Bücher Medien-Tipps: Bücher


Bücher: Jahresende November / Dezember 2022


Vorbemerkung

Zum Ende des Jahres 2022 wollen wir einmal einen etwas anderen Schwerpunkt bei unseren Medientipps legen als bisher üblich: Reisen, Outdoor, Fahrzeuge und anderes aus unserem Themenfeld wurde bisher hier natürlich immer in den Mittelpunkt gestellt. Jedoch bewegen wir uns dabei derzeit nicht ein klein wenig außerhalb der realen Welt, in der wir uns tatsächlich gegenwärtig befinden? Zwar sind Hobbies und "kleine Fluchten" unabdingbar für unser Wohlbefinden, aber können wir z.B. bei unseren Reisen alles erfolgreich und vollständig ausblenden, was uns in diesen Zeiten bewegt?

Wir sind  der Meinung, dass wir uns auch dabei durchaus einmal erlauben können, einen kurzen "Ausflug" in die Realität zu machen, selbst wenn die Lektüre auf Dauer den Reisespaß schon verringern könnte - oder diesen ganz im Gegenteil auch zu bisher nicht angesteuerten Zielen in anderen Ländern beflügeln könnte, vielleicht sogar in solchen, wo die Intelligenz noch nicht ganz ausgestorben zu sein scheint ..?

Deshalb diesmal ganz kurz einen Blick rundherum in die zur Zeit nicht unbedingt angenehme Realität, die man auch dann zur Kenntnis nehmen muss, wenn man auf einer "Explorer-Tour" ist, denn auch ein Explorer muss sich darüber im Klaren sein, wie und wo er sich bewegt, bevor er (vielleicht?) wieder "nach Hause" fährt ...


1984

George Orwell: 1984

Der Klassiker über einen allmächtigen Überwachungsstaat ist und bleibt beklemmend aktuell

"George Orwells "1984" ist längst zu einer scheinbar nicht mehr erklärungsbedürftigen Metapher für totalitäre Verhältnisse geworden. Mit atemberaubender Unerbittlichkeit zeichnet der Autor das erschreckende Bild einer durch und durch totalitären Gesellschaft, die bis ins letzte Detail durchorganisierte Tyrannei einer absolut autoritären Staatsmacht. Seine düstere Vision hat einen beklemmenden Wirklichkeitsbezug, dem sich auch der Leser von heute nur schwer entziehen kann.

London 1984: Winston Smith, Geschichtsfälscher im Staatsdienst, verliebt sich in die schöne und geheimnisvolle Julia. Gemeinsam beginnen sie, die totalitäre Welt infrage zu stellen, als Teil derer sie bisher funktioniert haben. Doch bereits ihre Gedanken sind Verbrechen, und der Große Bruder richtet seinen stets wachsamen Blick auf jeden potenziellen Dissidenten. George Orwells Vision eines totalitären Staates, in dem Cyberüberwachung, Geschichtsrevisionismus und Gedankenpolizei den Alltag gläserner Bürger bestimmen, hat wie keine andere Dystopie bis heute nur an Brisanz gewonnen." (Buchbesprechung und Klappentext)

Anm.: der Red.: Zitat "... Mit dem Aufzug brauchte man nicht zu rechnen. Selbst in den günstigsten Momenten funktionierte er nur selten, und derzeit wurde der Strom abgestellt, solange es hell war. Das gehörte zu den Sparmaßnahmen im Vorfeld der Hasswoche. .... In der Archiv-Abteilung ... schob man die Stühle aus den Büros und stellte sie in der Mitte des Vorraums vor dem großen Monitor auf, denn gleich gab es die Zwei Minuten Hass ...

Bei der Lektüre von Orwells Buch fühlt man sich ganz plötzlich merkwürdig berührt, ebenso wie bei anderen im Buch auftauchenden Begriffen wie "Gedankenverbrechen", "Gedankenpolizei" oder dem "Neusprech". "Zwei Minuten Hass"? Man erinnert sich an manche stündliche Meldungen zum "Angriffskrieg" und die mediale 24-Stunden-Dauerberieselung mit einem sogenannten "Faktenbooster" oder "Energiewechsel", initiiert durch die jeweiligen Wahrheitsministerien. Und nicht nur beim Gendern fällt einem der "Neusprech" ein, auch dann, wenn mal wieder Zensur als "Vielfalt und Toleranz" oder Waffenlieferungen als "Solidarität" und "Friedensfazilität" verkauft werden. Auch bei der "Cancel Culture" finden wir inzwischen überall Parallelen, und selbst die passenden Ministerien zum Buch lassen sich lokalisieren. Offensichtlich ist "1984" das Gegenwartsbuch für "Noch-Selbstdenker"!

