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Rundreise mit "Tripline"-Doku (Backup-Version)


3-Ländertour mit Burgbesuch

 

8 days 8 places 341 miles (549 km)

   

1 München

Sat, Sep 08, 2018 9:00 am

Smilie in Einheitsgröße !???

Auch an diesem Tag beginnt die Reise in der "Zentrale" des Explorer Magazins - dieser Trip soll der letzte des Jahres werden, bevor die Kabine wieder für den Winter abgenommen wird. Schon seit Jahrzehnten dasselbe Spiel: Im Frühjahr rauf auf den Pickup mit dem Teil (siehe Bild oben), im Herbst oder Spätherbst dann wieder herunter mit ihr. Wenn wir Glück haben, folgen jedes Jahr etliche Touren "mit" Explorer, in weniger guten Jahren (davon gab es mittlerweile auch das eine oder andere) blieb die Kabine dann (sehr selten) schon mal ganzjährig "eingemottet".

Das Jahr 2018 brachte bereits ein paar Touren mit Pickup und Kabine mit sich, und heute soll dann schließlich die letzte des Jahres beginnen: Endlich einmal die größte (?) und längste Burg Europas besuchen, zu der uns bisher noch keine Tour führte. Danach wollen wir über das österreichische Waldviertel und Tschechien bei dieser Gelegenheit auch nach Tittling fahren, wo wir erstmals das Pritz-Treffen besuchen und einer Verabredung folgen werden. Also eine mehr oder minder "Rundtour" steht damit zum Saisonausklang auf dem Programm ...

Da dies unser erster Testbeitrag mit "tripline" ist und wir diesen Rundkurs auch auf der Karte "ordentlich" darstellen möchten, haben wir als Ausgangspunkt ganz einfach "München" angegeben, obwohl wir etwas im Osten davon angesiedelt sind. Um Anfangs- und Endpunkt in der Grafik nicht übereinander zu legen, haben wir als Endpunkt dann noch den Münchner Hauptbahnhof ausgewählt, den wir zum Tourende zwar nicht ansteuern wollen, der uns aber von tripline u.a. als Punkt neben "München" zusätzlich angeboten wurde. Nun also auch in unserer Kartenübersicht ein Rundkurs - geht doch, oder?

Selbstverständlich hätten wir unseren Ausgangs- und Endpunkt auch genauer angeben können, aber für unseren Test muss das nicht sein. Hier gehörte eigentlich auch ein Smilie hin, aber im Text kann man die noch nicht unterbringen, alle Bilder wie auch ein Smilie werden in der Übersicht auf Einheitsgröße gebracht und dann nebeneinander ohne individuelle Beschriftungsmöglichkeit über dem Text angeordnet (siehe oben) ...

Nun aber endlich los, auf in Richtung Osten, allzu weit ist der nächste Punkt und damit der Beginn unserer "3-Ländertour" mit Burgbesuch ja nicht!

2 Burghausen

3:00 pm

Unsere Fahrt Richtung Osten nach Burghausen über die B12 und die A94 verläuft - abgesehen von den hierzulande üblichen Staus - relativ problemlos. Wir wollen recht stadtnah auf dem dortigen Womo-Stellplatz bleiben, der sich am heutigen Samstagmittag noch als recht leer erweist: https://www.visit-burghausen.com/buchen/wohnmobilstellplatz.html

Man kann dort (nach aufwändiger Schlüsselbeschaffung in der Stadt) die Waschräume der Freizeitstätte auf der anderen Straßenseite benutzen, wo sich gegen Abend bereits eine größere Gruppe zum Nachwuchs-Feiern angesagt hat.

Rund 400 Meter entfernt gibt es auch zwei Gaststätten, die wir mit Sicherheit ebenfalls besuchen werden bei unserem Aufenthalt hier, immerhin ist der Ort selbst zu Fuß doch ein ganzes Stück entfernt.

