5. Nachtrag, September ´15: Von der Griechenland-Rettung und der "Faulen-Zauber-Welt" ...

Geld ist nie weg, nur in anderen Taschen ..?!Aus einem Bericht der griechischen Steuerfahndung über Kontrollen zwischen dem 27.07. und 02.08.15: "Ein Rentner etwa habe den Verkauf von Ländereien verheimlicht und 1,8 Millionen Euro `versteckt´. Ein Arbeitsloser habe nicht erklären können, wie er im vergangenen Jahr 937 Millionen Euro auf seinem Konto einzahlen konnte. Ein Fußballmanager soll 7,7 Millionen Euro nicht registriert haben, der Inhaber eines Taxiunternehmens 5,7 Millionen Euro Einkommen durch den Verkauf von Taxis nicht angemeldet haben. Einen krassen Fall habe es jüngst auf der Insel Rhodos gegeben: Einwohner der Ortschaft Maritsá hätten drei Steuerfahnder mit Drohungen verjagt, als diese während einer Dorffeier mehrere Verkäufer kontrollieren wollten. Sie konnten nur mit Hilfe der Polizei fliehen." (SZ v. 8./9.8.15, DPA)

Was hatten wir noch gleich oben im Oktober 2011 zum Artikel "Der Euro hat noch zehn Jahre" geschrieben? Der Autor sah dort vor 4 Jahren ein weiteres schmerzhaftes Durchwursteln auf uns zukommen mit einem nachfolgenden Schuldenschnitt oder wieder einer erneuten Währungsreform, die er für wahrscheinlich hielt, wenn am Ende des Wegs in 5 bis 10 Jahren die Situation nicht mehr unter Kontrolle zu halten sein würde.

Und neu war das Ganze auch damals schon nicht: Der amerikanische Ökonom Milton Friedman hatte bereits 1997 vor Einführung des Euro prophezeit, dass die gemeinsame Währung zu mehr Problemen als Vorteilen in Europa führen würde. Das alles aber hatte damals die so genannten "Eliten" und "Väter des Euros", die "politisch" und nicht ökonomisch dachten, die sich z.T. auch heute noch feiern lassen und die nun leider niemand mehr belangen kann oder will, natürlich nicht im Geringsten interessiert ...

An was wird hier eigentlich gebaut ..?Mittlerweile sind wir voll auf Kurs dieser vielen Voraussagen und alles läuft wie erwartet, allerdings noch befeuert von zusätzlichen Seiteneffekten, die man seinerzeit noch nicht voraussehen konnte oder wollte. Der Faule Zauber geht wie erwartet weiter, am Euro mit seiner nicht haltbaren Struktur wird verbissen festgehalten - koste es, was wolle, und sei es eine Sondergeldschöpfung von Billionen Euro im unkontrollierten EZB-Selbstbedienungsladen, oder seien es weitere Preisexplosionen am Aktien- und Immobilienmarkt ...

Milliarden werden weiter nun vielleicht sogar auch ohne Beteiligung des IWF nach Griechenland und zurück gepumpt, Finanzbedarfszahlen werden errechnet, an die niemand glaubt, vor Ort werden Steuern erhöht, die niemand einzieht, Kredite werden umstrukturiert, die niemand zurückzahlt, alle paar Monate werden Neuwahlen organisiert, die nichts ändern. Und die gegenwärtige Flüchtlingssituation ermöglicht es nahezu problemlos, alle weiteren Verzögerungen und Widerstände unauffällig im Zeitgeschehen und der Position als "Frontstaat am langen Hebel" zu verstecken.

In diesen Zeiten schwadroniert ein EU-Kommissionspräsident von "europäischen Werten" - ein Brüsseler Chef, der zuvor als Premierminister des Kleinstaates Luxemburg demonstriert hat, was diese Werte tatsächlich beinhalten: Das Angebot einer Steuersparoase mit umfänglichen Steuerprivilegien für internationale Großkonzerne ...

