Und noch eine: Panasonic Lumix DMC-TZ61


Einen Vorteil hatte die Neue bereits, bevor sie überhaupt da war: Eine ihrer Vorgängerin war auch eine Lumix, und davon gab es sogar zwei und mit denen war man immer sehr zufrieden gewesen: Wenn eine Nachfolgerin dann zusätzlich auch noch mit allen neuen Parametern überzeugt, wird sie es auch: Nämlich die Nachfolgerin!  

Diesmal in schwarz ...

Außer alle bisher schon bestehende Anforderungen zu erfüllen, sollte sie zusätzlich aber auch sämtliche Möglichkeiten unserer Sony Cybershot bieten und das waren nicht gerade wenige - also vor allem ein gewaltiges Zoom für jede sich bietende Gelegenheit unterwegs.

Und - ganz entscheidend für den Autor, der schon x-mal frühere Kameras unter hellem kanarischen Himmel verflucht hatte, der LED-Bildschirme zum vollständigen Verblassen bringen kann - die Kamera sollte keine riesige Spiegelreflex, sondern eine kompakte Kamera mit SUCHER sein.

Eine diesbezügliche Marktprüfung ertgab schon bald, dass die Auswahl insbesondere durch den letzten Punkt schnell zu schrumpfen begann - übrig blieb unter anderem die TZ61, zu der auch überwiegend positive Testberichte zu finden waren. Schnell war sie bestellt, Preis mit Zubehör (Gürteltasche, Ladegerät, Zusatzakku etc.) ca. 400,- EUR (Stand 09/14).

Vom Erscheinungsbild ähnlich wie die Vorgänger: Ein zentraler Steuerschalter, der zusammen mit den anderen Bedienungselementen bereits nach kurzem Praxiseinsatz eine recht intuitive Bedienung erlaubt. Genau das, was ein "Gelegenheitsknipser" also braucht. Dazu noch jede Menge weitere Funktionen: WiFi-Zugang, GPS-Koordinaten usw.

Mit ihren  ca. 10,7 x 3,4 x 6,4 cm und 213 g ist sie zwar etwas voluminöser als die alte Lumix, passt aber immer noch in eine Hosentasche. Besser allerdings noch in die Gürteltasche, die wir uns ebenfalls zulegen und die sich bei ihrem Ersteinsatz bereits hervorragend bewährt.

Leica auf der Vorderseite macht sich wie immer gut ...

Die Kamera erweist sich als äußerst angenehm in der Handhabung: Bei Menüpunkten wird in der Regel ein Fließ-Hilfetext eingeblendet und auch die Bedienungssystematik ist schnell verstanden. Der oben liegende Drehknopf für die Aufnahmeart (bezeichnet als "Moduswahlrad") ermöglicht die üblichen Modi wie "intelligente Automatik", Programm, Blende oder Verschlusszeit, Panorama, Szenen, Kreativität, womit in der Regel alle Anforderungen des Amateurfotografen erfüllt werden.

Ebenfalls wesentlich ist der zentrale große Drehknpf für die Steuerung (Steuerschalter) auf der Kamerarückseite, der alternativ zum "Steuerring" am Objektiv eingesetzt werden kann und gemeinsam mit dem Modus-Knopf für Aufnahme und Anzeige (Wiedergabetaste) und dem Abbruchknopf zu den wichtigsten Steuerelementen gehört.

Wesentliche, intuitiv bedienbare Schalter und Knöpfe ...

Recht handlich im ausgeschalteten Zustand ...

Ohne an dieser Stelle die Bedienungsanleitung wiedergeben zu wollen soll jedoch erwähnt werden, dass der Steuerschalter für seine vielfältigen Funktionen insgesamt über eine Logik verfügt, die die Bedienung dieser Kamera äußerst angenehm macht.

Bei Videos sind ebenfalls Zoomfunktionen möglich, worüber die "alte" Lumix nicht verfügte und insbesondere der Sucher erlaubt nun auch Fotos, die bei entsprechenden Lichtverhältnissen früher eher "Blindschüsse" waren als gezielte Aufnahmen.

... und sehr beeindruckend bei voll ausgefahrenem Rohr ... ;-))

Hat sich im Praxiseinsatz bewährt: Die Gürteltsche ...

