Souvenir Magnet des Tages: AIDAcosmaSonntag, 09.08.26: Seetag zum Eingewöhnen

Ocean Deck 16: Die kurze Nacht, die seit dem letzten Gang über die endlosen Flure bis zu unserer Kabine vergangen ist, endet zumindest an einem der Betten bereits gegen 0600 wie man bei der Marine sagen würde: Die Faszination des "Infinity Pools" auf Deck 16 über uns reicht immerhin für einen Frühaufsteher als Motivation, sich das Erlebnis dort nicht nehmen lassen. Egal wie früh das auch erforderlich ist, um dem erwarteten Massenandrang dort zuvorzukommen! Bloß früh genug da hin, sonst isses voll!!

Ein anderer Schläfer dort, nämlich der Chronist höchstselbst, ist leider überhaupt nicht bereit, für dieses Vergnügen zu der Uhrzeit das komfortable Kabinenbettchen zu verlassen (obwohl der "irre Kabinennachbar" schon bei der Arbeit ist, diverse Liegen an Deck umzuräumen!). Er ist deshalb auf fotografische Mitbringsel und Erzählungen angewiesen. Frühaufsteher finden sich am Pool ein, um dort den ersten Kaffee zu schlürfen und dabei den Sonnenaufgang mit der noch einsamen Atmosphäre an Deck zu genießen, und natürlich den Frühplanschern im Pool zuzuschauen. Es sind tatsächlich tolle Erzählungen und auch entsprechende Bilder, die da dort um diese Zeit möglich sind und von denen wir hier allerdings nur zwei zeigen wollen ...

Frühe Badegäste bevölkern den Infinity Pool ... ... und ermöglichen echte Fotokunst ... ;-)

Deck 7 am Morgen: Zum Frühstück muss dann allerdings auch der letzte aufstehen, ob er will oder nicht. Und letzteres ist dann auch das dominierende Gefühl beim Anblick der Menschenmassen, die hier am Morgen in Aufzügen, Fluren und Buffet-Restaurants unterwegs sind. Das sichere Gefühl, hier wohl vollkommen falsch zu sein und am liebsten bei nächster Gelegenheit wieder auszusteigen, bleibt zumindest bei diesem ersten Frühstück dominierend, beim Blick vom einzigen freien Tischchen aus, das wir zum Glück im Yachtclub auf Deck 7 noch ergattern können.

"Lecker, lecker!", "Vitamine!", "Gute Laune!"Die aufsteigende Verzweiflung wäre sicher ausgeblíeben, wenn man bereits an diesem Morgen gewusst hätte, dass es von nun an jeden Tag sehr viel entspannter zugehen wird, wenn auch Landausflüge dafür sorgen, dass sich zu bestimmten Zeiten weniger Menschen gleichzeitig an den selben Punkten im Schiff aufhalten. Und so wird es später dann auch deutlich angenehmer sein, wie wir erleichtert feststellen. Aber unserem Yachtclub bleiben wir auch während der nächsten Tage oft treu und werden uns dort sogar noch richtig wohlfühlen ...  

Beim Frühstück erleben wir erstmals verkaufsorientierte Szenen an Bord, die sich täglich bei den Mahlzeiten in den verschiedenen Bordrestaurants morgens wie abends wiederholen werden: Am Morgen schieben ein paar junge weibliche Buffetkräfte einen Wagen mit verschiedenen Alkoholika durch die Reihen, neben Wein natürlich die edlen prickelnden Drinks aus Champagner, Prosecco o.ä. und gesundheitsbewusste, visuell ansprechende "Wellness-Drinks". Der täglich immer gleiche Witz dabei, den man allerdings nach ein paar Tagen nur noch mit Lachen quittieren kann, ist das unaufhörliche laute Rufen dabei von "Lecker, lecker!", "Vitamine!", "Champagner!", "Gute Laune!" ... Beim Abendessen in den Buffet-Restaurants wird diese Rolle von männlichen Akteuren übernommen, die dann statt "Champagner" regelmäßig "Grappa für den Papa!" rufen. Da kann man sich dann wenigstens abends auch auf eine vorsorgliche Mitteilung einlassen beim Vorbeirollen des Stimmungs-Teams: "Heut kein Grappa für den Papa!"