Die EZB und ihr ehemaliger Investionsbankster-Chef belässt es unterstützend bei der Dauerproduktion von Euros, die niemand mehr verzinst und tischt uns als Begründung dafür weiter ununterbrochen und ungestraft das Bubenstück der "Deflationsgefahr" auf. Dazu kommt mittlerweile - wie üblich natürlich völlig unerwartet - der massenhafte Import von Flüchtlingen, die außerhalb Deutschlands in der EU zwar kaum jemand will, aber die man dort mit besten Empfehlungen sofort ungeprüft nach D durchreichen kann - schließlich ist niemand daran interessiert, am deutschen Flüchtlingswesen zu genesen. Und dann die Whatsapp-Nachricht der Glücklichen an die (noch) nicht im Gelobten Schlaraffenland Angereisten: "We go to the Germany" ...

Derweil ist es auffallend ruhig geworden im Euro-Land um Frankreich, Italien und Spanien hinsichtlich derer Haushaltszahlen - die haben sich zwar kaum verbessert, aber die inzwischen "politischere" Führung der EU-Kommission gibt sich heutzutage einfach sehr sehr viel verständnisvoller, was seeehr langfristigere Reformen und noch langfristigeres Sparen angeht - heile EU-Welt, heile Euro-Welt oder doch eher "Faule-Zauber-Welt", wo mittlerweile überwiegend "Ohrschlitze" gegen "Phrasenschweine" arbeiten!?

Während all dieser Vorgänge schauen die Bürger hierzulande noch mehr oder weniger ruhig nur zu: Während Milliardärsfamilien, denen das Land und z.B. auch die Autoindustrie gehört, die an einem starken Euro nicht interessiert ist, vom durch Nullzins veranlassten Sturz des Eurokurses profitieren, der Kleinsparer gnadenlos enteignet. Während also die Schere zwischen Arm und Reich schneller denn je aufgeht und Varoufakis, der ohrschlitzige griechische Retter Europas Enterbter und Entrechteter, auf dem Motorrad geflüchtet ist und uns alle ganz ohne Hoffnung zurücklässt ...

Schuldenuhr im Spielgeldland ...Während ein Fraktionschef in D Abgeordneten mit Ausschluss droht, wenn sie den gegenwärtigen Faulen Zauber nicht mehr mitmachen wollen und eine ganz große Koalition (auch grün-rot-blauäugig genannter) "überzeugter Europäer" aufheult, wenn bereits nicht auch nur jede Diskussion über einen "Grexit" zum Tabu erklärt wird und wenn nicht schnell genug weitere Milliarden der Steuerzahler in die neu geschaffene Transferunion gepumpt werden. Und nicht freiwillig eine noch größere Asylantenflut nach Deutschland eingewunken wird als schon von der EU vorgeschlagen. "Haben die Deutschen den Verstand verloren?" Diese Frage, die sich wohl nicht nur die Briten in diesen Tagen stellen, wird verständlich in Anbetracht von mehr als einer Million (!) inzwischen geschätzter Asylbewerber in Deutschland allein im Jahr 2015.

Begrüßt von applaudierendem Empfangskomitee und hilfreichen Salafisten am Bahnhof im Rahmen einer überzeugenden "Willkommenskultur" - Massenschlägereien und "Bahnhofszustände" folgen ja erst später. Doch schließlich will ja auch die Industrie mit mehr billigen Arbeitskräften versorgt werden, wenn die Deutschen langsam aber sicher aussterben. Und wer mag in Anbetracht solch gutmenschlich unbürokratischer Flüchtlingseuphorie gleich an bürokratischen Mindestlohn denken? Oder mögen sich da etwa einige in Anbetracht doch beträchtlicher Analphabetenzahlen vielleicht gründlich verrechnet haben ..?

Begleitet von Politgeschwafel über "Herausforderung, aber keine Überforderung", werden nun Tausende neue öffentlich Beschäftigte eingestellt und inzwischen geschätzte zusätzliche zig Milliarden für Verwaltung, Sicherheit, Justiz oder Gesundheit benötigt. Nicht zu vergessen die geplanten künftigen Hilfsmilliarden für die Länder des Westbalkans oder Afrikas und die Türkei, die bei der Verwendung der Mittel zur Verbesserung der Lebensbedingungen in Zukunft sicherlich jegliche Korruption unterbinden und sie höchst zweckbestimmt verwenden werden ...

