man erst kurz vor Einfahrt des Zuges mit dem Ticket Zutritt hat - dazu noch eine Kunstinstallation aus Eimern, die die trübe Stimmung massiv betont. Reiselust wird hier nicht gerade verbreitet ..!

Jede Menge Gepäck im TGV, immer wieder raus und rein ...Doch endlich kommt unser TGV nach Tours - pünktlich, für deutsche Reisende immer mit etwas Erstaunen verbunden. Man findet seinen Waggon schnell, denn hier kommen die Züge stets in richtiger Reihenfolge an. Der Begriff "Umgekehrte Wagenreihung" ist im Französischen wohl unbekannt.

So schön die TGVs sind, viel Gepäck sollte man nicht dabei haben, denn der Stauraum ist rationiert. Hat man seinen Sitzplatz weit hinten im Waggon, so sitzt man recht weit entfernt von seinem Koffer und muss darauf vertrauen, dass niemand damit abhaut ...

Was nicht verstaut werden kann, lassen die Passagiere einfach im Ein-/Ausstiegsbereich stehen: Das kann dann auch durchaus mal ein Rollstuhl oder ein Kinderwagen sein. Und wir beobachten von Station zu Station immer den gleichen Ablauf: Wie Passagiere geduldig fremdes sperriges Gepäck auf den Bahnsteig wuchten, damit der Zug verlassen werden kann, und dann vor der Abfahrt alles wieder reinhieven. Immer findet sich einer, der das Ganze organisiert, wir sind erstaunt über so viel soziales Engagement.

Der Schaffner versucht ununterbrochen den Ein-/Ausstiegsbereich frei zu bekommen, aber auch er sieht ein, es ist sinnlos, denn wohin soll das ganze Gepäck, wenn die wenigen Ablagen schon überquellen ..?

Im Zugrestaurant gibt es reichlich Platz, eine Erholung von den überfüllten Großraumabteilen. Man läuft durch den Zug, überall Passagiere aus aller Herren Länder. Der Schaffner sucht sich aber in dem Multikulti-Pulk zielsicher jemand vom Explorer Team aus, befragt ihn, wo er eigentlich seinen Sitzplatz hätte, verlangt nach dem Ausweis und Ticket und lässt ihn nach ausgiebiger Kontrolle dann weiter gehen. Niemand anderes wird so kontrolliert. Es wird für immer ein Rätsel bleiben, was den Schaffner eigentlich so alarmiert hat, dass er diese Personenkontrolle für notwendig hielt ...

In Tours kommen wir pünktlich an (das ist hier wohl der Normalfall) und steigen um in den Regionalzug nach Blois. Unweit des Bahnhofs in Sichtweite des Schlosses beziehen wir unser Hotel ...

Es geht weiter:

Fortsetzung folgt!


Hinweis: In diesem Bericht sind hinter den umrahmten anklickbaren Bildern abweichende Großbilder hinterlegt!


© 2019 Sixta Zerlauth