Anaconda Verlag 2021, 2022. ISBN: 978-3-7306-0976-7

Übrigens ein gerade in diesen Zeiten besonders bemerkenswertes Zitat von George Orwell:

"Je weiter sich eine Gesellschaft von der Wahrheit entfernt, desto mehr wird sie jene hassen, die sie aussprechen."  


Das Maß ist voll

Peter Hahne: Das Maß ist voll

Gnadenlose Abrechnung mit den Medien und der Regierung

"Peter Hahne, als langjähriger Moderator des ZDF eine der letzten konservativen Stimmen, die bis vor kurzem im öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu hören war. Der studierte Theologe arbeitete 13 Jahre für die ARD, anschließend seit 1985 beim ZDF als Redakteur der Nachrichtensendungen "Heute" und "Heute Journal", war elf Jahre (1999–2010) stellvertretender Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios und moderierte zuletzt eine nach ihm benannte Talkshow.

In einem Interview zu seinem neuen Buch mit Boris Reitschuster fordert der ehemalige ZDF-Mann Hahne eine juristische Aufarbeitung der Corona-Politik: "Ich möchte, dass die Verantwortlichen für die Corona-Politik der letzten 2 Jahre mindestens durch politische Untersuchungsausschüsse, ideal durch Gerichtsprozesse, ganz klar belangt werden bei ihrer Verantwortung. Sie müssen sich dieser stellen. Ich verlange eine ganz klare gerichtliche Aufklärung darüber, was ist in den letzten 2 Jahren gelaufen und wer verantwortlich ist. Wer verantwortlich ist, muss zur Rechenschaft gezogen werden."

Maskendeals mit Millionenprovisionen. Eine Lockdown-Politik, die Mittelständler in die Existenznot zwingt. Medien, die normale Spaziergänger zu Radikalen machen. Kirchen, die alte Menschen beim Sterben allein lassen. Oder ein Schulbetrieb, der Kinder krank macht. Nicht erst seit Corona wird deutlich: Die Elite hat in ihrer Parallelgesellschaft den Kontakt zu den Bürgern schon lange verloren und weiß nichts mehr vom normalen Leben. Peter Hahne fordert: Schluss mit Heuchelei und Klientelpolitik. Das Maß ist voll!

Wer wagt es noch, das Handeln von Politik und Medien zu kritisieren? Was kann man sagen, ohne reflexartig in die rechte Ecke gestellt zu werden? Egal, ob es um die Verhältnismäßigkeit der Corona-Maßnahmen geht oder um das Gendern, das gegen den Willen der Mehrheit durchgesetzt wird, oder um die zunehmende Clan-Kriminalität. Auf viele offensichtliche Missstände kann man in Deutschland nur noch unter persönlichen Risiken hinweisen. Statt zu argumentieren, wird moralisiert, stigmatisiert, verunglimpft und zurechtgebogen, wie es gerade passt. Bestsellerautor Peter Hahne schweigt nicht zu Lug und Trug.

In gewohnt pointierten Texten entlarvt er die Doppelmoral unserer Führungselite. Er fordert: endlich wieder Ehrlichkeit statt Volksverdummung. Vor allem in Krisenzeiten!"
(Buchbesprechung)

Quadriga Verlag 2022, ISBN 978-3-86995-120-1


Verheimlicht, vertuscht, vergessen

Gerhard Wisnewski: verheimlicht, vertuscht, vergessen 2022

Was 2021 nicht in der Zeitung stand

"Preisfrage: Was war noch wahnsinniger als das Jahr 2020, in dem die "Corona-Krise" begann? Antwort: das Jahr 2021, auf das dieses Enthüllungsbuch zurückblickt. In bewährter und routinierter Manier seziert Bestsellerautor Gerhard Wisnewski mit seinem neuen Jahrbuch "verheimlicht, vertuscht, vergessen 2022" zum 15. Mal das jeweilige Vorjahr und nimmt den Leser mit auf einen atemberaubenden Ritt durch das "Jahr 2 n.C." (nach Corona). Während Silvesterböller verboten bleiben, zündet Wisnewski ein Feuerwerk der Recherchen und präsentiert einen bunten Strauß aus unterdrückten und haarsträubenden Nachrichten aus dem Jahr 2021.