Neben anderen Kosten ideale Bedingungen zwar nicht für die Ausbesserung kommunaler Schlaglochpisten, aber doch für die weitere exzessiv verstärkte Produktion nagelneuer, druckfrischer und natürlich unverzinster Euros zur Finanzierung der Wohltaten?

Und gemeinsam mit den Gefahren des Terrorismus dann eine künftige Lockerung oder gar Aufhebung der Verschuldungsgrenzen? Drohende Zwangsvermietungen, Kündigungen von kommunalen Altmietern, Demonstrationsverbote, ehrenamtliche "Sicherheitswächter", "verheerende Spätfolgen" aufgrund einer naiven Politik der Integrationsgläubigkeit und ungesteuerter Masseneinwanderung? Eine "beispiellose politische Fehlleistung", wie Ex-Innenminister Friedrich meint? Oder hat da etwa nur eine routinierte Sprechblase die supercoole Facebook-Party ausgerufen und wundert sich jetzt, wenn mehr als eine Million Gäste überraschend vor der Tür stehen ..?

Doch über allem dann die Duisburgs Musterviertel für das Neue Deutschland besuchende gutherzige Welt-Einladungs-Kanzlerette. Und die "Selfie-Mama" beruhigt: Niemand hat die Absicht, eine Steuer zu erhöhen. Na klar, das zum Jahreswechsel fällige Drehen an den kommunalen Steuerschrauben werden die begeistert applaudierenden Bürger ja erst viel später bemerken ...

Kleines Schmankerl dabei am Rande: Wie zum Hohn werden ab Jahresende die Bürger in D durch ein neues, verschärftes Meldegesetz mit enormen Strafandrohungen veralbert, während zur selben Zeit Hunderttausende nicht registrierter Flüchtlinge durchs überforderte Bürokratenland streifen - wie viele und wo genau weiß niemand, auf jeden Fall aber in einem derzeit absolut rechtsfreien Raum ...

All das, während eine Regierung offenbart, dass sie natürlich gerade in diesen Zeiten zwar nichts gegen umfassende digitale Überwachung unternehmen will, allerdings Journalisten kleiner Blogs vorübergehend schon mal als Landesverräter verfolgt werden können. Da in einer Predigt des amtierenden Bundespräsidenten inzwischen die Existenz von "Dunkeldeutschland" offenbart wurde, wissen wir jetzt, dass sich da wohl in der "Faulen-Zauber-Welt" vermutlich die Lichtgestalten des "Hellen Deutschlands" im ewigen Kampf gegen das Böse in "Dunkeldeutschland" befinden.

Bleibt nur ein Zaun? SZ-Artikel über das Europa dieser Tage ...Und das während wirtschaftswissenschaftliche Fantasten und interessierte Politiker mittlerweile die Abschaffung oder Reduzierung des Bargelds fordern, um uns noch perfekter in die Richtung zwingen zu können, wo wir Negativzins-Konsumenten und gläserne Bürger schlussendlich hin sollen. Was - welch ein Glück - (vielleicht) zuletzt nur die "anderen" organisierten Verbrecher verhindern können, die ihr Geschäft ohne Bargeld kaum abwickeln wollen ...

Und zu der dann noch folgenden Krönung der letzten Kapitalismus-Zuckungen,  dem so genannten "Helikoptergeld" für alle, werden wir vermutlich in den nachfolgenden Monaten noch mehr hören ...

Eigentlich wäre nun auch endlich eine überzeugende Alternative für Deutschland gefragt, eine Partei mit solchem Namen hatte sich aber zumindest während ihrer Spaltung in eine "Alternative für Dilettanten" verwandelt (Süddeutsche Zeitung), was derzeit allerdings auch bei anderen Parteien mindestens genau so gut passen würde. Und eine bundespolitische Meinungsäußerung in diesem Land ist (wohl zum Glück für manche) nicht vor 2017 möglich - die geballte Faust in der Tasche erscheint für viele nun wohl als einzige Alternative.