Nur eine Treppe runter zu Deck 6:  Nach dem Frühstück geht´s mal kurz vorbei an der Rezeption auf Deck 6: Oft steht dort eine längere Warteschlange, manchmal hat man aber auch Glück, wenn dort etwas zu klären ist, so am heutigen Morgen im Bereich der "Hi AIDA Deine Crew ist großartig"-Rezeption, wie ein Schild daneben wenig bescheiden mitteilt.

Nach ein paar organisatorischen Fragen und nach Abwinken in Sachen IT soll auch geklärt werden, ob es denn auf der cosma im Gegensatz zu früheren Schiffsreisen nun außer Bier offenbar keinen Wein mehr gibt als freies Getränk am Tisch, wie es am Vorabend ebenfalls im Yachtclub schien: Nichts dergleichen hatten wir beim Abendessen in unserer Ecke gesehen. Wenig erfreut nahmen wir die Bestätigung der Dame hinter dem Tresen entgegen: Nein, freien Tischwein gäbe es nicht mehr. Wie sich später allerdings herausstellt, ist diese Auskunft reiner Humbug oder ein Missverständnis, denn es gibt sowohl freien Weißwein als auch Rotwein zu den Speisen der Buffet-Restaurants, oft direkt erfragt durch den am Tisch zuständigen Service-Mitarbeiter. Wieso war der Dame an der Rezeption das offenbar unbekannt ..?

Auch später wird man die Rezeption nochmal mit gemischten Gefühlen verlassen, aber das erst bei der Abreise ...

Gerade mal keine Warteschlange an der Rezeption! Eigenlob stört hier niemanden ...
In den AIDA-Shoppingwelten ... So viel Kunst muss sein ... Genug Platz im Fluggepäck? ;-)

Wenn wir schon mal auf diesem Deck sind, können wir uns hier auch direkt weiter umsehen: Wir gehen vorbei am Bereich "Cruise & Tours", der Anlaufstelle für Beratung und Buchung von Landausflügen. Passagiere erhalten hier Informationen zu den verschiedenen Landausflügen in den einzelnen Häfen. Auch Buchungen von geführten Touren, Aktivitäten oder Bike-Ausflüge können direkt vor Ort am Schalter vorgenommen oder angepasst werden. Manchmal liegen dort auch gedruckte Exemplare der Bordzeitung "AIDA Heute" oder Tagesinfos aus usw.

Willkommen bei AIDA!Ebenfalls auf diesem Deck warten die sogenannten "Erlebnis- und Shoppingwelten", die wir natürlich auch besuchen wollen. Da wir allerdings in der Vielzahl von Shopping-Angeboten heute auf nichts stoßen, das wir immer schon mal an Bord eines Schiffes kaufen wollten, ziehen wir ziemlich bald schon weiter und kommen vorbei an der Kunstgalerie, wo sich eine Menge von Gemälden und anderen Kunstgegenständen befindet. Bei einigen sehr großflächigen Bildern stellt sich allerdings die etwas belustigende Frage, wie man die wohl ins Fluggepäck bei der Rückreise bekommt? Es ist aber wohl davon auszugehen, dass der Weg zum Kunstfreund in all diesen Fällen dann doch wohl ein anderer sein wird ...

In unmittelbarer Nähe der Kunstgalerie stoßen wir ganz überraschend auf das "StudioX", von dem wir nach entsprechender Information erfahren, dass es sich hier auf der cosma um das erste voll ausgestattete TV-Studio auf einem Kreuzfahrtschiff handelt. Es ist wie ein echtes Fernsehstudio im modernen Stil aufgebaut und bis zu 500 Gästen können live im Publikum sitzen. Von hier aus werden auch Veranstaltungen an Bord in diesem Studio über das Bord-TV übertragen, wie wir schon bald und sehr unerwartet noch erfahren werden ...

