(Bericht von
Karsten Franke)
31.03.2002 -- Als wir uns entschließen, bei der Eurotour
mit zu machen, stellen wir uns das eigentlich nicht sehr schwer vor: An einem Samstag mal schnell
nach Frankreich ins knapp 20 Kilometer
entfernte Bitche fahren.
Dort ein paar Sachen einkaufen, bis wir alle Münzen haben und
nachdem alle Fotos im Kasten sind, genau so schnell wieder zurück
nach Deutschland ...
Gesagt, getan. Bevor es aber richtig los geht, werden die benötigten Münzen
durch trickreiche Kleinsteinkäufe in verschiedenen Supermärkten
von Bitche und Sarreguemines besorgt - bis wir sie
endlich zusammen haben, erhalten wir natürlich auch jede Menge
deutsche Münzen zurück.
Der erste Versuch, sie dann auch zu fotografieren, scheitert allerdings bald - und zwar
einfach am Wetter, denn im plötzlich aufkommenden kalten Dauerregen
mag man sich keine Fotosession auf der Straße antun. Auch der zweite
Versuch scheitert einige Tage später an der mitgebrachten Sucherkamera, die sich für Nahaufnahmen einfach
nicht als geeignet herausstellt. 
Dabei hätte alles so schön sein können: Bitche (N 49°
03.155´ E 007° 25.531´) ist eine schöne Kleinstadt in deutscher
Grenznähe. Eigentlich hatten wir geplant, die Aufnahmen an der
Citadelle zu machen, die oberhalb der Stadt liegt. Leider werden
diesmal die
Nahaufnahmen von GPS und Münzen nicht gut genug, um sie zu
veröffentlichen.
Am 31.03.02 ist es dann erneut soweit: Mit deutlich verbesserter
Ausrüstung, bei ausnahmsweise mal gutem Wetter ( )
und wieder mal mit vollen Münzentaschen starten wir den dritten Versuch.
Zum Glück für diesen dritten und letzten Trip gibt es auch
Leute mit guter Fotoausrüstung in meinem Bekanntenkreis - Danke
Dunalva!
Bitche ist uns am Ostersonntag zu überlaufen, deshalb geht
es diesmal direkt ins Grenzland. Es ist gar nicht so leicht, über
die Grenze zu kommen: Der schöne Betonweg endet plötzlich vor
einer Weide. Obwohl -laut Karte- auf französischer Seite eigentlich ein Weg
weiter gehen sollte, ist hier erstmal Schluss. Wir laufen zurück
und versuchen es ein paar hundert Meter weiter noch einmal - diesmal
erfolgreich!
Man merkt den Übergang ins andere Land deutlich: Aus
betonierten Feldwegen werden Traktorpfade und aus denen werden
zwischendurch auch mal Wiesen und Sümpfe - gut, dass wir zu Fuß
unterwegs sind! Ansonsten ist das hier aber eine angenehm menschenleere Gegend:
Offensichlich traut sich keiner der deutschen Sonntagsspaziergänger
hierher ...
Die Aufnahmen machen wir schließlich mitten in der grünen
Wiese, keine 500 Meter von der Grenze entfernt.
Aber Frankreich ist schließlich Frankreich, auch wenn diese
Gegend mal sehr umkämpft war. Und unseren ehrlichen Kampf hatten
wir immerhin hier auch ..!
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