Anschauliche oder zutreffende Begriffe wie "Schwarm", "Lawine" oder gar "Invasion" für Migrantenwellen unterliegen derzeit nicht mehr länger der Meinungsfreiheit, sondern sind mittlerweile in D auf dem Index der verbotenen "polemischen" und "hetzerischen" Ausdrücke gelandet, sie gelten als Tabu. Angabegemäß kommen ja keine "Menschenmassen", sondern nur "Einzelmenschen" in dieses Land - offenbar von Vorteil für solchen "Gutmenschen-Neusprech", wenn man nicht Eins und Eins zusammenzählen kann oder will.

(Anm. der Red., März ´16: Dazu passend die terminologische Weiterentwicklung der "Asylanten": Nicht mehr gewollt war dieser Begriff, also wurde er abgelöst von "Flüchtlingen", denn der "Migrant" sollte es auch nicht sein - und dann war da später ganz plötzlich überall nur noch der "Schutzsuchende", danach noch gesteigert vom "verzweifelten Schutzsuchenden", ganz egal woher und warum der nun in dieses Land kam - man fragt sich, was mag wohl die nächste Stufe der verzweifelt gesteigerten Begrifflichkeit werden ..?)

Während dieser Zeit also fragt sich jetzt manch einer nicht nur in München oder Passau, wie es wohl weitergehen kann. Ideen sind also gefragt: Wie kann man verhindern, dass D zunehmend zum europäischen Sicherheitsrisiko wird? Letzte Hoffnung vielleicht ausgerechnet Ungarns Viktor Orbán und sein Zaun? Sollte der nicht vielleicht sogar Vorbild sein auch für andere? Was genau ist eigentlich aus diesem mehr als sieben Kilometer langen und drei Meter hohen Zaun geworden, mit dem man 2015 das G7-Treffen mit "Mama" bei Schloss Elmau in Bayern gegen die normale Bevölkerung schützte? Ein Zaun, den man nun vielleicht brauchen könnte, aber jetzt zum Schutz der Außengrenzen selbstverständlich nicht brauchen darf ..?

So ein "besorgter Bürger" mag sich vielleicht zur Zeit auch fragen, warum anscheinend hierzulande in bestimmten Bereichen Vertuschung, Verharmlosung, Relativierung vorherrscht, umfassende Volksverdummung betrieben wird, und wieso eine Bundesregierung in Anbetracht ihrer aktuellen innen- wie außenpolitischen Aktivitäten von D bis in die Türkei derzeit weder in Europa noch bei ihm selbst den Eindruck ausreichender Zurechnungsfähigkeit vermittelt und von vielen mittlerweile als schlichtweg unfähig eingestuft wird ..?

Inländische Presse, Medien und Politik präsentieren inzwischen (mit Ausnahmen - Danke, FAZ!) ein auffallend gleichgeschaltet wirkendes Hirnwäscheprogramm, Kommentarfunktionen zu Meldungen werden in der Regel deaktiviert, früher scheinbar erstzunehmende Satiriker treten derzeit als öffentlich-rechtliche "Staats-Satiriker" auf, für die es nur noch Schwarz oder Weiß zu geben scheint. Außer "Populisten", "Rassisten" und rechten "Hetzern" kennt man offenbar nur noch "besorgte Bürger" in Anführungszeichen.

Vielleicht wäre deshalb für einen "besorgten Bürger" ja die Flucht dahin sinnvoll, wo das intelligente Leben noch nicht ausgestorben zu sein scheint und eine nachvollziehbare Politik erkennbar ist, z.B. im garantiert Euro- und Asylanten-"freien" Polen, Tschechien, Ungarn, Dänemark, Norwegen, Island oder "Brexit"-Großbritannien (siehe ersten Beitrag oben!)? Und diese Flucht ins benachbarte Ausland dann sicherheitshalber getarnt als finale "Euro-Extratour" ..?

Refugees welcome!Refugees welcome! Refugees welcome! Ein Hoch auf den Willkommens-Rundfunk!  Ein Hoch auf die Willkommens-Presse!Refugees welcome!Antänzer welcome!Wir schaffen das! Wir schaffen das! Germany is Great! I love Germany!                   Oh my God ...


