(Bericht von
Hekla)
09.04.2002 -- Es ist 4:00 Uhr morgens, die Wecker klingeln
und brummen, draußen ist es Nacht.
Auch wenn eine Runde Schlaf noch
so gut täte, es hilft nichts: Raus aus den Federn und unter die
Dusche. Schnell in die Businessklamotten, die Haare aufgestylt, denn
diese Eurotour ist ein Nebenprodukt einer Geschäftsreise nach
Amsterdam. Unsportlich? Naja, 4:00 Uhr morgens ist für mich
irrsinnig sportlich ..! 
Aber die Uhrzeit hat auch ihre Vorteile, kann man doch die Nebenstrecken
über die Dörfer nutzen, um zum Flughafen zu kommen. Dort: Geschäftiges Treiben und die Müdigkeit ist schnell verflogen.
Die Sicherheitskontrollen sind so lasch wie noch nie: Keiner
interessiert sich für mein Handy, mein GPS, die Digitalkamera, die Nagelfeile
oder mein Schweizer Taschenmesser, das ich in der Eile vergessen
hatte, zu Hause aus der Tasche zu räumen. Vorbei und vergessen die Zeiten, wo mein
Notebook noch gewogen wurde und ich auf die vorwurfsvolle Frage,
warum mein PC 100g zu viel wiege, auf meine volle Festplatte hinweisen
konnte ...
Der Sicherheitskontrolleur akzeptierte damals die Erklärung und bevor er noch lang über den Unfug nachdenken konnte,
waren ich und mein Notebook auf dem Weg zum Flieger.
Im Flieger selbst dann noch mehr Erstaunen - ein komplettes Frühstück mit
Metallbesteck: Messer, die schneiden und Gabeln, die pieksen ...
Wir kommen pünktlich an in Amsterdam-Schiphol. Ich hatte schon
acht deutsche
Münzen vorbereitet und begebe mich zur ABN AMRO Bank, wo man mir
unbürokratisch acht niederländische Münzen heraussucht. Und es
ist
wirklich ein Heraussuchen, denn die ersten Münzen, die die
freundliche Bankangestellte herauskramt, sind natürlich nicht aus Holland.
Leider bleibt erst mal keine Zeit, die Fotos fürs Explorer Magazin
zu machen: Rein ins Taxi und zum Termin. Das sind die typischen
Reisen, bei denen man rein gar nichts vom Zielort wahrnimmt. Man rast vom
Flughafen in irgendein Industriegebiet, bringt seine Besprechung
hinter sich und
rast wieder zurück zum Flughafen. Eigentlich schade, aber ich kenne
Amsterdam zum Glück von früheren Besuchen als "Touri".
Die Besprechung ist flott erledigt und so bleibt am Flughafen nun
doch noch ein wenig Zeit, die Fotos zu schießen.
Es kostet schon Überwindung, am
Flughafen GPS und Kamera auszupacken und alles aufzubauen, denn sofort
wird man misstrauisch beäugt. Wird da ein neuer Anschlag geplant?
Man hat nur wenige Minuten, denn die Taxifahrer diskutieren bereits
...
Nun denn, mein Lufthansaflug wird aufgerufen. Die "Sicherheitskontrollen" sind auch hier wie vor dem 11. September.
Also dann: Tschüss Amsterdam und hoffentlich das nächste Mal etwas
ausführlicher ..!
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