Ottostadt Magdeburg
10. Juni 2025, 15 Uhr: Die Ankunft in Magdeburg verläuft problemlos: Wetter ok, öffentliche Verkehrsmittel am Bahnhof perfekt, auch der Spiderman, der uns beim Ankommen beobachtet, lässt uns ungeschoren passieren.
Beeindruckend am Bahnhof bereits eine gewaltige Skulptur vom
Künstler Timm Ulrichs, welche die Erdachse im Maßstab Eins zu
einer Million nachbildet und die offenbar auch parallel zur realen
Erdachse geneigt ist. Eine Scheibe dient dabei als Ziffernblatt und
dreht sich täglich, um die Erdrotation darzustellen - der Betrachter
fragt sich bei diesem Anblick unwillkürlich, wer hier eigentlich schräger steht: Er
selbst auf der Erde oder vielleicht doch die Erdachse ..?
![]()
![]() |
![]() |
Die App FAIRTIQ funktioniert hervorragend, wenige Wischbewegungen vor und nach der Fahrt mit der Straßenbahn genügen, seine Tickets problemlos zu bezahlen und sich nicht um irgendwelche Tarifprobleme in der fremden Stadt kümmern zu müssen - auch auf diese Weise kann man Gäste in einem Ort willkommen heißen!
Wir sind also gut in der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt angekommen, die in Sachen Tourismus und Freizeit eine Menge für ihre Besucher zu bieten hat. Interessant ist, dass die Stadt mit rund 240.000 Einwohnern in manchen Quellen nur als die zweitgrößte ihres Bundeslandes aufgeführt wird, während dann Halle an der Saale mit ähnlicher Bevölkerungszahl die Liste anführt.
![]() |
![]() |
Uns ist am heutigen Tag völlig egal, wer da mit wieviel Personen führt, uns ist eher in Erinnerung, dass Magdeburg leider im Jahr 2024 bundesweit deutlich bekannter wurde, als ein verheerender Weihnachtsmarktanschlag die Stadt in die Schlagzeilen brachte.
Bei diesem Attentat raste ein 51-jähriger Islamist mit einem PKW
in die Menschenmenge, ermordete dabei sechs Menschen und verletzte
Hunderte zum Teil schwer. Aktuell findet vor dem Landgericht
Magdeburg der Prozess gegen den Araber statt, zuletzt wurden
Überlebende des Angriffs vernommen, die jene dramatischen Momente am
Abend des 20. Dezember 2024 schilderten. Die Festnahme eines
weiteren islamistischen Terrorverdächtigen fast genau ein Jahr nach
dem verheerenden Weihnachtsmarktanschlag, bei der Magdeburg erneut
in den Terror-Fokus geriet, dürfte in der Tat das Sicherheitsgefühl
der dortigen Einwohner nicht verbessern ...
![]()
Bei unserem Aufenthalt soll aber die absurde BRD-Migrationspolitik nach Möglichkeit keine Rolle spielen, sondern eher die wesentlich wichtigere historische Bedeutung der "Ottostadt", in der wir uns nun befinden.
Diese Bezeichnung verdankt die Stadt zum einen "Otto dem Großen", dessen Hauptstadt der Ort im 10. Jahrhundert war und damit auch Regierungssitz des "Heiligen Römischen Reichs". Aber auch ein Bürgermeister der Stadt im 17. Jahrhundert prägte diesen Namen mit, denn Otto von Guericke wurde nicht nur bekannt als Politiker, sondern auch als Allround-Wissenschaftler. Seine berühmten Experimente mit Luftdruck und Vakuum bei den Magdeburger Halbkugeln sind vielen von uns sicherlich noch aus der Schulzeit bekannt ...
Wir haben also einiges vor in der Stadt, müssen uns aber zunächst
einmal in unserem Hotel anmelden: Die Tram bringt uns vom
Hauptbahnhof am Willy-Brandt-Platz in kurzer Zeit fast bis vor die
Eingangstür, denn unser "historisches Parkhotel"
Herrenkrug liegt an der gleichnamigen Endhaltestelle - wer hätte
das gedacht?
![]()
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
Das Hotel ist eines der beiden in Magbeburg mit Sondervereinbarungen für Besucher des Henssler Sommer-Specials und so scheinen wir hier sehr richtig zu sein: Am Komfort des Hotels gibt es nichts auszusetzen und auch nichts am gastronomischen Angebot, denn das müssen wir bereits heute entgegen unseren Planungen in Anspruch nehmen. Das unterirdische Wetter vor dem Parkhotel verdeutlicht, dass es wohl kaum Sinn machen wird, wie geplant heute noch die Stadt zu erkunden.
Es ist saukalt, der Wind pfeift ums Hotel und strömender Regen beweist, dass wir hier wohl am besten aufgehoben sind am heutigen Nachmittag und Abend. Nur einen kurzen Gedanken verschwenden wir dabei an Hensslers Sommer-Special, denn auch an diesem Tag erfolgt bereits eine andere Aufzeichnung, und wir sind nicht im geringsten neidisch, dort heute nicht sitzen zu müssen.
Selbst
Monate später beim Anschauen der Veranstaltung im TV denken wir
daran und auch
bei "unserer" Aufzeichnung wird sich Moderatorin
Laura
Wontorra mit Schaudern an den heutigen Regentag erinnern
...
Wir verbringen also den Nachmittag und Abend unseres Anreisetages kulinarisch
und räumlich optimal versorgt im Hotel Herrenkrug: Magdeburg wird
uns wohl schon nicht weglaufen, oder ..?
![]()
© 2026 J. de Haas