An einem unscheinbaren Infokasten vor diesem Studio befindet sich auch eine Zettelbox mit Formularen. Hier können sich Passagiere eintragen als Bewerber für die Teilnahme an einer wohl in den nächsten Tagen folgenden Show von "Wer weiß denn sowas". Die wird hier an Bord offenbar ähnlich wie die (mehr oder weniger!) bekannte gleichnamige Fernsehshow veranstaltet und dann im Bord-TV übertragen. Auch wenn der Chronist diese Show wohl maximal ein- bis zweimal überhaupt je gesehen hat, lässt er sich überreden, dass wir uns hier bewerben mit dem abenteuerlichen Begründungshinweis, wir wären "Mega-Quizzer"! Ist das noch nur dreist oder doch schon eher "dümmer geht ümmer"?

Dass es dazu noch ein Nachspiel geben wird, erfahren wir allerdings schon sehr bald ...

Nun aber hoch zu Deck 8: Nach so viel Herumlaufen und Schauen ist es mittlerweile schon Vormittag geworden und an einer ganz bestimmten Stelle, die wir nun auf Deck 8 suchen, ist das auch nicht zu überhören: Im Brauhaus, auf dessen Außendeck-Biergarten wir von unserem Balkon hinunter schauen können, ist heute am Vormittag ein "Frühschoppen" angesagt, den wir auf keinen Fall verpassewn wollen!

Im Brauhaus gibt es drei verschiedene Biersorten, die wie üblich bei AIDA an Bord gebraut werden: Hier und heute sind es AIDA Zwickel, Aktions- und Weizenbier. Es herrscht bereits eine Bombenstimmung als wir dort eintreffen, bei lauter Musik hat sich schon eine Schlange für das (Zwickel-) Freibier gebildet. Einer von uns singt nur "I´m looking for Freibier" mit und hat sofort eines in der Hand. Der Chronist bestellt am Tisch allerdings ein kostenpflichtiges Aktionsbier, das deutlich mehr Geschmack hat und auch sein Bier der Wahl auf dem Schiff bleiben wird. Während sich bereits die ersten Freibier-Polonaisen bilden, wird natürlich zünftig "bayrisch" eine Weißwurscht mit Brezn am Buffet abgeholt, die allerdings nicht ganz an die gewohnte gute "Bayrische" herankommt. Der Geschmack ist zwar ganz gut, aber nicht die Konsistenz: Deutlich zu hart erscheint uns die Wurst, die natürlich trotzdem mit süßem Senf verspeist wird ...

Das Brauhaus wird sich während der nächsten Tage noch als häufiges Ziel erweisen, auch sein Biergarten draußen ist eben eine angenehme Alternative an Bord mit Meerblick dazu ...

Brauhaus und Biergarten warten ... Aktionsbier anstatt Zwickel angesagt!
In diesen Kessln wird wie üblich an Bord gebraut ... Es füllt sich beim "Frühschoppen" ... Blick nach draußen: Auch der Außendeck-Biergarten lockt ...
Diese Biere gibt´s heute ... Wie gut ist die "Weißwurscht" gelungen ..?
Schlange beim Freibier ... Die Ersten stehen schon auf den Bänken ... Volles Haus und Polonaisen müssen einfach sein!

Am Nachmittag wieder eine Treppe runter - zurück auf Deck 7:  Eigentlich sollte noch ein Happen gegessen werden im Bereich "Streetfood", wo man Döner bekommt und auch durchgehend die berühmte Currywurst an Bord. Kaum zu glauben, aber diesmal fällt diese Wurst tatsächlich für uns aus, und das trotz einer durchaus animierenden Schlange an der "Scharfen Ecke". Immerhin wird wenigstens ein einziger Döner probiert und auch zwei kleine Stücke eines Küchleins, um hier nicht vollkommen umsonst gewesen zu sein. Dass hier direkt nebenan auch beeindruckende Rettungsboote bestiegen werden können, ist sicher nur ein Zufall und hat nichts mit der Schärfe dieser Currywurst-Ecke oder sonstiger Objekte hier zu tun ...  