Vorbei am empfehlenswerten Lokal "Da Claudio", von wo aus man bereits auf den gegenüberliegenden Höhen die ausgedehnte Burganlage betrachten kann, führt uns der Weg nun hinunter in die Stadt Burghausen: https://www.visit-burghausen.com/

Wir spazieren zunächst entlang am Ufer der Salzach, die dem Ort direkt an der bayrisch-österreichischen Grenze auch die Bezeichnung "Salzachperle" verschafft hat. Dass hier schon eine gehobene Wohngegend am Rande der malerischen Altstadt vor uns liegt, erkennt man bereits nach wenigen Metern. Über allem erhebt sich die beeindruckende Hauptburg, die den Anfang der gewaltigen Burganlage markiert. Irgendwie passend zu diesem Anblick ein Mini-Diorama, das kleine "Guckkästchen Burghausen", das wir später im Burgmuseum für den Modellkeller mitnehmen werden (letztes Bild oben).

Ein erster Rundgang führt uns heute allerdings nur weit in die Stadt hinein, da wir die Burg selbst erst morgen besuchen wollen.

Der Fußweg zurück zum Stellplatz erweist sich am Nachmittag als recht umfangreiche Wanderung - zum Glück haben wir ja gegen Abend die Möglichkeit, das erste Lokal in der Nähe unseres Platzes zu testen und so einen weiteren Gewaltmarsch zu vermeiden ...

3 Burg zu Burghausen (Kurzfassung)

Sun, Sep 09, 2018 10:00 am

Wir erklimmen die 420 Meter hoch gelegene Hauptburg von Süden, hier führt ein Fußweg von der Altstadt hinauf, einen Kilometer weiter nördlich ist der Eingang zum fünften und letzten Vorhof der Burg ebenerdig. Die Festung erstreckt sich in nordsüdlicher Richtung über einen langen und schmalen Bergrücken, der die Salzach und die Altstadt vom gegenüber liegenden Wöhrsee trennt.

Mit einer Länge von 1.050 Metern haben wir die längste Festungsanlage Europas vor uns, laut Guiness-Buch wird sie auch als längste Burg der Welt bezeichnet. Die Lage auf diesem Bergrücken war im Verteidigungsfall sehr vorteilhaft und deshalb wurde die Burg wohl niemals militärisch erobert.

Der Weg nach oben endet im ersten von fünf Vorhöfen hinter der Hauptburg, zu der wir für unseren Rundgang vorgehen (siehe dazu auch unsere bei Tripline erforderliche Ergänzung "Darstellung Burgbesuch"). Die Hauptburg stammt aus dem Hochmittelalter, als sie unter der Herrschaft der Wittelsbacher massiv ausgebaut wurde. Hier befindet sich unter anderem auch das Burgmuseum. Die beste Darstellung der Gesamtanlage einschließlich aller Vorhöfe findet sich auf der Webseite der Burg unter https://www.burg-burghausen.de/deutsch/hoefe/index.htm

Wir pausieren in dem im ersten Vorhof gelegenen Burgcafé. Gestärkt machen wir uns anschließend auf den Weg von Vorhof zu Vorhof - beeindruckend die lange Brücke zwischen dem ersten und dem zweiten Vorhof, von der aus sich fantastische Ausblicke auf die Umgebung und die Altstadt bieten.

Im Spätmittelalter wurde die Burganlage ausgebaut und erhielt ihren heutigen Charakter. Angst vor den anrückenden Türken führte gegen Ende des 15. Jahrhunderts zu einem besonders starken Festungsausbau. Im Laufe der Zeit entstand eine in sich geschlossene, großzügige Wehr- und Wohnburg mit größeren Gärten und auch einer Kirche auf dem Gelände.

Ebenfalls massiv verstärkt wurde die Anlage in der Neuzeit: Während des Dreißigjährigen Krieges erfolgte dies insbesondere vor den im Jahr 1632 anrückenden Schweden. Im 18. Jahrhundert wurden die Außenwerke entsprechend der Pläne des Festungsbauers Vauban erweitert, der uns bereits an unterschiedlichsten Orten begegnet ist, so z.B. in Luxemburg und Frankreich:

https://www.explorermagazin.de/frankreich/burgund09.htm
https://www.explorermagazin.de/frankreich/canal161.htm
https://www.explorermagazin.de/rziele/luxem15.htm

Während der napoleonischen Besatzung Anfang des 19. Jahrhunderts wurden sämtliche nördlichen Außenwerke der Festung durch französische Truppen abgerissen, seitdem ist diese Seite problemlos ebenerdig zugänglich. Napoleon erklärte die Festungsanlage schließlich für veraltet.