Anm. der Red. - man staunt und wer hätte das gedacht: Zitat Handelsblatt vom 23.10.2015

"Die Völkerwanderung zielt nicht auf Balkanstaaten oder Ost- oder Westeuropa. Sie zielt auf Deutschland, weil hier eine einmalig großzügige Willkommenskultur-Wir-Schaffen-das-Jeder-kann-ohne-Pass-herein-und-wird-umfänglich-versorgt-Politik ausgerufen wurde."

Was das Handelsblatt derzeit noch nicht schreibt: Wie man feststellen kann, wird selbst unter den herrschenden Verhältnissen die Stimme der Vernunft doch zumindest ein ganz wenig lauter. Wie lange wird es noch dauern, bis man schließlich überall die Forderung hören kann: Merkel und Draghi ablösen - und das möglichst mit Hochdruck und so schnell wie möglich ..!? Und im Zusammenhang von "so schnell wie möglich ablösen": Was ist eigentlich mit Jean-Claude Juncker, dem aktuellen "offiziellen Aufweicher" des immer noch so genannten "EU-Stabilitätspaktes" ..?


6. Nachtrag, Juli ´16: BREXIT - Die Briten sind weg, die Phrasendrescher bleiben ...

Nun ist es also passiert: Die Briten sind raus, oder? Doch so sehr man es dem zockenden britischen Premier auch ankreidet, dass er das Königreich gespalten hat, so sehr muss man allerdings auch den Blick nach Berlin richten: Dort sitzt eine "Kanzler-Diktatorin" (Alexander Gauland, AfD), die nicht nur in D die Bevölkerung gespalten hat mit einer unsäglichen und mit keinem EU-Partner abgestimmten Flüchtlingspolitik der unkontrollierten Masseneinwanderung - der Türöffner für aktuelle Axt-, Macheten- und Bombenanschläge auch hierzulande sowie mittel- bis langfristige "belgisch-französische Zustände"...

Diese Politik wird vermutlich ebenfalls in die Geschichtsbücher eingehen als wesentlich Mitbeteiligte am Auseinanderdriften von Gesellschaften und nicht zuletzt auch der EU: "Auf die deutsche Macht-hoch-die-Tür-Politik im vergangenen Herbst blickte man in England mit blankem Entsetzen." (FAZ).

Die Phrasendrescher und Turboschäumer bleiben uns in der EU erhalten ...Die Briten sind dann wohl mal weg (?), aber die Phrasendrescher bleiben uns dafür in noch verstärkter Form erhalten und sorgen von nun an für "Turbo Schaum": Z.B. die Analysen eines griechischen Ministerpräsidenten und eines deutschen Wirtschaftsministers und Vizekanzlers, die die "Sparpolitik" für den britischen Exit verantwortlich machen. Vermutlich war den britischen Nettozahlern der EU ihre Einzahlung nicht hoch genug und wollten raus, weil sie nicht viel mehr zahlen durften, oder ..?

Eine solche Argumentation erinnert glatt irgendwie an die der EZB-Mafia, die für ihr inzwischen völlig ungehemmtes Gelddrucken eine "Deflationsgefahr" verantwortlich macht und die nun auch noch den Segen des Bundesverfassungsgerichts für OMT-Geschäfte hat, obwohl es aktuell mit ausufernden Anleihekäufen noch wesentlich schlimmer geworden ist in Sachen europäischer Geldpolitik: "Nach dem Urteil des Verfassungsgerichts wird sich die Schuldenspirale in Südeuropa immer weiter drehen. Der OMT-Schutz senkt die Zinsen, die fallenden Zinsen erhöhen die Verschuldung, und die höhere Verschuldung verlangt immer mehr Systeme zur Gemeinschaftshaftung, was die Zinsen wiederum niedrig hält. Die Sparer werden ihrer Zinseinkünfte beraubt ..." (Hans-Werner Sinn, FAZ)

Spätestens nach den für alle wichtigen Wahlen des Jahres 2017 wird man in bestimmten Lagern garantiert beginnen zu erklären, warum D nun den britischen Nettozahlerbetrag der EU mitübernehmen muss - sicher kein Problem in Anbetracht der Euroflut, die natürlich von der noch amtierenden Regierung klammheimlich gutgeheißen wird, denn wie sonst könnte man problemloser im Geld anderer Leute schwimmen als zur Zeit? Offenbar wird dann auch so viel übrig bleiben, dass man nebenbei noch überall die Welt retten und zig Länder dafür bezahlen kann, dass sie ihre Bewohner nicht zu uns nach Hause schicken ...