Einen Döner bitte! Scharfes an der Ecke ... Wenn es sein muss: Rettungsboote in der Nähe!
Diesmal gibt´s kein Modell! Erinnerungen an unser AIDAmar-Modell werden wach ... Ein Pappstreifen muss diesmal reichen ...

Auf diesem Deck ist es nun nur noch ein kurzer Weg zum "AIDA Fanshop", den es natürlich auch noch zu besuchen gilt. Besonderes Interesse gilt heute selbstverständlich den  Modellen, denn warum sollte man sonst auch einen Modellkeller haben, wo solche Exponate gern aufgestellt werden?

Eine gute Erinnerung haben wir in diesem Zusammenhang an unsere erste AIDA-Exkursion 2013, anlässlich der wir nachträglich sogar eine AIDA-Kellertour im Explorer Magazin Modellkeller unternommen haben, d.h. den Versuch, die damalige Kreuzfahrt anhand von Modellen nachzuvollziehen. Dazu wurde seinerzeit an allen wichtigen Stationen ein Haufen Tinnef sprich Souvenire erfolgreich eingesammelt. Die einzige Station dabei, die auch bei unserer aktuellen Reise angefahren wird, war die Stadt Barcelona und dort natürlich auch die Sagrada Familia, zu der wir aber diesmal nicht nur hingehen, sondern sie auch besichtigen wollen. Heute interessant im Fanshop wäre nun ein Modell, und zwar das der AIDAcosma, das wir gern zusätzlich mit einem der AIDAprima von der letzten Tour beschaffen würden. Und die sollten natürlich auch am besten im Maßstab zu unserem schönen AIDAmar-Modell von damals passen ....

Diese Hoffnung kann man allerdings bereits kurz nach Betreten des Fanshops abschreiben, denn die etwa 24 cm langen und teuren Modelle im Maßstab 1:1.400, die zwischen rund 45 EUR (Modellschiff weiß) und 55 EUR (Modellschiff Greyline Metall) kosten, sind alles andere als das, was wir uns vorstellen: Abgesehen davon, dass sie natürlich aufgrund der enormen Schiffsgrößen nicht mehr den selben Maßstab wie unsere damalige AIDAmar haben, fallen diese aktuellen Modelle nicht gerade wegen ihrer Schönheit auf. Die kleinen weißen Klötze, aber auch die farbigen aus Metall, machen einen Modellfan eher überhaupt nicht an und so beschränkt sich der Kauf lediglich auf einen kleinen Kartonstreifen, der auf ein waagerechtes anderes Kartonstück mit cosma-Infos aufgesteckt wird - vielleicht das richtige Exponat für unseren Bereich Kartonmodellbau? Also was soll´s: Auch ein kleiner Kartonstreifen kann eben manchmal vollkommen ausreichen ...

Und da wir bei dieser Reise natürlich nicht nochmal eine "Kellertour" mit Modellen machen können, nehmen wir stattdessen nun einfach mal "Souvenir Magnete" für alle erwähnte Stationen der "Sonnenfinsternis-Tour": Wir beginnen den heutigen "Seetag" also mit dem passenden Magneten und der AIDAcosma darauf (siehe Magnet Bild oben rechts)!

Ein Geizkragen auf dem Weg zur Massage ...Und wieder eine Treppe hinauf - auf Deck 8 wartet nicht nur "Body & Soul": Langsam aber sicher ist es Nachmittag geworden und auch das Hin- und Herlaufen auf den unterschiedlichen Decks macht sich inzwischen bemerkbar, so dass ein ganz spezieller Programmpunkt für heute 17:30 Uhr nun gerade recht kommt: Es steht eine nicht gerade billige Massage an, die fast eine Stunde dauern soll und im Bereich "Body & Soul" stattfindet. Der hat dafür eine eigene Rezeption, wo die Kunden auf die Abholung durch ihre (zumeist) Masseurinnen warten. Gebucht haben wir insgesamt 3 solcher Termine und das lohnt sich tatsächlich! Nachdem man abgeholt wird, geht es wieder mal einige steile Treppen abwärts bis zu den Räumlichkeiten, wo sich die Damen ihren Kunden widmen können - bei sonorem Maschinengeräusch heute vom Band, das später melodisch verfeinert wird, vergeht die Zeit auf angenehmste Weise, auch wenn eine eher "kräftige" Massage gebucht war ...