Wir machen uns auf den langen Rückweg zu unserem Stellplatz: Beim nahen Lokal "Da Claudio" haben wir noch einmal die Gelegenheit, die gewaltige Burganlage in der zunehmenden Dämmerung betrachten zu können.

4 Groß Gerungs

Mon, Sep 10, 2018 2:30 pm

Es geht hinüber nach Österreich, wieder einmal wollen wir die Natur des Waldviertels genießen. Zu diesem Zweck steuern wir das Waldviertel-Camping an, das sich durch positive Kritiken auszeichnet: http://www.gasthof-einfalt.at/

Dass sich hier auch eine Endstation der Waldviertelbahn befindet, mit der wir unbedingt eine Fahrt unternehmen wollen, lässt den Aufenthalt hier zusätzlich sinnvoll erscheinen: https://www.waldviertelbahn.at/

Am abgelegenen Platz angekommen ist die Enttäuschung riesengroß: Einer von mehreren Ruhetagen ist angesagt, weder die Rezeption ist geöffnet noch das besonders hervorgehobene Restaurant am Platz - mit einem Wort: Tote Hose!

Nach kurzer Unterredung mit einem österreichischen Camper, der uns empfiehlt, weiter nach Gmünd zu fahren, folgen wir dessen Ratschlag: Nichts wie weg und weiter!

5 Gmünd

5:00 pm

Wir erreichen am späteren Nachmittag Gmünd, das als Zentrum des oberen Waldviertels gilt: https://www.waldviertel.at/alle-orte/a-gmuend

Der zum Hotel Sole-Felsen-Bad gehörige Campingplatz kommt uns heute gerade recht, ein Abendessen im Hotel ist damit an beiden Tagen unseres Aufenthaltes gesichert. Der Platz mit seinen aufsteigenden, von Büschen und Bäumen umgebenen Stellplätzen ist ebenfalls das richtige Ziel gewesen, eine angenehme Atmosphäre ist recht stadtnah gegeben: https://www.solefelsenwelt.at/de/camping-highlights.html

In Gmünd befindet sich ein wichtiger Bahn- und Straßenübergang an der Grenze zu Tschechien (Böhmen). Historisch wichtig für die Stadt war das hier angesiedelte betriebliche Zentrum der einstigen Franz-Josefs-Bahn von Wien nach Prag, wobei Gmünd sich auch zum Bahnknotenpunkt entwickelte. Für uns besonders interessant ist die vohn hier aus in zwei Richtungen startende Waldviertelbahn, eine Museums-Schmalspurbahn, mit der wir gerne eine Fahrt gemacht hätten - ja wenn sie an diesen Tagen noch gefahren wäre. Leider ist für diese Bahn nun schon Nebensaison und sie fährt natürlich genau zu der Zeit nicht mehr, die wir in der Stadt zubringen.

So bleiben uns Wanderungen in der Umgebung und Spaziergänge in die Stadt, die uns natürlich außer zur Waldviertelbahn auch in die "Neustadt" führen, wo sich ein großer Wohnkomplex des "sozialistischen Wohnbaus Wien" befindet.

Alles in allem verbringen wir zwei angenehme Tage im Waldviertel, bis wir uns wieder auf den weiteren Weg unserer Rundtour machen.

6 Frymburk

Wed, Sep 12, 2018 3:00 pm

Wir erreichen das Städtchen Frymburk (früher Friedberg) in Südböhmen, Tschechien: Das schön an einer Halbinsel am Ufer des Lipnostausees gelegene Camp Frymburk Lipno, das von einem Holländer betrieben wird, soll unser Standort bis zur Weiterreise nach Tittling werden: https://www.campingfrymburk.cz/de/

Wir beziehen einen Luxuxstellplatz: Dieser verfügt - selten unterwegs gesehen - auf seiner Rückseite über eine eigene abschließbare Sanitäreinrichtung mit Dusche, WC und Außenstromversorgung. So etwas muss man einfach ausprobieren! Interessante Platznachbarn gibt es auch: Sie beschweren sich bei uns über den Platz, über Geräusche von mechanischen Fischködern, über nächtliche Lärmbelästigung durch eine Studentengruppe, über Qualm eines Rauchers vom Nachbarplatz, der uns oft seinen Hund mit Ballwürfen herüberschickt - wir erleben nichts davon!

