
Eigentlich hätte man es vorher wissen können: Wir würden zu spät kommen - Jahre zu spät. Wer im Jahr 2004 einen Bericht über die Wracks an den Küsten der Insel Fuerteventura bringen will, muss vor allem eines: in die Historie zurück. Denn von diesen Wracks ist heute lediglich noch eines vorhanden. Aber der Reihe nach ...
Wer sich also mit diesen Wracks heutzutage beschäftigt, muss insbesondere zwei Zeiträume kennen: Da sind zum einen die Winter 1999 / 2000, die von schweren Stürmen gekennzeichnet waren, die an der Westküste der Insel tobten. Diese Winter sind für die drei Wracks an der Westküste von Bedeutung, wie wir noch feststellen werden. Für das Schiff des Nordens, über das wir bereits in unserem Bericht Fuerteventura 2000 geschrieben haben, waren die Winterstürme sogar ganz wesentlich - sie haben schließlich dafür gesorgt, dass es Ende Oktober 1999 in der Nähe von El Cotillo auflief und damit die Insel das letzte Wrack überhaupt erst bekam.
Und
damit zum zweiten wichtigen Zeitraum im Zusammenhang mit den Wracks: Das
schmale Zeitfenster von Ende 1999 bis ca. Mitte 2000, in dem alle Wracks
gleichzeitig zu finden und zu besichtigen waren - danach nur noch eine
Erinnerung ...
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Etwas ist dabei besonders ärgerlich aus unserer
Sicht: In genau diesem Zeitfenster haben wir uns anlässlich des oben erwähnten
Besuchs Fuerteventura 2000 auf der Insel aufgehalten - und haben diese einmalige und
unwiederbringliche Gelegenheit leider nicht genutzt ...
Erstaunlich der Unterschied im Bewusstsein der Bevölkerung, was die Schiffe angeht: Die American Star als berühmtestes Wrack Fuerteventuras kennt jeder, die Massira ist bekannt im Norden, allzu kurz liegt ihre Geschichte erst zurück. Und dann die Jucar: Viele kennen sie, haben sie einmal gesehen in den Jahren, während der sie an der Westküste lag. Doch zu ihrem Verschwinden konnte uns zunächst niemand, den wir befragten, eine Auskunft geben - jeder wunderte sich nur, dass sie nicht mehr da sein sollte. Und die Rose of Sharon, das "Touri-Wrack" von Jandia, an der Ostküste? Nun, dazu mehr im Nachtrag unten ...
Doch was soll´s: Die Gelegenheit eines Besuchs aller vier Schiffe ist nun verpasst und so müssen wir uns heute auch in die Historie zurück bewegen - in die Geschichte der Wracks von Fuerteventura.
Wracksuche 2004 (und später ...):
Die "Massira I" von El Cotillo
Die "Jucar" von Aguas Verdes und natürlich
Die "American Star" an der Playa de Garcey ...
Nachtrag, Dezember ´06: Das "vierte" Wrack ...
Lange haben wir uns Zeit damit gelassen: Das Holzschiff am Strand von Jandia ließen wir vielleicht zu lange "links liegen", obwohl wir oft genug daran vorbei gefahren sind.
Das "vierte" Wrack, das eigentlich das zweitälteste der Insel war, soll aber nun ebenfalls noch in diesem Beitrag erwähnt werden. Denn schließlich war es nicht zur Unterhaltung von Touristen an diese Stelle gebracht worden, wie viele Besucher in all den Jahren annahmen:
Die "Rose of Sharon" - Das Wrack von Jandia ...
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