Radfahren fällt diesmal leider aus ...Wie üblich auf dem Schiff, muss man für jede gekaufte Leistung an Bord irgendwo eine Unterschrift leisten. In diesem Fall ist es ein Papierzettel, der auch eine Zeile für "Trinkgeld" enthält, auf die von der Dame dezent mit srahlendem Lächeln hingewiesen wird. Wie sich später herausstellt, wird das nicht von jeder der Damen so gehandhabt, aber diese scheint darauf Wert zu legen, wie sich auch beim nächsten Mal zeigt. Offenbar waren die paar eingetragenen Euro nicht so ganz befriedigend, denn rein zufällig lässt die Dame noch 3 andere Unterschriftszettel auf dem Podest liegen, bevor sie lächelnd ganz kurz den Raum verlässt.

Offensichtlich soll damit Gelegenheit gegeben werden, sich davon zu überzeugen, dass andere Passagiere durchaus großzügiger sein können, denn zwei der drei Zettel weisen ein Trinkgeld von jeweils 10,- EUR aus und der dritte sogar 25,- EUR! Donnerwetter, da war man wohl beim ersten Mal nicht großzügig genug gewesen sein, aber leider wirkt sowas nicht bei jedem: Wie beim ersten Mal finden sich auf dem eigenen Zettel lediglich 5,- EUR wieder, bei den Massagepreisen war leider nicht mehr übrig!

Die vielleicht resultierende Konsequenz: Beim dritten und letzten Massagetermin wird eine andere Kollegin im Einsatz sein, die im Übrigen auch kein Wort über die Trinkgeld-Zeile verliert ...

Hin- und Rückweg bei diesem besonders entspannenden Ambiente führen immer an heftig Trainierenden vorbei, die auf diesem Deck im Schweiße ihres Angesichts springen, tanzen, Rad fahren, Krafttraing oder anderes machen. Dort werden wir uns bei diesem kurzen Trip sicher nicht mehr betätigen, das heimische Laufband muss ganz einfach genügen ..!

Das Abendessen findet heute wieder im Yacht-Club statt: Wenn man sich daran einmal gewöhnt hat, kommt man gern wieder, auch wenn wir im Laufe der nächsten Tage auch das traditionelle "Markt Restaurant" (Deck 5) oder das Bella Donna Buffet-Restaurant (Deck 7) mit Schwerpunkt auf italienischer Küche besuchen werden. Überall ist das Speisen- und Getränkeangebot von bester Qualität und vom zweiten Abend an können wir auch wieder dem Rotwein frönen, der vom durchweg hervorragenden Service bereitwillig in Karaffen bereitgestellt wird ...

Theatrium-Vorträge auch tagsüber ... Eine Auktion beginnt ... Ersteigert wird vom Publikum teils zu erstaunlichen Preisen ...
Viel Nebel muss sein ... ... und natürlich auch jede Menge Laserstrahlen ... Buntes Angebot ...

Auf dem Deck 8 kann man nun im Abendprogramm auch von höchster Stelle aus die üblichen Vorträge und Shows verfolgen, die auf den drei Deck-Ebenen des Theatriums 6-8 stattfinden, wo auch während des Tages ein wechselndes Info-Programm läuft.

Der heutige Abend bringt zunächst eine Kunstauktion, bei der auch schon mal zu erstaunlichen Preisen vom Publikum ersteigert wird. Die etlichen Bilder, die hier dabei den Besitzer wechseln, werden auch sicherlich nicht unbedingt im Fluggepäck landen, wie wir schon vermutet haben ... Die Auktion geht schließlich in eine Lasershow über bei der auch freigiebig mit Nebelwerfern gearbeitet wird, was der Veranstaltung schon eine fantastische Gesamtatmosphäre verschaffen kann. Das vermittelt auch die Show "Digiland", bei der die Künstler vor wechselnden Bildübergängen auf der Leinwand auftreten - ein wirklich beeindruckendes Schauspiel, das sich hier auf den 3 Ebenen des Theatriums sowie einer herauf und hinunter fahrenden Bühne abspielt.