Die Phrasendrescher beiben uns erhalten: "Juncker will Brexit für Eurovollendung nutzen" (FAZ) lauten bereits die ersten Schlagzeilen nach dem EU-Schock - ignoriert wird nun von Anfang an, dass die Währungsunion mit ihrem fehlkonstruierten Euro ein Spaltpilz in der EU ist und ein nun an verschiedensten Stellen gefordertes "mehr Europa" weder dafür noch sonst wofür das geeignete Mittel ist.

Liebe Briten, warum könnt ihr bloß nicht auf den dämlichen Linksverkehr und eure unsäglichen Kreisverkehre verzichten? Denn dann könnte man doch direkt selbst mal über einen ganz persönlichen "Wegxit" nachdenken. Nun, im schlimmsten Fall bleiben ja immer noch die Schweiz oder Dänemark, oder vielleicht noch was anderes ..?  

Bei den angedrohten harten BREXIT-Verhandlungen wird sich 2017 herausstellen, wie bedeutend tatsächlich der von den Briten vor allem in Frage gestellte EU-Fetisch einer unbegrenzten Personenfreizügigkeit sein wird - nicht nur in dieser Hinsicht wird also das Jahr 2017 ein Jahr, in dem viele Weichen in der EU neu gestellt werden könnten ...


7. Nachtrag, Januar ´17: 25 Jahre Maastricht-Vertrag - Offene Grenzen für politische Volksverdummung ...

Im Dezember letzten Jahres wurde in Maastricht der 25jährige Geburtstag des gleichnamigen Vertrags gefeiert: Grundlage für die Europäische Union in ihrer heutigen Form und für die anschließend gegründete Wirtschafts- und Währungsunion. Eine Währungsunion mit hehren Zielen: Damit ein Land hieran teilnehmen kann, muss es laut diesem Vertrag eine Reihe von wirtschaftlichen Kriterien erfüllen, durch die die Stabilität der gemeinsamen Währung gesichert werden soll, im Wesentlichen Haushalts-, Preisniveau-, Zinssatz- und Wechselkursstabilität. Die Haushaltsstabilität sollte durch eine dauerhafte Defizitquote unter 3 % und Schuldenstandsquote unter 60 % des Bruttoinlandsproduks (BIP) gewährleistet werden, den berühmten "Stabilitäts- und Wachstumspakt".

Zukunftsorientierte Weingut-Währung: So druckt man Euros in Frankreich ...

Zur 25-Jahrfeier fuhr nun ausgerechnet der Präsident der Europäischen Kommission nach Maastricht, Jean-Claude Juncker, der sich selbst als "politischer Präsident" sieht und als aktueller "offizieller Aufweicher" des immer noch so genannten "Euro Stabilitätspaktes" gelten kann (siehe oben).

Dies muss wohl als vorläufiger Höhepunkt einer Farce angesehen werden, in der nun schon seit vielen Jahren der Bevölkerung eine Scheinwelt vorgegaukelt wird. Es begann mit dem ehemaligen Bundeskanzler Kohl (CDU) und dem damaligen Finanzminister Waigel (CSU), der davon vorträumte, in Deutschland brauche niemand zu befürchten, dass die D-Mark an Europa "verschenkt" würde.

Die Stabilitätspolitik als Modell und Maßstab für den ganzen Kontinent würde Europa und auch Deutschland zu strenger Disziplin im Umgang mit den von deutschen Steuerzahlern hart erarbeiteten Geldern zwingen. In der Zwischenzeit sind wir alle schlauer: Hohle Phrasen wurden damals geschwungen, die Währungsunion mutierte inzwischen zur Schulden- und Haftungsunion, die alle Grenzen sprengt, auch die der Volksverdummung. Regeln und Verträge werden beliebig gebeugt und gebrochen, sie sind ihr Papier nicht mehr wert. Rettungsfonds diverser Ausprägungen sind dagegen die Regel, Grenzen der Verschuldung spielen keine Rolle mehr. Häufiger als 160 Mal sollen diese Verträge im "Jubiläumszeitraum" mittlerweile bereits gebrochen worden sein.

