Noch mehr Magdeburg
Die
Geschichte der Stadt Magdeburg zeigt sich in vielfältigen
Sehenswürdigkeiten: Neben durchaus wenig einladenden Hochhäusern
gibt es aber eine Vielzahl von unterschiedlichsten Bauwerken,
Denkmälern und Ausflugszielen, die den Touri erwarten. Mit denen
können wir uns allerdings bei unserem Kurzaufenthalt auch nicht
annähernd so intensiv befassen wie vielleicht wünschenswert wäre.
Also heißt es sich beschränken auf einige wesentliche Ziele, die wir
auf keinen Fall "links liegen" lassen wollen.
Immerhin handelt es sich hier um eine über 1.200 Jahre alte Stadt und da dürfen zumindest Abstecher auch zu einigen sakralen Bauwerken nicht fehlen.
Klar doch, dass wir die Zeit bis zum Henssler-Special ebenfalls noch nutzen wollen. Der Rundgang durch Magdeburg hat ja gerade erst begonnen und natürlich stehen sofort die wichtigsten Fußgänger-Ziele an, nachdem man erneut die Tram verlassen und den Komfort der FAIRTIQ-Fahrt genossen hat: Das Wahrzeichen der Stadt Magdeburg, der Magdeburger Dom, ist selbstverständlich ein Muss!
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Die beeindruckende "Kathedrale", inzwischen offiziell die "Predigtkirche des Landesbischofs der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands", kann den Besucher durchaus beeindrucken, auch wenn heute der Domplatz wieder wegen einer der häufigen Open Air Veranstaltungen teilweise abgesperrt ist.
Aber im Inneren gibt es etwas zu sehen: Allein die Reihe der ausgestellten Kirchenglocken, die für die Sanierung und Ergänzung des Domgeläuts bestimmt sind, womit dieses "Geläut" wieder auf insgesamt 12 Glocken erweitert werden kann, ist einen Besuch wert. Auch wenn man hier drinnen für Fotos bezahlen soll, wird vielleicht ein einzelner kostenloser Schnappschuss dieses beeindruckenden "Geläuts" möglich sein, ohne dass der Landesbischof deshalb hungern muss ...
Eine weitere Kirche ist ebenfalls ein Muss, denn das
nahe "Kunstmuseum Magdeburg Kloster Unser Lieben Frauen (KMd)" soll der
wichtigste Ort für internationale zeitgenössische Kunst und Skulptur
in Sachsen-Anhalt sein und wurde deshalb wohl eines der beliebtesten
Touristenziele des Landes. Einige (kostenlose!
)
Fotos dieser attraktiven Kirche sind somit ebenfalls einzuplanen
beim entsprechenden Kurzrundgang!
Aller guten Kirchendinge sind auch bei unserem Rundgang drei und die letzte von diesen ist die St.-Petri-Kirche in der Magdeburger Altstadt, die man auf dem Weg zur Schiffsanlegestelle an der Elbe passiert.
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Wohl aufgrund der Nähe zur Elbe ist die Kirche dem Apostel Petrus, dem Schutzpatron der Fischer und Schiffer, geweiht. Sie wurde ursprünglich um das Jahr 1150 als Pfarrkirche für das Fischerdorf Frose gegründet und befand sich außerhalb der Stadtmauern Magdeburgs. Die Kirche wird in ihren besten Zeiten auch als Wehrburg beeindruckt haben, wie die mächtigen Gemäuer dieses gewaltigen Bauwerks vermuten lassen ...
Auf dem Weg zum bekannten Hundertwasser-Haus von Magdeburg passieren wir zuächst das Exponat der schon erwähnten Magdeburger Halbkugeln, mit der einst Otto von Guerike die Kräfte von Luftdruck und Vakuum verdeutlichte und kommen am liebevoll gestalteten Faunbrunnen vorbei, der eine interessante DDR-Vergangenheit hat. Das auch "Teufelsbrunnen" genannte Kunstwerk des Bildhauers Heinrich Apel entstand bereits 1976 im Entwurf mit der Bezeichnung "Ein Kessel Buntes", dem Namen einer damaligen Fernsehsendung der DDR.
Eine Information der Stadt Magdeburg zu diesem Brunnen beschreibt dabei recht drastisch und erheiternd geschichtliche Rahmenbedingungen: "Die zum Zeitpunkt der Fertigstellung womöglich provokative Dissonanz zwischen gebauter Umgebung und bildhauerischem Werk ist im Falle des Faunbrunnen quasi programmatisch. Demonstrativ wurde hier von Heinrich Apel das Runde ins Eckige einer bemüht wirkenden Geschäftsarchitektur sozialistisch-planwirtschaftlicher Provenienz platziert. Die Aufhübschungsversuche der letzten beiden Dezennien allerdings wirken wie billiger Modeschmuck, der inzwischen schon wieder die Sehnsucht nach dem spröden Busen der ostdeutschen Bauarbeiterschönheit wecken mag."
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Wir erreichen das Hundertwasser-Haus, die berühmte "Grüne Zitadelle": Das 2005 fertiggestellte und von Friedensreich Hundertwasser entworfene Gebäude ist eines der letzten Projekte, an denen Hundertwasser arbeitete.
Im Gebäude befinden sich neben Theater, ART-Hotel und Kindertagesstätte auch 53 Wohnungen sowie Praxen und Büros. Es umfasst zwei Innenhöfe, im größeren gibt es einen Springbrunnen. Aus keinem der Fenster soll man zwei Fenster der gleichen Form sehen.
Das Gebäudedach ist grasbewachsenen und auch eine große Zahl von Bäumen befindet sich auf, im und am Bauwerk. Einige wurzeln an den Außenwänden der Wohnungen und werden von den Mietern gepflegt, die auch ein "Fensterrecht" haben und soweit Arm und Pinsel reichen, die Fassade um ihre Fenster herum gestalten dürfen. Nach Fertigstellung des Gebäudes soll in den äußeren Zustand des Hauses nach Möglichkeit nicht mehr eingegriffen werden, um durch Wachstum der Bäume und Verblassen der Außenfarbe eine Veränderung sowie das Gefühl des Alterns vom Bauwerk zu vermitteln.
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Wir bekommen auch die Gelegenheit, Modelle der Gesamtkonstruktion zu besichtigen und was soll man als begeisterter Modellbauer sagen: Das wäre wirklich etwas für den heimischen Modellkeller!
Am Abend des Folgetages werden wir auch auch das Restaurant des
Hauses besuchen, wo im Hyaku
Mizu für uns ein Tisch reserviert ist. Das Restaurant
wirbt damit, dass hier moderne asiatische Küche auf den Charme des
Hundertwasserhauses treffen und ein einzigartiges kulinarisches
Erlebnis bieten würde. Eine offene Kochinsel mit traditionellem
japanischem Robata Grill würde einen exklusiven Blick auf die
Zubereitung der Speisen bieten.
Ein derartiger Anblick bietet sich an diesem Abend allerdings
nicht und auch kulinarisch ist nicht für jeden von uns der Gipfel
des Genusses erreicht - aber was soll´s, auch dieser Abend in
Magdeburg wird ein sehr gelungener! Doch zurück zum Vorabend: Der
Hauptgrund für unsere Reise wartet schließlich noch, und der soll ein
Sommer-Special der Kulinarik werden!
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