Polen "History"
Rückblick 2014: Geländewagenausfahrt Bieszczady

Ein Bilderbericht ...
Im Herbst 2014 konnte ich mit polnischen Freunden, die gute Beziehungen hatten, einen Ausflug für einige Tage nach Bieszczady machen.
Bieszczady?? Nie gehört. Es handelt sich um einen Teil Polens im äußersten Südostzipfel in den Ausläufern der Nordkarpaten an der ukrainischen und slowakischen Grenze. Die Freunde wuchsen dort auf und hatten gute Beziehungen zu den dortigen Waldarbeitern, die die ganze Gegend perfekt kannten und die wussten, wie man am Besten ohne Zerstörungen auf den Rückewegen im Wald eine Geländewagenausfahrt völlig legal organisieren konnte. In Chmiel war das Zentrum unserer Aktivitäten und von hier aus unternahmen wir Tagestouren.
Die Anreise ist lang, aber die Reise lohnt sich, auch wenn man nicht im Wald herum fahren kann. Die Gegend ist dünn besiedelt, aber dennoch touristisch erschlossen. Es gibt viele Übernachtungsmöglichkeiten und gute Restaurants ...
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Doch zurück zu unserem Trip durch die Wälder.
Solche Begegnungen im Wald sind nicht ausgeschlossen, wenn unser Guide bei seinen Kollegen vorbei schaut. Wer die Bäume betrachtet erkennt sofort, dass man hier mit großem Gerät arbeiten muss. Mit alten sowjetischen Maschinen werden wahre Kolosse durch den Wald gezerrt ...
Ausgebremst
Die eine oder andere Panne bleibt natürlich nicht aus. Ehe man sich's verschaut, rupft im Wald ein sich spießender Ast eine Bremsleitung ab. Gut, wenn man Bremsleitungsrohr mit passenden Nippeln findet und sich selbst eine zurechtbiegen kann.
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Die Polen in dieser Gegend sind es gewohnt, sich schnell selbst helfen zu müssen und haben viele Teile zuhause. Eingebaut hat sie der LKW Mechaniker unter uns und mit geschickten Händen nur das allernötigste gereinigt. Wird ja sowieso wieder dreckig.
Seltene Tiere
Alles hier ist sehr wild und einsam und so trifft man noch auf viele
wild lebende und gefährliche Tiere. Wir können Tiere beobachten, die
so scheu sind, dass man sie auch hier nur äußerst selten zu Gesicht
bekommt. Zuerst ein sehr zurückgezogen lebender Luchs, dann ein gefährlicher
Wolf … zum Glück eingesperrt!
Und ein besonders seltener Bär - der Wagenhebär. Er schleicht um
die Hütten und lauert auf Essbares!
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Daneben auch wild lebende Wiesente. Diesmal wirklich echte!
Ein gutes Teleobjektiv ist dafür nötig. Zumindest ein gutes Fernglas
bietet sich hier sowieso an, denn in der Ferne gibt es häufig viel zu
sehen!
Fernglas
Dieses Ding ist natürlich deutlich zu unhandlich. Da es sich hierbei um ein altes 10x80 Flakglas der deutschen Wehrmacht von 1943 handelt, ist nicht auszuschließen, dass zumindest dieses Fernglas schon mal hier war. Ein kleineres transportables Fernglas reicht. Sterne oder Wiesente? Ahh ... Sterne!
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Köhlerei im Wald
Ein Zeichen für die umfangreiche Holzwirtschaft hier im Wald, sind arbeitende traditionelle Köhlereien mit viel Rauch, die das Holz aus dem Wald verarbeiten ...
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Kriegserfahrungen
Auch hier gibt es Erfahrungen mit dem Zweiten Weltkrieg: Ukrainische Nazi-Kollaborateure der UPA um Stepan Bandera überfielen ganze Ortschaften während der Nazizeit und töteten viele Polen und Juden. Das hindert die heutige Ukraine aber nicht daran, ausgerechnet Stepan Bandera als Nationalhelden aufzubauen und Hunderte von Straßen und Plätzen in der Ukraine nach ihm umzubenennen ... mit europäischen Steuergeldern übrigens.
Das deutsche Regime … pardon … die Bundesregierung, hat
tief blicken lassen mit ihren nicht erfolgten Kommentaren zur Umbettung
von
Andrij Melnyk nach Kiew. Man tut so, als wüsste man nichts davon.
Kiew ehrt ihn als Helden: Aus seiner Organisation ging die SS Division
Galizien hervor ...
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Massaker_in_Wolhynien_und_Ostgalizien
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Leśniczówka Brenzberg 49° 7'54.20"N, 22°45'49.41"E ist einer der Orte. Zerstörte Forsthäuser und Ortschaften im Wald wurden zu Monumenten. Heute noch gedenkt man der Toten mit frischen Blumen im Wald, obwohl die Orte nicht immer leicht zu erreichen sind ...
Impressionen
Eingeschlammt - Einschlammen - Entschlammen ...
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Alles Schiebung - Weiter einschlammen - Ganz schön glitschig ...
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Kein Problem mit "richtigen" Rädern ...
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Schaufeln kommt vor ...
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Und wieder entschlammen - Oder auch mal nicht - Auf jeden Fall braucht es zwischendurch Erholung ...
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Auf ein Neues!
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Ade Bieszczady!
© 2026 Sigi Heider
Anm. der Red.: Weitere Beiträge von Sigi Heider finden sich in unserer Autorenübersicht!



































