Seit meinen Beiträgen von 2004 sind mittlerweile einige Jahre ins Land gegangen, die von starken Veränderungen im Bereich GPS und PDA geprägt wurden.
Auch die Szene im Bereich der Foren mit dem Thema Navigation hat sich geändert. So schreibe ich mittlerweile nur noch im Forum der Navifreunde, da dieses nicht kommerziell ausgerichtet ist.
Der PDA
Die Zeit der PDA´s erscheint leider abgelaufen. Ich verwende noch einen Toshiba
E 830. Sein Vorteil neben der Bildschirmgröße ist die USB-Hostfähigkeit, d.h.
ich kann eine Tastatur oder eine externe Festplatte an diesem Gerät betreiben,
ein Vorteil bei Reisen, um Fotos zu archivieren von CF- oder SD-Karte.
Als neuestes Gerät verwende ich ein XDA-Trion Smartphone, also ein Zwischending zwischen PDA und Handy, mit 4GB Mikro SD-Karte.
Die GPS-Maus
Auch hier habe ich mich verändert. Ich benutze einen i-Blue 747 Datalogger von
Transsystems. Neben der höheren Empfindlichkeit des GPS verdient vor allem der
Datalogger Aufmerksamkeit: Damit kann man eine zurückgelegte Strecke
mitschneiden, um sie z.B. in Google Earth zu betrachten. Der Akku der Maus hält
ca. 28 h bevor er wieder geladen werden muss. Mit einem entsprechenden Programm
für PDA und/oder Laptop kann man die Funktion der Maus, vor allem die
Trackaufzeichnung, in weitem Rahmen beeinflussen. Die BlueTooth-Verbindung ist
mittlerweile ein Muss: Damit ist die Platzierung der Maus im Fahrzeug
unproblematisch.
Laptop-Benutzung im Offroad-Fahrzeug
Schon in meinem Beitrag von 2004 habe ich folgende Aussage gemacht: Wenn im
Fahrzeug genügend Platz vorhanden ist, kann es vielleicht auch sinnvoll sein,
aufgrund des größeren Bildschirms und der höheren Rechnergeschwindigkeit den
Laptop anstelle des PDA zu benutzen. Außerdem bietet die PC-Version wesentlich
mehr Möglichkeiten bei der Wegpunktdarstellung. Interessant wäre in diesem
Zusammenhang möglicherweise eine BT-Maus, die man mit mehreren Geräten
gleichzeitig ansprechen kann.
Das gilt heute in besonderem Maße. Mein Vorschlag wäre ein sogenanntes Netbook,
wie man sie z.B. bei "Geizhals" finden kann. Der Preis ist manchmal geringer als
bei einigen PDAs. Die Ausstattung hängt davon ab, was man außer Navigation mit
dem Gerät sonst noch machen will, wie z.B. Fotos bearbeiten. Dazu sollte man den
Prozessor und die RAM-Ausstattung ziemlich üppig wählen. Wichtig ist bei
Offroad-Verwendung die Wahl eines Solid-State-Drive (SSD), der im Gegensatz zu
gängigen Festplatten völlig stoßunempfindlich ist. Über die USB-Schnittstelle
kann man sowohl Festplatten als auch optische Speichermedien (DVD) andocken.
Ein besonderes Problem, was die Navigation anbelangt, ist die Wahl der Programme, die ich später anführen werde.
Die Programme
Zu allererst ist hier unverändert der OZI-Explorer zu nennen. Sowohl die PC- als
auch die CE-Version sind seit 2004 konsequent weiterentwickelt worden. Mit der
CE-Version > 2 kann ich mich persönlich noch nicht so recht anfreunden. Die
Sprachdateien haben sich beim Versionswechsel nicht sehr verändert. Wichtig ist
nach wie vor das vielfältige Angebot an MapDaten und damit ordentlichen
Kalibrierungsergebnissen im Gegensatz zu anderen Rasterkartenprogrammen, wie sie
mittlerweile in manchen Foren angeboten werden. Mit anderen Programmen wie
Fugawi, TTQV oder Glopus habe ich mich nicht beschäftigt ...