Als sensationell kann nur der Zoom bezeichnet werden, der als "Schritt-Zoom" sowohl am Steuerring des Objektivs als auch am separaten Zoomhebel auf der Kameraoberseite eingestellt werden kann. Die Bedienung ähnelt gemeinsam mit dem hilfreichen Sucher damit weitestgehend der einer konventionellen Spiegelreflexkamera.

Als "optischer Zoom" ist eine bis zu 30fache Vergrößerung möglich, der "optische Extra-Zoom" bringt eine fast bis zu 72fache Vergrößerung. Der außerdem mögliche Digital-Zoom ermöglicht dann noch das vierfache des optischen Zooms / optischen Extra-Zooms - insgesamt fast unglaublich, welche Aufnahmen damit möglich sind (siehe Beispiele unten).

Der Akku kann extern in einem Ladegerät aufgeladen werden oder aber auch in der Kamera über USB-Strom, was unterwegs sehr hilfreich ist.

Erster Testeinsatz war für sie eine Rioja Weinreise und dort kam sie von Bilbao bis zur Schwebefähre Puente Colgante de Portugalete nicht nur für Fotos, sondern auch erfolgreich als zoombare Filmkamera zum Einsatz - und das so überzeugend, dass Mitreisende nach der Heimkehr von uns Infos über diese Kamera anforderten ...

Ganz besonders viele Ah- und Oh-Effekte gab es in der Regel nicht nur bei waagerechten und senkrechten Panoramaaufnahmen, sondern auch immer bei extremen Zoomaufnahmen, wie man vielleicht anhand der folgenden Beispiele erahnen kann ...

   
Beispiel 1: Aus weiter Landschaft hinein in den Vorgarten ...

Häuser nahe San Vicente de la Sonsierra ...
Häuser nahe San Vicente de la Sonsierra ...
Wir zoomen uns ran ... ... und sind fast im Vorgarten!

Wir zoomen uns ran ...

... und sind fast im Vorgarten!

  
Beispiel 2: Wir werden zum Hotel-Paparazzi ...

Paparazzi-Blick auf das Hotel Marqués de Riscal ...

Paparazzi-Blick auf das Hotel Marqués de Riscal ...

... leerer Balkon? Tatsächlich niemand da!

... leerer Balkon?

Tatsächlich niemand da! 

   
Beispiel 3: Einmal Paparazzi, immer Paparazzi ..?

Santurzi: Blick von der Puente Colgante de Portugalete ...
Santurzi: Blick von der Puente Colgante de Portugalete ...
Nun nochmal Paparazzi: Welcher Filmstar sitzt da unten ..? Schlecht zu erkennen, der Filmstar sitzt falsch herum!

Nun nochmal Paparazzi: Welcher Filmstar sitzt da unten ..?

Schlecht zu erkennen, der Filmstar sitzt falsch herum!

    
Beispiel 4: Man kann sich auch selbst suchen und finden ...

Die 80-Kugel-Skulptur am Guggenheim Museum ... Als Besucher kann man vor dem Wassergraben stehen ...

Die 80-Kugel-Skulptur am Guggenheim Museum ...

Als Besucher kann man vor dem Wassergraben stehen ...

... und dann zoomt man richtig auf sich selbst los ... ... und erkennt sogar den Lumix-Fotografen!

... und dann zoomt man richtig auf sich selbst los ...

... und erkennt sogar den Lumix-Fotografen! 


Nachtrag, März 2015: Minuspunkt für "unterwegs" ...

Vorsicht vor dem Mini-"USB": Er ist kein Standard!Fast wäre er vergessen worden, der Minuspunkt, der sich unterwegs übel auswirken kann. Wir waren nur ein paar Tage unterwegs auf Fuerteventura und natürlich bei "unseren" Wrackresten der American Star, als es auffiel: Im Glauben, alle USB-Ladekabel dabei zu haben, wurde selbstverständlich kein spezielles Ladegerät für die Lumix mitgenommen.

Als dann schließlich zwei der drei mitgenommenen Akkus leer waren und kein Stecker passte, wurde klar: Der "USB" Anschluss der Lumix, der zum Aufladen unterwegs genutzt werden kann, erfordert ein proprietäres Ladekabel, das wir nicht dabei hatten.

Dieser "irgendwie Mini-USB" Stecker entspricht keiner Norm, sondern wird von Panasonic und auch Canon genutzt. Also Vorsicht bei längeren Reisen, denn dieser Sachverhalt kann ziemlich unerfreulich werden "unterwegs" ..!


© 2015 J. de Haas