Die Show "DigiLand" beginnt ... Viele Tanzeinlagen ... ... mal mit wenigen Darstellern ...
... oft mit vielen Tänzern ... Kunstvolle Aktionen auf der Bühne ... ... und in der Höhe ...
Gekonntes Zusammenspiel ... ... und jede Menge Akrobatik ... Eine gelungene Vorstellung bekommt viel Applaus ...

Wir bleiben auf diesem Deck zum Abendprogramm: Nach einer solchen Show hat man natürlich schon wieder Bierdurst bekommen und der wird nun nochmal im Brauhaus gestillt. Zu ausreichend Aktionsbier und Musik in einer Lautstärke, die der Chronist aufgrund fehlender Ohrstöpsel nur mit geknüllten Serviettenschnipseln im Ohr erträgt. Trotzdem oder vielleicht auch deswegen ist dort der Stimmungspegel bei den Anwesenden am Anschlag: Die wohl unvermeidliche Polonaise bei entsprechender Höchststimmung ist Programm - haben die seit dem Frühschoppen durchgemacht?  

Umtrunk am Abend muss sein ... Die Stimmung steigt weiter im Brauhaus ... Und ohne Polonaise geht gar nichts auch am Abend!

Wundert es dann wirklich, dass man anschließend noch in ruhigere Gefilde wechselt? Wieder runter zu Deck 7, doer  befindet sich am Heck die "Lanai Bar", der wir zu morgendlicher Stunde auch unser Titelbild 09/26 gewidmet haben: Weil es am frühen Morgen an diesem Seetag erst später Frühstück gibt als bei den folgenden Tagen mit Landausflügen, konnte man dort zu früher Stunde tatsächlich Einsamkeit genießen, was spät am Abend nun natürlich nicht mehr gegeben ist. Dafür aber gibt es jetzt einen erstaunlichen Effekt, den man bei einem kühlen Wodka Lemon in der Nichtraucherecke dieser Bar dicht am Eingang zu Deck 7 genießen kann.

Abkühlung an der Lanai Bar?Wie bisher nur angedeutet, gab es am gestrigen Ankunftstag sowie auch heute während des gesamten Seetags ein Phänomen, das uns noch bis zum Ende dieser Reise verfolgen wird. In vielen Teilen Europas kann man zu dieser Zeit wie auch in der BRD die oft herbeibeschworene "Klimahölle" erleben und angestrengte Diskussionen um ab sofort überall erforderliche "Hitzeschutz"-Maßnahmen  erleben. Auch während der nächsten Tage werden wir an Bord sowie an Land bei oft wolkenlosem Himmel Temperaturen von weit über 30°C haben, was Aufenthalt und Exkursionen nicht für jeden unbedingt angenehmer macht. Das Erstaunliche an Bord ist, dass nicht nur an Liegeplätzen in Häfen, sondern auch auf dem Meer bei kaum Wind teilweise eine so unangenehme Schwüle herrscht, dass man oft gern wieder in die klimatisierte Kabine und Bereiche an Deck zurückkehrt nach Aufenthalt außen auf dem Schiff, selbst auf dem eigenen Balkon.

Genau so ist die Situation auch am heutigen späten Abend an der offenen Lanai Bar während der Fahrt des Schiffs auf See, dass man es immer wieder angenehm erfrischend findet, wenn sich Passagiere zwischen dem Außendeck und dem Schiffsinnern hin- und her bewegen: Jedesmal, wenn jemand aus dem Schiff heraus kommt oder wieder hinein geht, öffnet sich automatisch die Tür an Deck und eine kühle Brise, die dabei nicht etwa von See, sondern aus dem klimatisierten Schiffsinneren heraus kommt, sorgt kurzzeitig für Erfrischung am Tresen der Außenbar! Unglaublich, oder? Das muss die "Klimahölle" sein ..!


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