Mit dem  EXPLORER MAGAZIN "unterwegs":

Buschtaxi-Osterstammtisch 2011


Vorbemerkung: So, an Ostern sollte es mal wieder soweit sein: Der Buschtaxi-Stammtisch Oberpfalz war angesagt. Wurde aber auch allerhöchste Zeit, denn die letzte Zusammenkunft war schon ewig lange her - es muss wohl Anfang September 2010 gewesen sein, auf dem Buschtaxi-Treffen in Beuern ...

Als Treffpunkt hatten wir diesmal einen beschaulichen Platz direkt an der Naab in der Nähe von Neustadt an der Waldnaab vereinbart - es konnte losgehen!


Karfreitag:

Rosi und ich, Stephan, sind bereits vormittags aufgebrochen: Nach einem kurzen Zwischenstopp in Weiden am Bahnhof, um Lesestoff in Form von Offroadlektüre zu kaufen, fahren wir weiter in Richtung Treffpunkt.

Kurz nachdem wir Tisch und Stühle aufgestellt haben, kommen schon bald Norbert und Agnes vorbei, wenig später trifft auch Jürgen ein. Wolfgang rollt bereits kurz danach an, die Wiese in idyllischer Umgebung beginnt sich zu füllen. Norbert und Jürgen testen, ob mit einem kleinen Stromerzeuger eine Kaffeemaschine betrieben werden kann, es geht!

Irgend wann macht sich der Magen bemerkbar und es gibt Essen. Natürlich darf auch der allgemeine Plausch am Lagerfeuer nicht fehlen. Doch dann eine unangenehme Überraschung: Ein "Fischereivereinsoberaufseher" will uns verjagen, aber nachdem wir ihm versichert haben, dass wir ihm seine Fische nicht wegessen wollen, dürfen wir schließlich doch bleiben. Gegen 22:00 Uhr treten wir die Heimfahrt an, Wolfgang bleibt über Nacht und will erst am Samstag nach Hause fahren.

Karsamstag:

Vormittags muss ich in die Arbeit, und auch Rosi hat voraussichtlich noch bis ca. 17:00 Uhr zu arbeiten - der Grund, warum wir am Freitag wieder nach Hause gefahren sind.

Ich habe nachmittags bereits unsere beiden Fahrzeuge vorbereitet und beladen, mit denen wir unterwegs sein werden, falls wir doch noch am Abend wieder Richtung Stammtischplatz starten sollten. Rosi kommt allerdings ziemlich erledigt von der Arbeit nach Hause: Wir beschließen nach kurzer Beratung, deshalb erst am Sonntag Vormittag los zu fahren, weil sich für Samstag Abend niemand zum Stammtisch an unserem Treffpunkt angekündigt hatte.

Plötzlich läutet das Telefon, doch bis ich vom Hof ins Haus gesprungen bin, ist es natürlich zu spät - man hört nur noch ein langgezogenes "tuuttuut" ... Eine Minute später jedoch klingelt das Handy, aahh, Uschi ist dran: "Erwin und ich stehen an den angegebenen Koordinaten und keiner ist da". Schnell ist das Telefon an Rosi weiter gereicht und ich schaue kurz nach den in weiser Voraussicht fertig beladenen Fahrzeugen. Rosi hat fertig telefoniert und meldet, dass sie mit Uschi unser Eintreffen am Platz in etwa einer Stunde am Platz ausgemacht hat. Ich also schnell noch unter die Dusche und los geht´s ...

Als wir am Platz ankommen, sehen wir allerdings keinen "Waldbären", sondern nur eine Dackelgarage und Erwin´s BMW. Sind die doch tatsächlich mit dem Moped da! Zur Begrüßung hören wir die Frage, ob wir denn ein Feuerzeug dabei hätten, Holz haben die beiden bereits gesammelt. Im Schein des Lagerfeuers machen wir dann gemeinsam Brotzeit und haben uns viel zu erzählen - schließlich haben wir uns doch seit September nicht mehr gesehen und die beiden haben in der Zwischenzeit eine große Reise gemacht.

Um etwa 23:00 Uhr gehen wir dann schlafen - der anstrengende Tag fordert seinen Tribut. Rosi und ich müssen uns erst mal im "Kleinen" bettmäßig einrichten. Es sollte ja die Schlafpremiere in diesem Fahrzeug sein, aber das ist wieder eine andere Geschichte und soll ein anderes Mal erzählt werden ...

Ostersonntag:

So etwa um 8:00 Uhr krabbeln wir alle aus unseren Schlafsäcken, erledigen die morgendlichen Arbeiten und bereiten uns auf das Frühstück vor. Nach dem Frühstück ist Bewegung angesagt und wir machen eine gemütliche Wanderung entlang der Waldnaab. Als wir wieder zum Platz zurück kommen, sind Norbert und Agnes auch schon wieder eingetroffen.

Kurz darauf kommt auch Hase angefahren: Na wird doch! Norbert holt später noch sein Schlauchboot, damit wir ein bisschen paddeln können ...

Am Nachmittag kommen schließlich einige von den Stoapfaelzer-4Wheelers auf Kaffee und Kuchen vorbei: Mit dabei ist auch "Cruisermaddin" mit seinem HJ61. Der bleibt noch bis nach dem Abendessen, nachdem die Stoapfälzer wieder Richtung "Ranch" abgerauscht sind. Norbert und ich erkunden noch per Schlauchboot die Waldnaab, es sollte aber niemand auf die Idee kommen, dass wir das nur machen, um mal vor unseren Weibern Ruhe zu haben ..!

Zum abendlichen Lagerfeuer zeigt erst Hase seine Islandbilder und dann präsentieren Erwin und Uschi eine Auswahl Bilder von Ägypten. Heute Nacht wird es dann doch etwa 1:00 Uhr, bis wir wieder in unseren Schlafsäcken verschwunden sind ...

Ostermontag:

So um 9:00 Uhr sind wir alle wieder wach und beschäftigen uns mit den Frühstücksvorbereitungen. Norbert kommt pünktlich mit frischen Semmeln dazu: Das gibt ein wirklich ausgiebiges Frühstück! Uschi hatte relativ unruhig geschlafen: Sie hörte ein Tier im und unter dem Zelt; beim Abbau schließlich stellt es sich als Mäusebesuch heraus, da ins Zelt ein Loch gefressen worden ist ...

So langsam packen Hase, Uschi und Erwin wieder ihre Sachen zusammen und wir verabschieden uns in der Hoffnung, dass es nicht wieder 7 Monate dauern wird, bis wir uns wiedersehen. Wir Übriggebliebenen, sprich Norbert, Agnes, Rosi und ich, verheizen noch die letzten Holzvorräte, sprechen noch ein bisschen über den anstehenden Rügen-Urlaub und packen dann auch zusammen und trollen uns wieder - bis zum nächsten Mal!


© 2011 Stephan Schlögel

  

Nachtrag, Mai ´11: Zwei weitere Berichte von Stephan Schlögel sind bei uns zu finden: In Die Hilux-Hundehütte stellt er sein Fahrzeug vor, und für diejenigen, die wissen wollen, wie eine "winterharte" Besatzung mit ihrer "Hundehütte" unterwegs sein kann, auch noch der Bericht zu einer Herbstreise im bayrisch-österreichischen Grenzgebiet: Wenn die Heizung versagt ...