Mit dem  EXPLORER MAGAZIN "unterwegs":

VARTA Experience 2004

- Eine Woche Spaß, Anstrengung und volle Action -


Tobago, eine kleine karibische Insel, nur etwa 40 Kilometer lang. Das verschlafene Inselvolk wird im Mai 2004 durch einen Konvoi aus Suzuki-Geländewagen aufgeschreckt. Die Teilnehmer der VARTA Experience sind aus Deutschland angereist und brausen unter dem fröhlichen Beifall der Menschen durch die engen Gassen der Hauptstadt Scarborough

Für die zwölf Action-Player, vier Scout-Driver und vier Action-Reporter ist dies der Auftakt zu einer Hightech-Schnitzeljagd, die es so nirgendwo im Reisebüro zu kaufen gibt. In anstrengenden Qualifikations-Entscheidungen hatten sich die 20-30 jährigen Teilnehmer die begehrten Flugtickets erkämpfen müssen. 

VARTA rüstete die Teilnehmer mit batteriebetriebenen Hi-Tech Taschenlampen und GPS Satellitenempfängern aus und schickte den gesamten Tross in den Dschungel ... 

Zuerst arbeiten wir uns auf rutschigen Pisten voran, bis die Geländewagen auch bei voll untersetztem Getriebe im modrigen Schlamm stecken bleiben. Nichts geht mehr, also Gepäck auf den Rücken geschnallt und in 90-minütigem Fußmarsch ins Dschungelcamp gewandert. Zu mächtig und überwuchert ist hier der Urwald, als dass Autos durchkommen könnten. Nur Planierraupen haben hier wohl noch eine Chance. 

Die Tourguides zeigen uns, wie man Hängematten zwischen den Urwaldbäumen spannt und darüber eine Regenplane vertäut. Die erste Liegeprobe ist unerwartet bequem, aber zum Schlafen kommt hier niemand, denn bis zum frühen Morgen wird in schwüler Hitze gefeiert. Der ohrenbetäubende Krach der Urwaldtiere (sind es Vögel, Grillen, große Lebewesen?) hält uns auf den Beinen ... 

Am nächsten Morgen ein heftiger Regenschauer: Matsch, Schlamm, Moskitos und vor uns ein Fluss, den wir durchqueren müssen. Während ich "nur" völlig durchnässt bin, müssen sich die Teilnehmer auch noch an Seilbrücken entlang hangeln und ihr Gepäck auf selbst gebauten Bambus-Floßen übersetzen. 

Mit der Machete in der einen Hand und dem GPS-Empfänger in der anderen, kämpfen sich die Teams zu vorgegebenen Koordinatenpunkten durch. Es geht über umgestürzte Bäume, an Palmen vorbei, deren Stacheln tiefe Wunden reißen, dabei auf Schlangen, Spinnen und anderes Getier achtend. 

Völlig erschöpft und verdreckt erreichen schließlich alle Teilnehmer den Traumstrand von Castara, eine mit Palmen bewachsene Bucht mit türkis-schimmerndem Wasser. Einfach bilderbuchmäßig und eine willkommene Abwechslung nach den Anstrengungen der letzten Tage! Die feuchten Klamotten fliegen von der Haut und ab geht es in die sanfte Dünung des karibischen Meeres.

Am nächsten Tag ist Beach-relaxing angesagt, für die Journalisten zumindest, denn die Teilnehmer messen sich im traditionellen Ziegenrennen. Das ist der typische Nationalsport auf Tobago: Zwei besonders ausgewählte Ziegen treten zum Wettlauf am Strand an. Dabei ziehen sie an einem Seil jeweils einen Teilnehmer hinter sich her. Die Ziege, die als erste mit einem aufrecht laufenden Teilnehmer durchs Ziel rennt, hat gewonnen. Ein Riesenspaß, denn meistens bleibt der Mensch bei diesem Rennen auf der Strecke und schluckt dazu noch eine ganze Menge Sand.

Weiter geht der Tag mit Wettbewerben im Tauziehen, Schnorcheln, Feuermachen und der Sonderaufgabe "Morsen". Mit VARTA Taschenlampen ausgerüstet, müssen die Teilnehmer vom ankernden Boot aus Nachrichten per Morsealphabet an die Teammitglieder an Land übermitteln. Die Nacht verbringen alle am Strand und erleben das einmalige Naturschauspiel einer Riesenschildkröte, die an Land gekrochen kommt, um 40 Eier im Sand zu vergraben ...

Eine Woche Spaß, Anstrengung und volle Action, das ist das Motto der VARTA Experience. Und für nächstes Jahr steht schon das neue Ziel fest: Belize in Mittelamerika, zwischen Mexiko und Guatemala gelegen, wartet mit der Kulisse alter Maya-Kulturen auf die Teilnehmer ...

   

© Text/Fotos 2004 Stefan Thiele