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Viel wichtiger finde ich die Möglichkeit, ein Navigationsprogramm wie z.B.
TomTom parallel zu OZI verwenden zu können. Möglich macht das ein COM-Splitter,
wie er z.B. von den Navifreunden angeboten wird (Freeware). Das hat den Vorteil,
dass man vom Navigationsprogramm auf OZI umschalten kann und umgekehrt. Beide
greifen auf die Daten der GPS-Maus zu. Die Grenzen eines kommerziellen
Navigationsprogramms liegen für den Offroader im angebotenen Kartenmaterial: Da
fehlen eben die nicht befestigten Straßen, weil sie von den Firmen (TeleAtlas
bzw. NavTeq ) nicht angeboten werden. Wenn man da ohne Schwierigkeiten vom Navi
zum Rasterkartenprogramm umschalten kann, ist das ein großer Vorteil.
Im Bereich PC hapert es am Navi-Programm, während OZI-PC auch als
MovingMapSoftware verwendet werden kann. Auch hier bin ich fündig geworden.
Als Beispiel möchte ich die Fa. Krämer Automotive nennen, die PC gestützte
Navigationsprogramme auf Kartenbasis NavTeq anbietet, so z.B. RC-Win Premium
Edition 3.0 mit Karten DACH, West- und Europa. Mit der entsprechenden GPS-Maus
ist das Ganze auch TMC-fähig. Wenn jemand mit einem Fahrzeug in LKW-Größe
unterwegs ist, lohnt vielleicht die Anschaffung des map&guide truck navigator
5.2 Europa/TMC, der auch LKW-relevante Informationen wie z.B. Brückenhöhen zur
Verfügung stellt. Mittlerweile gibt es auch eine BT-GPS-Maus, die
TMC-Verkehrsinformationen zur Verfügung stellt.
Wenn es dann von der Straße ins Gelände geht, kann man auf OZI-PC umschalten.
Das geht u.U. wesentlich einfacher als beim PDA (Anm. der Red.: Ist wohl
geräteabhängig, dieser Vorgang stellt z.B. bei unserem Windows Mobile PDA kein
Problem dar). Man braucht jedoch auch einen COM-Splitter. Das geht allerdings
nur, wenn das geeignete Kartenmaterial digital zur Verfügung steht. Aber das ist
ein anderes Kapitel.
Die Karten
Zuallererst möchte ich etwas zu selbst gescannten Karten ergänzen: Dabei ist m.E.
OZI nach wie vor erste Wahl. In Ermangelung großformatiger Scanner werden da vor
Allem DIN A-4 Schnipsel erstellt werden. Die kann man bei OZI-PC mit zwei
Punkten kalibrieren und mittels MapMerge zusammensetzen. Dieses Programm wird
auf der OZI-Seite angeboten, braucht allerdings einen leistungsfähigen Rechner
und außerdem viel Zeit.
Probleme bereiten nach wie vor viele topografische digitale Karten wie z.B. die
der Landesvermessungsämter oder MagicMaps. Da ist OZI immer noch außen vor, da
die Ersteller Probleme wegen des Copyright sehen. Wie es jedoch gehen könnte,
zeigt Kompass: Die Karten kann man mit OZI verwenden, jedoch nur auf einen PDA
bringen, wenn die Original CD im Rechner vorhanden ist. Das gilt vor allem auch
für Karten der Fa. NavTech (z.B. BSBx). Mir ist in hohem Maße schleierhaft,
warum gerade die staatlich unterstützten Hersteller von topografischen Karten
(es handelt sich nicht um die Garmin-Topo) sich vor der Verwendung eines
beliebigen Rasterkartenprogramms wie OZI sträuben, wenn die Möglichkeit besteht,
die Verbreitung der verwendeten Karten zu unterbinden.
So habe ich z.B. für
Katalonien eine interessante Seite gefunden, ausgehend von einer
Übersicht der
Uni Osnabrück.
