Querverbindung
vom Bardardalur ins FnjoskadalurHier musste ich erst einmal nachsehen, wo die Spur hin ging: Wie sich zeigte, handelte es sich um die Querverbindung vom Bardardalur im Osten zum Fnjoskadalur im Westen.
Die Piste war in meiner Karte 1:500.000 nicht enthalten. In der Karte 1:600.000 (Druck 1998) auch nicht und nur in der neuesten Karte 1:600.000 (Druck 1999) in Bruchstücken. Es handelte sich um eine lustige Hoppelstrecke, die nett zu fahren war. Wer dieser Piste folgen will und die Auffahrten (im Westen oder Osten) leicht hinauf kommt, der kann auch weiter fahren, da es oben leichter wird und auf der anderen Seite geht’s von selbst wieder runter ...
Ich kam etwa am Punkt "BAK" heraus. Diesen Punkt hatte ich vorher im GPS gespeichert, aber nicht mehr an Ort und Stelle korrigiert. Wie so oft, schloß die Piste mit einem Gatter ab. Übernachtet wurde bei "UBERNA", eine windgeschützte, ruhige, nicht einsehbare Stelle.
Dieser Platz war eine Wohltat nach dem "Schocker" Asbyrgi. Ein winziges Bächlein kam vom Berg herunter - frisches Wasser ist bekanntlich immer das wichtigste bei der Übernachtung.
Nicht schlecht gestaunt habe ich, als am nächsten Morgen der Bach verschwunden war: Der Frühstückskaffee fiel deshalb ins Wasser.
Diese Querverbindung ist eine sehr einfach zu befahrende, unbefestigte
Straße und auch für jeden PKW gut zu meistern. Schön ist
die tolle Aussicht da oben. Die Straße beginnt im Osten bei "OST"
und im Westen kommt man bei "W-828" wieder von der 828 auf die Straße
829.
Auf der F752 nach Nord/West kam ich nur bis zu der Furt bei "F752-F": Da es schon Abend war und die Bäche durch das Schmelzwasser dann den höchsten Wasserstand haben, war dieser Fluss für meinen Geschmack zu heftig. Auch hatte ich zu dieser Zeit noch zu wenig Erfahrung mit richtigen Flüssen - zurück auf den Campingplatz "C-LAUF" in Laugafell war somit die Devise. Der Zeltaufbau war bei dem herrschenden Sturm sehr zeitaufwendig. Man musste jeden Handgriff gut überlegen, um nicht die halbe Ausrüstung zu verlieren und außerdem war es sehr kalt. Bis nach Mitternacht verbrachte ich dann in dem warmen Pool - gut aufgeheizt ging es in den Schlafsack.
Über Nacht war es plötzlich sehr warm geworden. Mir schwante fürchterliches: Als ich am nächsten Vormittag wieder zur Furt "F752-F" kam, war der Wasserstand noch höher als am Vorabend! Obwohl das Wasser nur knapp übers Knie ging, war die Strömung sehr heftig. Schließlich schob ich das Motorrad mit laufendem Motor durch das Wasser. Tage später, mit deutlich mehr Erfahrung beim Furten, wäre ich diese Stelle "mit links" gefahren, aber das traute ich mir zu dieser Zeit noch nicht zu ...
Die Seitenpiste beginnend bei "F752PI" ist ganz nett, muss aber nicht
sein. Sie endet bei einer Touristenhütte "HOFS". Vor der Weiterfahrt
warnt ein großes Hinweisschild sogar in deutscher Sprache vor den
Treibsanden. Trotzdem folgte ich ein Stück weiter zum nördlichen
Hofsjökull, fand es aber nicht so aufregend und drehte bald wieder
um ...
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Am Ende der F752 sind schreckliche Erosionen deutlich sichtbar. Kein Wunder, dass man erkannt hat, dass der Schafbestand reduziert werden muss. Man kann deutlich sehen, dass die Schafe an den überhängenden Böschungen nicht ganz schuldlos sind, Wind und Wetter erledigen dann den Rest ...
© 2001 Hans-Jürgen Weise