Unsäglich die sogenannte "Rettungspolitik" der zur europäischen "Bad Bank" degenerierten Europäischen Zentralbank (EZB) unter Leitung des von Deflationsgefahren schwafelnden ehemaligen Goldman Sachs Banksters Draghi. Das Ganze bei derzeit steigender Inflationsrate in D. Hohnlächelnd geht Draghi über stabilitätsorientierte Bedenken des von Weichwährungsanhängern regelmäßig überstimmten deutschen EZB-Ratsmitglieds und Bundesbankpräsidenten Weidmann hinweg.

Kaum verändert erfolgen unglaubliche "Gelddruckmaßnahmen" rund um die Uhr. Ankaufprogramme diverser Schrottanleihen komplettieren das schon wieder verlängerte "Jubiläumsprogramm" aus Ankäufen, Null- und Minuszinsen. Das den deutschen Sparer bei nun wieder deutlicher anziehenden Preisen zunehmend enteignet und Immobilien- und Aktieninvestoren in entsprechenden Preisblasen weiter bereichert.

Ein Land wie Griechenland kann sich mittlerweile über Flüchtlingshebel und illusionäre Rückzahlungskonditionen von Krediten um alles kümmern, nur nicht um Reformen, die unverändert nur in Sonntagsreden aufscheinen. Inwieweit sich der IWF noch an künftigen Hilfen dort beteiligen wird, ist derzeit mehr als fraglich. Entsprechende deutsche Abschreibungen bei den Forderungen wird man allerdings in Hinblick auf den von Regierungsseite wohl unterstellten deutschen Wähler-IQ erst nach den Wahlen 2017 erwarten dürfen.

Italien steht inzwischen ebenfalls noch mehr vor der Pleite, dort erfolgt gerade wieder mal - nun regelwidrig und natürlich über Tricks genehmigt - eine massive Bankenrettung zu Lasten des Steuerzahlers bei Erhöhung der bereits überdimensionalen Staatsverschuldung. Und wie es mit Frankreich und anderen ehemaligen "Weichwährungsländern" künftig weitergeht, kann niemand mit Sicherheit voraussagen.

Eine pragmatische Begrenzung und Neukonzeption der EU sowie der Euro-Fehlkonstruktion, sei es über die bereits vor Jahren geforderte Aufteilung in einen Nord- und einen Südeuro oder gar die Rückkehr zu nationalen Währungen, wagt nach wie vor jedoch niemand in der (noch) herrschenden politischen Klasse entschieden anzugehen. Wen wundert es da, wenn sogenannte "populistische" Parteien die Oberhand gewinnen, wobei die Einstufung als "Populismus" in diesen Fällen oft nur die Diffamierung durch einen politischen Gegner bedeutet, der die geforderten Maßnahmen und Standpunkte scheut wie der Teufel das Weihwasser ...

Europäischer Mischmasch mit Symbolkraft und passenden Andeutungen

Die Lücke zwischen Wahrnehmung und Darstellung einerseits sowie Wirklichkeit andererseits in dieser EU wird von Jahr zu Jahr größer. Was auch für die Sprechblasen von Politikern gilt, die nun zusätzlich noch mit einer unsäglich kurzsichtigen Flüchtlingspolitik den Aufbau von Terrorstrukturen fördern und mit einer unkontrollierten Masseneinwanderung auch in Sozialsysteme langfristig ganz Europa an die Wand fahren können.

Nicht länger mehr zu leugnen ist der Ärger vieler Wähler über permanenten Vertragsbruch und angeblich alternativlose Maßnahmen im Kontrollverlust an den europäischen Grenzen. All das ist inzwischen geeignet, durch entsprechende Wahlergebnisse den Funken zum Umbruch mit sich zu bringen. Und in der Tat wird es in D und ganz Europa Zeit für einen frischen Wind - mitsamt dem Angebot echter "Alternativen" in Wirtschafts-, Währungs- und Gesellschaftspolitik.


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