Ein Fußmarsch vom Camp aus führt uns in den Ort mit wieder mal langer Geschichte und markantem, zum Park umgestalteten Marktplatz sowie der dortigen St.-Bartholomäus-Kirche: http://www.ckrumlov.info/docs/de/kpr84.xml

Vorbei an sehr individuellen Kleingärten erreichen wir die Schiffsanlegestelle, von der aus wir eine Rundfahrt auf "unserem" Stausee machen wollen: Das nach dem in Böhmen geborenen Adalbert Stifter, der häufig Frymburk besuchte, benannte Schiff der Lipno-Line bietet die Möglichkeit dazu: https://www.lipno-line.com/schiffe/adalbert-stifter.html

Nach dem Ende der Rundfahrt veranlasst uns ein aufziehendes heftiges Gewitter dazu, schnellstmöglich zum Platz zurückzukehren, wo man in der gemütlichen Campingkneipe Zuflucht suchen kann.

Erst am Abend, nachdem sich die Wetterlage beruhigt hat, machen wir uns erneut auf den Weg in den Ort: Empfohlen hatte uns ein Platznachbar das nahe und hervorragende Restaurant Hospudka Frymburk, Frymburk 164, Frymburk 38279, nicht weit hinter der Straße gelegen, auf der man die Bucht vor dem Ort überquert. Es herrscht bereits vollkommene Dunkelheit, als wir uns nach einigen süffigen tschechischen Bieren wieder auf den Rückweg machen - der Aufenthalt hier hat sich rundum gelohnt!

7 Tittling

Fri, Sep 14, 2018 2:00 pm

Heute wollen wir von Frymburk aus nach Tittling weiterfahren, um dort zum ersten Mal am Pritz-Globetrottertreffen teilzunehmen. Unsere Fahrt führt auf abenteuerlichen Wegen in Tschechien zum Schluss zweimal mit einer kleinen Fähre in der Nähe der tschechische Grenze: Dort erwartet uns eine unangenehme Überraschung, denn der einsame Grenzübergang ist wegen Bauarbeiten auf absehbare Zeit geschlossen.

Ohne den für die erneute Fahrt zurück mit der Fähre erforderlichen Kronenbestand nimmt uns der Fährmann erfreulicherweise zum "Sonderpreis" wieder mit zurück auf die andere Seite und die Strecke nach Deutschland bis Tittling wird viel weiter als geplant - zum Schluss noch gekrönt durch strömenden Regen ...

Irgendwann sind wir aber dann doch angekommen auf dem Gelände des Museumsdorfes Bayerischer Wald, wo sich schon viele Globetrotter zum Auftakt des Treffens mitsamt recht beeindruckenden Fahrzeugen eingefunden haben. Der Bericht zu diesem Treffen ist natürlich auch im Magazin zu finden: https://www.explorermagazin.de/besuche/pritz18.htm

Leider müssen wir bereits am nächsten Morgen überraschend zurück Richtung Heimat: Büro und Arbeit rufen zum dringenden Einsatz!

8 München Hauptbahnhof

Sat, Sep 15, 2018 5:00 pm

Nun, zu diesem Hauptbahnhof in München sind wir nicht wirklich zurückgekehrt!

Aber so hat die Kartendarstellung unseres Rundkurses wenigstens gut funktioniert und das Explorer Magazin und sein Standort im Münchner Osten (siehe Bilder oben) ist nach wie vor immer noch Anlass, nach erfolgreicher Tour gerne hierhin zurückzukehren ...

Und damit auch wieder zurück zum Explorer Magazin

www.explorermagazin.de

oder direkt zu den Erkenntnissen unseres Tripline-Tests!


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