Dieses Buch beginnt dort, wo herkömmliche Jahresrückblicke enden: Es hakt nach, schaut hinter die Kulissen und deckt auf, was uns an Nachrichten innerhalb eines Jahres vorenthalten wurde. Erfolgsautor und Enthüllungsjournalist Gerhard Wisnewski zeigt, was hinter den Schlagzeilen aus Presse, Funk und Fernsehen steckt: Wer setzt die Nachrichten, für die wir uns interessieren sollen, in die Welt? Welche Interessen werden mit dem Lancieren bestimmter Themen verfolgt? Warum verschwinden manche Ereignisse so schnell aus der Berichterstattung?"
(Buchbesprechung)

Kopp Verlag 2022, ISBN: 978-3-86445-854-5

Anm. der Red.: Dass der Autor dieses Buches selbstverständlich auch bereits eine sehr dezidierte Analyse der gegenwärtigen Situation vorgenommen hat, zeigt z.B. ein Interview mit ihm vom September 2022!


16 Jahre Angela Merkel

Dr. C.E. Nyder: 16 Jahre Angela Merkel

Die Bilanz eines Zerstörungswerks, mit einem Essay von Thor Kunkel

"September 2013, am Tag der Bundestagswahl, Konrad-Adenauer-Haus: Die Wahlsiegerin Angela Merkel lässt sich im Kreise ihrer Partei feiern. Umringt wird sie unter anderem von Armin Laschet, Ursula von der Leyen und Hermann Gröhe, damals CDU-Generalsekretär. Letzterem wird eine schwarz-rot-goldene Fahne gereicht. Bevor er die Bundesflagge schwenken kann, nimmt die Kanzlerin sie ihm aus der Hand, geht quer über die Bühne und wirft das deutsche Hoheitszeichen und Staatssymbol aus dem Sichtfeld der Kameras, die diese Bilder in alle Welt ausstrahlen.

Danach kehrt sie ins Zentrum der Bühne zurück, nicht ohne Gröhe mit ihren Blicken ins Gebet zu nehmen. Ihre Miene ist die einer Mutti, die ihren ungehorsamen Zögling für dessen Fehlverhalten zuerst tadelt, um ihm dann gnädig Bewährung einzuräumen.

Im Grunde wäre damit schon alles gesagt, was Angela Merkel und ihr Verhältnis zu dem Staat betrifft, dessen Geschicke sie 16 Jahre lang gelenkt hat. Indem die Bundeskanzlerin das nationale Hoheitszeichen Deutschlands symbolisch von der (Welt-)Bühne entfernte und in die Ecke beförderte, demonstrierte sie vor aller Augen ihre ganze Verachtung für das Land, das sie regierte. Wenn Merkel aber, offen zur Schau gestellt, keine deutschen Interessen vertrat, wessen Interessen dann?

Das Autorenkollektiv um Dr. C. E. Nyder gibt darauf höchst brisante Antworten und beschreibt fundiert, wie sie sich mit einer ganzen Reihe von Vertrags-, Gesetzes- und Verfassungsbrüchen rücksichtslos und ungestraft über den demokratischen Rechtsstaat hinweggesetzt hat. Zudem analysieren die Autoren in nie gekannter Deutlichkeit den Zusammenhang zwischen dem Niedergang Deutschlands und Merkels Regierungskurs.

Das Autorenkollektiv zeigt auf, wie es einer überzeugten Sozialistin gelingen konnte, ins Kanzleramt einzuziehen, und warum niemand - einschließlich der Wähler in Deutschland - sie aufgehalten hat, als sie sich anschickte, das System Schritt für Schritt in eine Demokratur umzubauen."
 (Buchbesprechung)

Anm.: der Red.: Als Lektüre für diejenigen zu empfehlen, die nachvollziehen wollen, wie es zum gegenwärtigen Deutschland kommen konnte, oder wie manche sagen: "Vom Regen in die Jauche ..."

Kopp Verlag 2021, ISBN: 978-3-86445-835-4


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