Ebenfalls lesenswert ein
Überblick über einige Regionen in Spanien.
Wenn man sich registriert, kann man Karten herunterladen. Interessant sind die
Karten im SID-Format. Obwohl OZI mit einer speziellen dll die Karten lesen kann,
lassen sie sich nicht umwandeln. Dabei hilft jedoch der TatukGis-Viewer: Ich
habe ihn benutzt, um SID-files umzuwandeln und dann in OZI zu verwenden und mit
img2ozf umzuwandeln. Jetzt habe ich auch noch herausgefunden, dass der
TatukGISViewer auch noch eine Reihe von anderen Formaten lesen und vielleicht
auch umwandeln kann. Das müsste ausprobiert werden.
Ebenfalls interessant ist der
NoniMapViewer, was Google-Karten
anbelangt.
Das Programm benötigt die Java Runtime Umgebung. Damit habe ich z.B. eine
Stadtkarte von Quito erstellt ...
© 2009 Ferdinand Mollenhauer
Nachtrag, Dezember ´09: Wie es bei uns aussieht ...
Wie wir schon seinerzeit in den Nachträgen zum oben erwähnten OZIExplorer-Beitrag von 2004 und im Nachtrag zur PDA-Navigation schrieben, nutzen wir seit 2008 ebenfalls Geräte aus der XDA-Serie zusätzlich für Navigationszwecke. Darauf läuft bei uns auch OZIExplorer CE mit einer Version > 2, mit der sich Ferdinand Mollenhauer anders als wir bisher nicht anfreunden konnte, wie er oben schreibt. Klar, dass wir auch zum ansonsten oben angesprochenen Thema eine eigene Meinung haben:
In der Tat hat sich seit unserer frühen GPS-Navigation z.B. mit einem
Garmin
12XL etc. viel verändert, wo wir NUR Koordinaten hatten und noch keine
Karten ... ![]()
Man kann natürlich wie unser Autor die Ansicht vertreten, mittlerweile sei sogar der PDA bereits "gestorben" und
darauf aufbauend seine alternativen Lösungen bis hin zum Netbook
skizzieren.
Wir persönlich sind da jedoch noch nicht ganz so weit: Ein Windows Mobile PDA wie die
bei uns eingesetzten XDA mit TomTom UND OZI-CE
samt eingebautem Splitter / GPS-Empfänger etc. halten wir noch lange nicht für
gestorben.
Wegen der Größe selbst eines kleinen Netbooks im Cockpit bevorzugen wir immer noch die Lösung
Navi (Garmin oder TomTom) PLUS PDA (mit TomTom und OZI), sofern überhaupt
erforderlich für den Bereich der Offroad-Navigation.
Dies hat sich z.B. bei unserer letzten Reise rund um Kaliningrad auf der Kurischen Nehrung etc. in dieser Form bewährt, wobei der PDA bei uns auch platzsparend und komfortabel neben dem Navi befestigt werden kann, wenn erforderlich.
Aber man versteht schon auf jeden Fall das Problem unseres Autors, denn EIN universell einsetzbares Gerät
wäre sicher noch besser als derartige Lösungen. Aber leider kann man z.B. auf einem
Garmin Zumo noch kein
OZI installieren und so etwas werden "die" wohl auch niemals zulassen ...
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Aber fährt man da z.B. in Spanien so viel Offroad, dass es Schwierigkeiten mit einem
konventionellen Navi gäbe? Oder das genannte Beispiel Quito: Gäbe es da z.B. für einen Garmin
ZUMO oder ein TomTom IQ nicht auch ausreichende Karten oder liegt hier nur ein
Kostenproblem vor bzw. eine Herausforderung in Sachen OZI-Nutzung? Ansonsten könnte
man doch auch da ggf. sagen, man benutzt sein Navi so umfassend und so lange wie möglich und
schaltet nur im Extremfall auf PDA um mit dann natürlich gescannten oder sonstwie beschafften Karten? Viele Fragen, die sich jeder Nutzer wie auch unser
Autor für sich selber beantworten muss ..!